Transketolase-like-1

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Transketolase-like protein 1
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 596 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur Homodimer
Kofaktor Calcium, Thiaminpyrophosphat
Isoformen >3
Bezeichner
Gen-Namen TKTL1 ; TKT2
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie 2.2.1.1Transferase
Reaktionsart Transfer einer Ketolgruppe
Substrat Xylulose-5-phosphat + D-Ribose-5-phosphat
Produkte D-Glycerinaldehyd-3-phosphat + Sedoheptulose-7-phosphat
Vorkommen
Homologie-Familie Transketolase
Übergeordnetes Taxon Chordatiere

Transketolase-like-1 (TKTL1) ist ein der Transketolase verwandtes Enzym und katalysiert dieselben Reaktionen wie diese. Während Transketolasen in vielen Lebewesen gebildet werden, hat sich dieses Enzym erst in Säugetieren entwickelt. Es gibt mindestens drei Isoformen der TKTL1 beim Menschen, die jeweils in verschiedenen Gewebetypen lokalisiert sind, nämlich Herz, Gehirn, Lunge, Nieren, Plazenta, Muskeln und Pankreas. Außerdem findet sich das Enzym bei verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen, Diabetes mellitus und einigen Krebserkrankungen. Besonders bei schnell wachsenden, bösartigen Tumorzellen ist es für deren biochemische Eigenschaft verantwortlich, auch bei genügender Sauerstoffversorgung einen anaeroben Stoffwechselweg einzuschlagen; das TKTL1 kann somit die sogenannte Glucosevergärung bei Tumorzellen erklären (Warburg-Effekt).[1][2]

Ebenso wird die Überexpression von TKTL1-Protein in einigen Tumorarten als ein potentieller Marker für den klinischen Verlauf oder ein mögliches Angriffsziel in der Tumortherapie diskutiert.[3] Immerhin konnten experimentell die mRNA-Transkripte des TKTL1 in einer Zellkultur humaner Hepatomzellen (HepG2) mit iRNA inhibiert werden.[4] Auch als Tumormarker im klinischen Verlauf einiger Krebsarten könnte das TKTL1 eine Rolle spielen, so möglicherweise auch bei Kehlkopfkrebs.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. F. Coy, D. Dressler, J. Wilde, P. Schubert: Mutations in the transketolase-like gene TKTL1: clinical implications for neurodegenerative diseases, diabetes and cancer. In: Clin Lab. 51(5-6), 2005, S. 257–273. PMID 15991799.
  2. UniProt P51854
  3. M. Foldi, E. Stickeler, L. Bau, O. Kretz, D. Watermann, G. Gitsch, G. Kayser, A. Zur Hausen, J. F. Coy: Transketolase protein TKTL1 overexpression: A potential biomarker and therapeutic target in breast cancer. In: Oncol Rep. 17(4), 2007, S. 841–845. PMID 17342325
  4. S. Zhang, J. H. Yang, C. K. Guo, P. C. Cai: Gene silencing of TKTL1 by RNAi inhibits cell proliferation in human hepatoma cells. In: Cancer Letters. 253(1), 2007, S. 108–114. PMID 17321041
  5. H. U. Volker, M. Scheich, B. Schmausser, U. Kammerer, M. Eck: Overexpression of transketolase TKTL1 is associated with shorter survival in laryngeal squamous cell carcinomas. In: Eur Arch Otorhinolaryngol. 2007. PMID 17639446

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikibooks: Hexosemonophosphatweg – Lern- und Lehrmaterialien