Transcendence (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Transcendence
Originaltitel Transcendence
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Wally Pfister
Drehbuch Jack Paglen
Produktion Broderick Johnson
Andrew A. Kosove
Kate Cohen
Marisa Polvino
Annie Marter
David Valdes
Aaron Ryder
Musik Mychael Danna
Kamera Jess Hall
Schnitt David Rosenbloom
Besetzung

Transcendence ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Thriller von Wally Pfister aus dem Jahr 2014 mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Für Pfister, der für seine Arbeit als Kameramann bekannt ist, ist die Produktion sein Regiedebüt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dr. Will Caster ist ein durch die Neugier auf die Natur des Universums motivierter Wissenschaftler. Als Teil eines Teams arbeitet er daran, einen menschenähnlich denkbefähigten Computer zu erschaffen. Dabei wird er von seiner Frau Evelyn unterstützt, die er zutiefst liebt. Um ihren Garten baut er mit Kupfermaschendraht einen faradayschen Käfig, sodass er gegenüber elektromagnetischer Strahlung abgesichert ist und einen elektrosmogfreien Raum darstellt.

Bei einem Vortrag prognostiziert er, dass ein mit KI ausgestatteter Computer eine technologische Singularität erstellt oder – wie er es nennt – eine „Transzendenz“. Jedoch verübt die Gruppe „Revolutionäre Unabhängigkeit von Technologie“ (R.I.F.T.), die sich gegen die rasante Fortentwicklung der Technik wehrt, in wichtigen KI-Forschungslaboren gleichzeitige tödliche Anschläge auf die Labore und führende Wissenschaftler. Auch Will wird mit einer Pistole niedergeschossen. Zuerst sieht es so aus, als sei er nur geringfügig verletzt, doch dann stellt man fest, dass die Kugel mit radioaktivem Polonium versetzt war, der zum unweigerlichen Tod durch Strahlenkrankheit führen wird. Der Arzt prognostiziert seinen Tod in vier Wochen.

Ein Forscher hat noch vor seinem Tod dem FBI, das mit Will kooperiert, Dokumente über eine neue Methode zukommen lassen, mit deren Hilfe die KI auch Emotionen erhält. Dabei wird kein virtuelles Gehirn entwickelt, sondern das eines bestehenden Lebewesens – in den Versuchen ein Affe – kopiert.

In ihrer Verzweiflung kommt Evelyn die Idee, Wills Bewusstsein in den für die Simulation zuständigen Quantencomputer der Forschungseinrichtung hochzuladen, den das Projekt entwickelt hat. Sein bester Freund Max Waters, ebenfalls Forscher, ist skeptisch. Evelyn kann ihn überreden, und gemeinsam erstellen sie einen Apparat, in den sie Wills Geistesinhalt kopieren. Nachdem Wills Körper gestorben ist, erwacht sein Geist im Computer und fordert nach kurzer Konversation eine Internetverbindung und mehr Rechenleistung. Max versucht, Evelyn klarzumachen, dass sie nicht wissen, womit sie es zu tun haben. Er zweifelt, dass diese Maschine eine hundertprozentige Kopie von Wills Bewusstsein ist, und spricht sich vehement dagegen aus, die Maschine zu unterstützen. Evelyn hingegen zwingt Max, das Gebäude zu verlassen, und verbindet die Computerintelligenz via Satellit mit dem Internet.

Max wird daraufhin von Bree kontaktiert, der Anführerin der R.I.F.T.-Gruppe. Als er sich weigert, zu kooperieren, wird er von der Organisation gefangen genommen. Schließlich kann Bree ihn überreden, sich ihnen anzuschließen.

Will generiert in seiner virtuellen Form binnen eines Tages ein Millionenvermögen durch Börsentransaktionen. Evelyn kauft damit sämtliche Grundstücke und Häuser einer entlegenen, heruntergekommen Wüstenstadt namens Brightwood. Hier erschafft Will kraft seiner durch die größere Leistung gewachsenen Intelligenz innerhalb von zwei Jahren eine technologische Zentrale, in der er die Entwicklung bahnbrechender Technologien in den Bereichen Medizin, Energiegewinnung, Biologie und Nanotechnologie vorantreibt und erfolgreich beendet. Will hilft einigen Menschen, ihre Krankheiten und Behinderungen mit Hilfe von Nanorobotern zu heilen. So gibt er einem Blinden sein Augenlicht zurück und heilt die Wunden eines Schwerverletzten innerhalb von Sekunden. Die Nanoroboter, welche die Heilung durchführen, verbleiben in den Patienten, so dass er sie dadurch fernsteuern oder durch sie mit Evelyn sprechen kann. Evelyn bekommt Angst, als sie das sieht.

Der FBI-Agent Donald Buchanan bereitet sich unterdessen mit Hilfe der Regierung und des Wissenschaftlers Joseph Tagger darauf vor, die Ausbreitung der technologischen Singularität zu stoppen. Max entwickelt dafür ein Virus, das Will töten soll. Die notwendige Nebenwirkung wäre, sämtliche Computersysteme weltweit zu vernichten, weil Will sich auf alle Computer der Welt kopiert hat. Josef überredet Evelyn, Will zu verlassen. Sie lässt sich von Max das Virus injizieren und will sich von Will in den Computer hochladen lassen, um so das Virus zu verbreiten.

