Transition Management

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Transition Management bezeichnet im übergeordneten Sinne den geplanten und kontrollierten Übergang von einem funktionalen System zu einem anderen. Im Deutschen wird der Begriff Transition Management hauptsächlich in Bezug auf drei vollkommen unterschiedliche Themenfelder verwendet: im Bankwesen, in der Informationstechnologie und in der Unternehmensführung.

Transition Management im Bankwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Transition Management im Bankwesen bezeichnet den Prozess der Verwaltung eines Wandels – also einer Transition – in den Kapitalanlagen eines Investors. Transition Management bezieht sich typischerweise auf große, institutionelle Investoren oder Investorengruppen mit umfangreichen Anlageeinsätzen, die zum Vorteil der Begünstigten verwaltet werden.

Es gibt zahlreiche Anlässe, welche dazu führen, dass ein Portfolio überführt oder verändert werden muss. Dazu gehören

  1. Fusionen und Akquisitionen
  2. eine veränderte Investitionsstrategie des Investors / der Investoren
  3. Änderungen in der Haftpflicht / dem Haftprofil
  4. eine veränderte Asset-Mischung
  5. Veränderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen etc.

Um Transitionen durchzuführen, müssen bestimmte Anlagen verschoben, verkauft und/oder gekauft werden. Die Werte, welche in diese Änderungsprozesse involviert sind, sind meist erheblich und jegliche Ersparnisse (selbst um einige Basispunkte [ein Basispunkt = 0,0001]) können dem Investor / den Investoren Millionen sparen. Folgerichtig kann jede unnötige Ausgabe in erheblichen Verlusten resultieren.

Es gibt etliche Interessensvertreter, die in den Transitionsprozess involviert sind: Treuhänderausschuss, Berater, Versicherungsfachleute, Investitionsmanager, Depotbanken, Börsenmakler etc. Um eine glatte Transition zu gewährleisten, ist es von essentieller Bedeutung, deren individuelle Anstrengungen effektiv zu koordinieren. Da dies eine mühsame und zeitintensive Aufgabe ist, nehmen Investoren hierfür meist die Dienste eines Transition Managers in Anspruch. Ein weiterer Aspekt, der für die Inanspruchnahme eines Transition Managers spricht, ist die Tatsache, dass dieser normalerweise eine Transition des Wertpapierbestandes zu niedrigeren Kosten durchführen kann, als die Investoren selbst.

Transition Management in der Informationstechnologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Transition Management in der Informationstechnologie bezeichnet den kontrollierten und reibungslosen Umzug bzw. Übergang eines IT-Systems von einer IT-Landschaft in eine andere.

Auch hierfür gibt es vielfältige Auslöser:

  1. die Ausgliederung von Unternehmen und Unternehmensteilen
  2. die Eingliederung von Unternehmen und Unternehmensteilen
  3. die Einführung neuer IT-Services
  4. die Änderung bestehender IT-Services etc.

Größere Veränderungen der IT-Landschaft bedingen eine entsprechende Planung, um das Risiko für die laufende Prozesslandschaft so gering wie möglich zu halten. Hierfür bedienen sich Unternehmen und Institutionen meist eines professionellen Transition Managers. Er und sein Team führen zunächst eine Risikoanalyse durch, erledigen Genehmigungsverfahren und legen Planungs-, Aufbau-, Test- und Implementierungs-Meilensteine fest. Die Reihenfolge der einzelnen Schritte wird geplant und kommuniziert, eventuelle Überschneidungen mit weiteren Änderungen evaluiert und bei Bedarf konsolidiert. Dem Transition Manager und dessen Mitarbeitern obliegt die Koordination der Durchführung sowie die Abnahme der erfolgten Änderungen. Das Transition Management ist abgeschlossen, sobald sämtliche Prozesse der neuen IT-Landschaft reibungslos laufen und alle Mitarbeiter der betroffenen Organisation diese bedienen bzw. anwenden können.

Transition Management in der Unternehmensführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Transition Management in der Unternehmensführung bezeichnet den gezielt geplanten Prozess, durch den ein in Schieflage geratenes oder auf einzelne Bereiche bezogen optimierungsbedürftiges Unternehmen in einen neueren, besseren Zustand geführt wird. Das Business Dictionary definiert den Begriff wie folgt: „systematic planning, implementing, and monitoring change in an organization“.[1]

Die Transition umfasst im Besonderen:

  1. Restrukturierung / Sanierung / Turn-Around
  2. die temporäre Übernahme von Geschäftsführung, Vorstand oder Gremiensitzen
  3. das Auflösen „vermanagter“ Situationen
  4. das Annehmen unternehmerischer Herausforderungen
  5. das Lösen sehr spezieller Problemstellungen etc.

Der Transition Manager ist meist ein Manager auf Zeit, der von Außen kommend eine verantwortliche Position im Unternehmen einnimmt. Er oder sie leitet die gewünschten bzw. notwendigen Veränderungen konzeptionell ein und setzt diese um, bis die vorab vereinbarten Ziele erreicht sind.

Anders als im Interim Management wird im Transition Management nicht nach Mann-Tagessätzen abgerechnet. Der Transition Manager erhält ein fixes Monatsgehalt zuzüglich einer erfolgsabhängigen Variablen, die sich nach den vereinbarten Meilensteinen richtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Business Dictionary, Stichwort „Transition Management“