Tröte

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Eine Tröte

Die Tröte, auch Tute ist ein primitives Blasinstrument, das als Effekt-, Lärm- und Signalinstrument sowie als Kommunikationsmittel, aber auch therapeutisch eingesetzt wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort ist von Germanisch turuta („Fanfare“, „Trompete“)[1] abgeleitet, etymologisch ebenfalls verwandt mit der Tröte ist ein ähnliches Instrument, die katalanische Tarota. Frühe Formen von Tröten wurden aus Tierhörnern oder Schneckenhäusern gefertigt.

Die gezielte Erzeugung trötender Töne zur Kommunikation ist nicht alleine dem Menschen vorbehalten, sondern kommt auch im Tierreich vor, so verständigen sich Elefanten u. A. auf diese Weise.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tröte bringt ein begrenztes Spektrum von Naturtönen hervor, wobei es üblicherweise nicht oder nur schwer möglich ist, Tonfolgen zu produzieren. So wird eine Tröte in der Regel als Kinderspielzeug oder von Erwachsenen zur Aufmerksamkeitsgestaltung verwendet, z. B. für besondere Anlässe, in denen laute (und unmelodische) Töne erwünscht sind, wie Fußballspiele, Karneval oder als Warn- und Alarmsignal. Auch werden Tröten gerne als Pejorativum für Trompeten und andere Blasinstrumente hergenommen. Auch in der Zeitgenössischen Musik und Popmusik werden Tröten gelegentlich musikalisch verwendet.[2][3]

Therapeutisch werden Tröten zur gezielten Förderung des Atmungsverhaltens und Mundtrainings eingesetzt, aber auch in der Spiel-, Musik, und Traumatherapie.[4][5][6] In der Logopädie finden Tröten auch therapeutische Verwendung, da sie spielerisch die Mundmotorik und Koordination fördern.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Tröte – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfred Hunold: Der Nordwestblock nach Hans Kuhn: Germanisch, Indogermanisch oder zeigen sich noch ältere Sprachschichten? Auf den Spuren einer der ältesten europäischen Sprachschichten. 2. Auflage. Books on Demand, 2011, ISBN 978-3-8423-5762-4, S. 164.
  2. Verwendung einer Karnevalströte im Stück Viertel = 100 (Memento vom 21. März 2014 im Webarchiv archive.is), von Jörg Mainka, 1988, mit Klangbeispiel
  3. Konzert mit Kindertröte (Memento vom 21. März 2014 im Internet Archive) von Mieze Katz
  4. http://www.fk-reha.uni-dortmund.de/Sprachbehinderten/unterlagenss03/diagnref.doc (Link nicht abrufbar)
  5. jugendzahnpflege.hzn.de
  6. aerzteblatt.de
  7. SHZ: Kussmund für das richtige Sprechen (6. März 2013), abgerufen am 21. März 2014.