Trafigura

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Trafigura Beheer B.V.
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Rechtsform Besloten Vennootschap (B.V.)
Gründung 1993
Sitz Amsterdam, NiederlandeNiederlande Niederlande
Leitung Jeremy Weir (CEO)[1]
Mitarbeiter 5.248[2]
Umsatz 97,2 Mrd. US-Dollar[2]
Branche Rohstoffhandel
Website www.trafigura.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
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Bergbautätigkeit (Trafigura Mining Group), Umzug nach Singapur
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Trafigura ist ein international tätiges niederländisches Rohstoffhandelsunternehmen mit Sitz in Amsterdam. Verwaltungssitz der Trafigura Group Pte. Ltd. ist Singapur. Sie wird von der Trafigura Beheer B.V. und der Farringford N.V. gehalten.

Das Unternehmen ist hauptsächlich im Handel mit Erdöl- und Erdölprodukten, erneuerbare Energien, Nichteisenmetalle, Erze und Konzentrate für die Industrie aktiv. Im globalen Handel mit Nichteisenmetallen positioniert sich Trafigura als zweitgrößtes und im Handel mit Erdöl als drittgrößtes unabhängiges Unternehmen.

Trafigura beschäftigt rund 1900 Mitarbeiter und verfügt über 67 Büros in 44 Ländern. Die Hauptstandorte befinden sich in Amsterdam sowie in London, Singapur und Genf. Trafigura wurde 1993 gegründet und befindet sich im Besitz der Gründungsaktionäre sowie des Managements.[3][4] Trafigura ist gemeinsam mit der angolanischen Sonangol Holdings Eigentümer der Puma Energy mit Sitz in Genf.[5][6]

Skandal um giftigen Müll[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 transportierte das Schiff Probo Koala 500 Tonnen Giftmüll in die Elfenbeinküste, um es dort zu entsorgen. Zehn Einwohner starben an den Folgen, Zehntausende mussten wegen Atemproblemen behandelt werden.[7] Nach einem Monat wurden die Chemikalien wieder abtransportiert und in Frankreich in einer Sondermüllanlage behandelt. Ein niederländisches Gericht befand das Unternehmen im Juli 2010 für schuldig, den giftigen Müll illegal von Amsterdam exportiert zu haben sowie den wahren Inhalt der Fracht verborgen zu haben.[8] Trafigura erklärte sich bereit, eine Entschädigung von 150 Millionen Euro zu zahlen.[9]

In dem am 25. September 2012 veröffentlichten Bericht "The Toxic Truth" forderten Greenpeace und Amnesty International Großbritannien auf, Ermittlungen gegen den Konzern in die Wege zu leiten.[10][11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leadership
  2. a b Geschäftsbericht 2015
  3. Trafigura – Key facts
  4. Trafigura – Medienmitteilung vom 31. März 2010
  5. Puma Energy. Ownership and shareholders, pumaenergy.com (abgerufen am 31. Dezember 2015)
  6. BP-Nachfolger heißt „Puma Energy“, Allgemeine Zeitung, 16. November 2010 (abgerufen am 31. Dezember 2015)
  7. David Leigh: How UK oil company Trafigura tried to cover up African pollution disaster. The Guardian. 16. September 2009. Abgerufen am 20. Dezember 2009: „Official local autopsy reports on 12 alleged victims appeared to show fatal levels of the poisonous gas hydrogen sulphide, one of the waste's lethal byproducts.“
  8. www.bbc.co.uk: Trafigura found guilty of exporting toxic waste (23 July 2010, Last updated at 14:19 GMT)
  9. Süddeutsche Zeitung, 10. Mai 1010
  10. afrika.info, 3. Oktober 2012
  11. Amnesty International and Greenpeace Netherlands: The Toxic Truth - About a company called Trafigura, a ship called the Probo Koala, and the dumping of toxic waste in Côte d’Ivoire. 1. Auflage. Amnesty International Publications, London 2012, ISBN 978-0-86210-478-8 (PDF).