Trader Joe’s

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Trader Joe’s

Rechtsform Privatbesitz
Gründung 1958
Sitz Monrovia, Kalifornien
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Dan Bane
Mitarbeiterzahl über 10.000 [1]
Umsatz 13,3 Mrd. $ (2017)[2]
Branche Lebensmitteleinzelhandel
Website www.traderjoes.com
Filiale von Trader Joe’s in San Francisco, Kalifornien
Innenansicht eines Trader-Joe’s-Marktes

Trader Joe’s ist eine US-amerikanische Lebensmittel-Einzelhandelskette mit über 500 Filialen (Stand: August 2020) vorwiegend im Westen der USA.[3][4]

Geschäftskonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Coulombe (1930–2020) gründete die Ladenkette 1958 unter dem Namen Pronto Markets im Greater Los Angeles Area,[5] 1967 benannte er sie in Trader Joe’s um und richtete diese nach einer neuen Geschäftsidee auf gesunde und exotische Lebensmittel aus.[6] 1979 wurde das Unternehmen von der deutschen Markus-Stiftung übernommen. Die Markus-Stiftung ist im Eigentum der Familien Theo Albrecht junior, dem ältesten Sohn des Aldi-Nord-Gründers Theo Albrecht, und Babette Albrecht, der Ehefrau seines zweiten Sohnes Berthold Albrecht.[7]

Ein besonderes Merkmal der Geschäfte sind die in Hawaiihemden gekleideten Mitarbeiter;[8] die Filialleiter nennen sich Captain („Kapitän“),[8] der Stellvertreter Second Mate („Zweiter Maat“) und die anderen Angestellten heißen Crew („Besatzung“). Das Sortiment ist, ebenso wie das der Aldi-Märkte, sehr begrenzt und umfasst nicht mehr als etwa 3000 Artikel. Beim Warenangebot handelt es sich im Gegensatz zu den normalen amerikanischen Aldi-Filialen von Aldi Süd[9] allerdings um Spezialitäten, wie Delikatessen, Erzeugnisse aus ökologischem Landbau, vegetarische und importierte Lebensmittel sowie Weine.[10][11] Das Handelsblatt beurteilte 2006 das Geschäftskonzept von Trader Joe’s wie folgt: „Die Produktauswahl ist begrenzt – eine Mischung aus ein bisschen Öko, ein bisschen Gourmet und ein bisschen Discount. Kurzum alles, was der standesbewusste, linksliberale Amerikaner braucht.“[12] 2006 wurden mit 300 Filialen geschätzte 5 Mrd. US-Dollar Umsatz gemacht.[9] Trader Joe's hatte 2013 wie Costco und QuikTrip eine für den US-Einzelhandel vergleichsweise hohe Entlohnung.[13]

Trader Joe's in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldi Nord vertreibt in Deutschland Produkte unter dem Namen Trader Joe’s. Dazu gehören unter anderem Eistee, Fisch, Fleisch, Trockenobst, Nüsse, Salate, Eis und Knäckebrot.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Trader Joe's – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Company Profile Page. Trader Joe’s CO Inc. In: manta.com, aufgerufen am 13. Dezember 2012.
  2. A psychologist explains how Trader Joe's gets you to spend more money. In: businessinsider.com. 22. Januar 2021, abgerufen am 17. Juli 2021.
  3. Where in the dickens you can find a Trader Joe's? Trader Joe's, archiviert vom Original am 25. Februar 2021; abgerufen am 17. Juli 2021.
  4. April Benshosan: 15 Things You Never Knew About Trader Joe's: We know you've been wondering about the Hawaiian shirts... 7. August 2020, abgerufen am 17. Juli 2021.
  5. Mary Hance: 13 things to know about Trader Joe's. In: Nashville Tennessean. eu.tennessean.com, 30. September 2020, abgerufen am 18. Juli 2021.
  6. Trader Joe’s: Ein bißchen Aldi in New York. In: FAZ vom 1. April 2006
  7. Nele Husmann: Aldi auf amerikanisch. In: Die Welt, 14. Mai 2006.
  8. a b Inside the secret world of Trader Joe’s. In: Fortune vom 23. August 2010
  9. a b Jenni Roth: In den USA ist Aldi schon Luxus geworden. In: welt.de. 29. Oktober 2008, abgerufen am 17. Juli 2021.
  10. Nikolaus Piper: USA: Trader Joe's: Der Öko-Aldi. In: sueddeutsche.de. 1. September 2010, abgerufen am 17. Juli 2021.
  11. Marc Pitzke: Edel-Aldi für Bio-Amerikaner. In: Spiegel Online vom 13. Oktober 2010
  12. Tobias Moerschen: Trader Joe’s: Aldi für Ökos und Intellektuelle. In: Handelsblatt, 13. Juni 2006.
  13. The Trader Joe’s lesson how to pay a living wage and still make money in retail. In: The Atlantic vom 25. März 2013