Als Evelyn zu Will zurückkehrt, wird sie von dessen organischem Körper begrüßt, den er neu geschaffen hat. Er erkennt, dass sie ihn vernichten will. Das FBI und die Aktivisten der R.I.F.T. greifen die Basis mit Mörsern an, wobei Evelyn schwer verwundet wird. Will hat die Wahl, ihren Körper zu retten bzw. ihren Geist genauso wie seinen in die Computer zu laden, was ihn mit dem Virus infizieren würde, oder seinen Plan fortzusetzen. Er entscheidet sich für ersteres und wird somit infiziert. Das Virus greift nun sowohl ihn als auch Evelyns Zellen an. Will eröffnet Evelyn, dass er dies alles nur für sie getan habe: Evelyns Vision war es, den Planeten zu retten und die Geheimnisse des Universums zu erforschen. Will wollte dies mit Nanopartikeln realisieren, die bereits dabei sind, sich auf der gesamten Erde zu verteilen. Es wird klar, dass die Angreifer mit ihrer Annahme, Will wolle sich zum Weltherrscher aufschwingen, falsch lagen. Dann tötet das Virus sowohl Will als auch Evelyn, und der globale technologische Kollaps folgt, da sämtliche Computer der Welt von dem Virus zerstört werden. Zudem werden alle Nanopartikel vernichtet, die eigentlich das Wasser und die Luft reinigen und Wälder nachwachsen lassen sollten.

Drei Jahre später bemerkt Max in Wills und Evelyns Garten in ihrer alten Heimat in Berkeley, dass die Sonnenblumen die einzigen blühenden Pflanzen darin sind. Bei näherer Betrachtung bemerkt er, dass ein von einem Blütenblatt fallender Wassertropfen sofort eine Pfütze Öl reinigt. Er erkennt, dass der Faraday-Käfig auch eine Probe von Wills Nanorobotern geschützt hat.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produzentin Annie Marter präsentierte und verkaufte das Drehbuch von Jack Paglen an die Produktionsfirma Straight Up Films. Im März 2012 erwarb Alcon Entertainment das Projekt, finanzierte und produzierte den Film gemeinsam mit Straight Up Films und der chinesischen Firma DMG Entertainment.[3]

Im Juni 2012 traten Christopher Nolan, für den Pfister schon als Kameramann arbeitete, und seine Produzentpartnerin Emma Thomas dem Projekt als Executive Producer bei. Im Oktober wurde Johnny Depp für die Hauptrolle als Dr. Will Caster gecastet. Dem Hollywood Reporter zufolge erhielt Depp für die Rolle eine Gage von 20 Millionen US-Dollar, 15 Prozent des gesamten Budgets.[4] Im Frühjahr 2013 wurden Rebecca Hall, Paul Bettany, Kate Mara und Morgan Freeman in die Besetzung mit aufgenommen. Die Dreharbeiten begannen im Juni 2013.

Wally Pfister entschied sich für ein anamorphes Format, auf 35-mm-Film. Der Film durchläuft eine traditionelle fotochemische Nachbearbeitung, anstatt einer digitalen Zwischenbearbeitung.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Transcendence sollte ursprünglich am 25. April 2014 in den US-amerikanischen Kinos anlaufen, wurde dann aber um eine Woche auf den 18. April 2014 vorgezogen. In Deutschland ist der Film am 24. April 2014 in die Kinos gekommen. Der Film wird in den Vereinigten Staaten von Warner Bros. und in anderen Regionen, außer China und Großbritannien, von Summit Entertainment veröffentlicht. DMG Entertainment wird den Film in China veröffentlichen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt größtenteils durchschnittliche bis schlechte Kritiken. Bei Rotten Tomatoes wird der Film mit einer auf 205 basierenden Rezensionen Durchschnittswertung von lediglich 20 % bewertet.[5] In der IMDb hält er eine Wertung von 6,3 von 10 Punkten.

Der Guardian berichtete über die frühe Pressereaktion zu Transcendence: „Die Kritiker bemängeln, der Film versuche zwischen Mainstream- und Thesenfilm zu balancieren, scheitert aber an beiden Fronten,“[6] und auf Indiewire war zusammenfassend zu lesen: „Die Presse kritisiert ‚Transcendence‘ größtenteils für seine Ideenarmut.“[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Transcendence. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, April 2014 (PDF; Prüf­nummer: 144 462 K).
  2. Alterskennzeichnung für Transcendence. Jugendmedien­kommission.
  3. Patrick Brzeski: Johnny Depp’s ‘Transcendence’ Scores China Partner DMG Entertainment, The Hollywood Reporter, 10. Juli 2013
  4. Tatiana Siegel, Borys Kit: Johnny Depp in Talks for ‘Transcendence’ for Wally Pfister, Alcon, The Hollywood Reporter, 24. Oktober 2012
  5. Transcendence. In: rottentomatoes.com. Rotten Tomatoes. Abgerufen am 18. April 2014.
  6. Ben Child: Transcendence: 2014's most unexpected turkey?. In: The Guardian, 18. April 2014. 
  7. Sam Adams: Mainframes and Hallways: The Endless Corridors of 'Transcendence'. In: Indiewire, 17. April 2014. Abgerufen am 18. April 2014.