Traffic (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Traffic
Traffic 1973 in Hamburg
Traffic 1973 in Hamburg
Allgemeine Informationen
Herkunft Birmingham, England
Genre(s) Rock, Psychedelic Rock, Folk Rock, Jazzrock
Gründung 1967, 1970, 1994, 2004
Auflösung 1969, 1974, 1994, 2004
Gründungsmitglieder
Steve Winwood
Jim Capaldi † 28. Januar 2005
Chris Wood † 12. Juli 1983
Gitarre, Gesang
Dave Mason
Letzte Besetzung
Keyboard, Gitarre, Gesang
Steve Winwood
Ehemalige Mitglieder
Rick Grech † 17. März 1990
Schlagzeug
Jim Gordon
Percussion
Reebop Kwaku Baah † 12. Januar 1983

Traffic war eine englische Rockband der späten 1960er und frühen 1970er Jahre aus Birmingham, England. Die Band bestand aus vier hochkarätigen Musikern, die zunächst in einer Art Landkommune ihren Sound fanden: Steve Winwood (kb, gt, vc), Dave Mason (gt, vc), Chris Wood (fl, sax) und Jim Capaldi (dr).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Phase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winwood gründete Traffic im Jahr 1967[1], nachdem er die Spencer Davis Group verlassen hatte. Ihre Debüt-Single Paper Sun war ein Hit in England. Die zweite Single Hole in My Shoe war sogar noch erfolgreicher.

Das erste Traffic-Album Mr. Fantasy (1967) war, wie die Singles, in England erfolgreich, nicht jedoch außerhalb. Das zweite Album, Traffic, erschien im Jahr 1968. Auf diesem Album brachte Mason viele Kompositionen (z. B. Feeling Allright) ein und sang die Lead-Stimme. Es gab Spannungen, da Mason nicht im Schatten Winwoods stehen wollte. Mason ging. Nach einer Tournee in Amerika löste Winwood die Band auf.

Zweite Phase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winwood spielte bei Blind Faith und begann anschließend, ein Solo-Album vorzubereiten, das letztendlich jedoch als neues Traffic-Album John Barleycorn Must Die erschien; es sollte das erfolgreichste der Gruppe sein.

Im Mai 1971 erweiterte sich die Band um Rick Grech, Jim Gordon und Reebop Kwaku Baah; es folgten weitere Alben. The Low Spark of High Heeled Boys kam in Amerika in die Charts, nicht jedoch in England. Die Band löste sich erneut auf, nahm aber gelegentlich neue Alben auf: Shoot Out at the Fantasy Factory (1973) und When the Eagle Flies (1974).

Dritte Phase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Capaldi und Winwood hatten Solo-Erfolge, doch 1994 kam mit Far From Home ein neues Traffic-Album auf den Markt; beide gingen wieder als Traffic auf Tour, doch der große Erfolg blieb aus.

Dave Mason hatte einige Erfolge mit Solo-Alben in Europa, besonders aber in Amerika, wohin er sein Wirken verlegte. Trotz hervorragender Virtuosität an der Gitarre gelang ihm aber nie der richtige Durchbruch.

Chris Wood starb in Birmingham (England) am 12. Juli 1983 an einer Lungenentzündung und den Folgen seines Alkohol- und Drogenkonsums. Jim Capaldi starb am 28. Januar 2005 in London an Magenkrebs.

Die Band wurde im Jahr 2004 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1967 benannte sich die zuvor wenig erfolgreiche Londoner Band The Spectres, aus denen sich später Status Quo entwickelte, ebenfalls in Traffic um. Winwood und seine Bandkollegen konnten sich letztlich durchsetzen, so dass die Konkurrenten die Bezeichnung Traffic Jam wählten.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2][3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE CH CH UK UK US US
1967 Mr. Fantasy UK16
(8 Wo.)UK
US88
(22 Wo.)US
1968 Traffic UK9
(8 Wo.)UK
US17
(26 Wo.)US
1969 Last Exit US19
(22 Wo.)US
mit Live-Aufnahmen
1970 John Barleycorn Must Die UK11
(9 Wo.)UK
US5
Gold
Gold

(38 Wo.)US
1971 The Low Spark of High Heeled Boys DE48
(1 Wo.)DE
US7
Platin
Platin

(30 Wo.)US
1973 Shoot out at the Fantasy Factory US6
Gold
Gold

(29 Wo.)US
1974 When the Eagle Flies UK31
(1 Wo.)UK
US9
Gold
Gold

(27 Wo.)US
1994 Far from Home DE22
(11 Wo.)DE
CH17
(6 Wo.)CH
UK29
(4 Wo.)UK
US33
(9 Wo.)US

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE CH CH UK UK US US
1971 Welcome to the Canteen US26
(19 Wo.)US
1973 On the Road UK40
(3 Wo.)UK
US29
(24 Wo.)US

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Livealben

  • 2005: Last Great Traffic Jam

Raritäten und Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE CH CH UK UK US US
1969 Best of Traffic US48
(14 Wo.)US
1975 Heavy Traffic US155
(3 Wo.)US
More Heavy Traffic US193
(4 Wo.)US

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Kompilationen

  • 1968: Here We Go round the Mulberry Bush

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT UK UK US US
1967 Paper Sun
Heaven Is In Your Mind
DE37
(4 Wo.)DE
UK5
(11 Wo.)UK
US94
(1 Wo.)US
Hole In My Shoe
Heaven Is In Your Mind
DE21
(10 Wo.)DE
AT14
(4 Wo.)AT
UK2
(14 Wo.)UK
Here We Go Round The Mulberry Bush
UK8
(12 Wo.)UK
1968 No Face, No Name, No Number
Mr. Fantasy
UK40
(4 Wo.)UK
1970 Empty Pages
John Barleycorn Must Die
US74
(8 Wo.)US
1971 Gimme Some Lovin’-Pt. 1
Welcome To The Canteen
US68
(7 Wo.)US
1972 Rock & Roll Stew...Part 1
US93
(2 Wo.)US
1994 Here Comes a Man
Far from Home
DE87
(3 Wo.)DE
Some Kinda Woman
Far from Home
DE64
(10 Wo.)DE

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 693–695 – ISBN 0-312-02573-4
  • British Hit Singles. 13th Edition, London: Guinness World Records, 2001 – ISBN 0-85112-111-X
  • Whitburn, Joel: Joel Whitburn's Pop Annual 1955-1977, Menomonee Falls: Record Research, Inc., 1978 – Library of Congress Catalog Card Number 78–60196

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.allmusic.com/artist/traffic-mn0000012472/biography abgerufen am 20. Oktober 2019
  2. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US
  3. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US