Traminer

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Roter Traminer Traube

Traminer ist ein Sammelbegriff für Varianten einer Rebsorte, die entweder als Roter Traminer, gelbrötlicher Gewürztraminer oder als weißer Savagnin vorkommt, wird aber auch (vor allem außerhalb des deutschsprachigen Raumes) als Synonym für den Gewürztraminer benutzt.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Traminers ist umstritten. Molekularbiologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Rebsorte eine der mitteleuropäischen Ursorten ist. Die kaum 100 Jahre alten Wildreben aus Ketsch stehen nahe am Genotyp des Traminer, Cot Malbec und Pinot mit Einsprengseln von Gutedel und Kleinberger. Einige der wichtigsten europäischen Sorten, wie Riesling und Sauvignon entstanden aus Kreuzungen mit einem Urtyp des Traminer. Auch der vor allem in Österreich angebaute Grüne Veltliner ist eine Kreuzung mit Traminer als Muttersorte. Der Ampelograph Pierre Galet behauptete ferner, dass Savagnin und Traminer identisch sind, was mittlerweile bewiesen ist.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blätter der Pflanzen sind klein und rundlich. Die Trauben sind klein bis mittelgroß und dicht gepackt. Die ovalen Beeren haben dicke Schalen. Die Rebsorte ist sehr anspruchsvoll, was Boden und Lage betrifft, aber kalkverträglich und wenig frostempfindlich.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensgeber ist Tramin in Südtirol, wo sowohl weiße als auch rote Weine seit dem Jahr 1000 mit diesem Namen urkundlich erwähnt wurden. Das bedeutendste Anbaugebiet ist heutzutage Elsass. In Deutschland wird Traminer hauptsächlich in Baden, in der Pfalz und in Sachsen angebaut. In Österreich ist Klöch (Südoststeiermark) aufgrund einer geologischen Anomalie eine Traminerhochburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]