Transports Régionaux Neuchâtelois

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Transports Régionaux Neuchâtelois
TRN Logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz La Chaux-de-Fonds
Mitarbeiter 180
Umsatz 33,1dep1
Linien
Spurweite 1000 und 1435 mm
Eisenbahn 3
Bus 16
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 1 normalspurig
Triebwagen 6 normalspurig
7 meterspurig
Trolleybusse 9 Gelenkwagen
3 Solowagen
Busse 14 Gelenkbusse
26 Solobusse
6 Midibusse
6 Minibusse
Statistik
Fahrgäste 3 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 10,5 Mio. km pro Jahr
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 34 km
Buslinien 167 km

Die Transports Régionaux Neuchâtelois (TRN) – im Handelsregister als TRN SA eintragen – waren ein Regionalverkehrsunternehmen mit Sitz in La Chaux-de-Fonds, im Schweizer Kanton Neuenburg. Der Name wurde schon davor für die Bezeichnung der Betriebsgemeinschaft verwendet. Am 23. Mai 2012 hat das Unternehmen mit den Transports en commun de Neuchâtel et environs (TN) fusioniert und firmiert heute als Transports Publics Neuchâtelois unter dem Logo transN und mit der amtlichen Abkürzung TRN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen TRN entstand 1999 durch die Fusion von drei bereits in Betriebsgemeinschaft stehenden Unternehmen, an denen der Kanton wesentliche Aktienanteile hielt. Rückwirkend per 1. Januar 1999 wurden die Bahnunternehmen «Compagnie des Chemins de fer des Montagnes Neuchâteloises» (CMN) und «Compagnie du Chemin de fer Régional du Val-de-Travers» (RVT), sowie das Busunternehmen «Compagnie des Transports du Val-de-Ruz» (VR) zusammengeschlossen. Diese Unternehmen traten seit 1987 unter dem gemeinsamen Namen Transports Régionaux Neuchâtelois auf[1]. 2005 wurde auch der Stadtbusbetrieb von La Chaux-de-Fonds, die «Compagnie des Transports en commun, La Chaux-de-Fonds» (TC) in die TRN einfusioniert, die ihrerseits per 1. Januar 1998 den Stadtbusbetrieb von Le Locle «Autobus Le Locle (A.L.L.)» übernommen hatte.[2][3]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnbetrieb der TRN geht auf ursprünglich drei Bahngesellschaften mit jeweils einer eigenen Stammstrecke zurück. Die äusserst heterogenen Strecken messen addiert 34,06 km, davon 13,59 km in Normalspur und 20,47 km in Meterspur.

Normalspur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trans N Regionalexpress nach Le Locle in La Chaux-de-Fonds
Chemin de fer Régional du Val-de-Travers (RVT)
1435 mm 15 kV 16,7 Hz AC 11,98 km Travers–Fleurier–Buttes
1435 mm 15 kV 16,7 Hz AC
(bis 2001)
1,61 km Fleurier–St-Sulpice
(2012 an VVT übertragen)

In St-Sulpice haben die Dampffreunde des Vereins Vapeur Val-de-Travers (VVT) ihre Heimat, im Sommer werden an einem Wochenende im Monat auf der Stichstrecke nach Fleurier und weiter Dampffahrten angeboten. Der VVT hat 2012 Konzession und Strecke Fleurier–St-Sulpice von der TRN übernommen.[4]

Meterspur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chemins de fer des Montagnes Neuchâteloises (CMN)
1000 mm 1500 V DC 4,24 km Le Locle–Les Brenets
1000 mm 1500 V DC 16,23 km La Chaux-de-Fonds–Les Ponts-de-Martel

Der Austausch von Triebfahrzeugen ist üblich. Auch der Übergang auf das Netz der CJ ist möglich und wird vor allem mit dem Aussichtsteuerwagen (Ast 21) häufig gemacht.

Busbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mercedes-Benz Gelenkbus im Jahre 2000 in Neuchâtel

Der Geschäftsbereich Bus der TRN umfasst

  • den Überlandbetrieb der ehemaligen Compagnie des Transports du Val-de-Ruz (VR);
  • den Stadtbusbetrieb der 2005 integrierten Compagnie des Transports en commun, La Chaux-de-Fonds (TC) einschliesslich der Trolleybus La Chaux-de-Fonds;
  • den Stadtbusbetrieb Le Locle (vormals TC, ehemals ALL) und
  • den Busbetrieb Val de Travers (vormals RVT).

Vorgängerbetriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die VR betrieben von 1903 bis 1948 die Strassenbahn Les Hauts-Geneveys–Villiers, ein 8,2 Kilometer langes, meterspuriges Überlandtram im namengebenden Val de Ruz. Diese Trambahn wurde nach ihrer Einstellung durch den Trolleybus Val de Ruz ersetzt, dieser Überlandbetrieb bestand bis 1984. Damals wurde aus der VR ein reiner Dieselbusbetrieb.

1897 nahm das «Tramway de La Chaux-de-Fonds» (TC) seinen Betrieb auf. Das Tramnetz in La Chaux-de-Fonds kam auf eine maximale Ausdehnung von gut fünf Kilometern. Als das Tram 1950 eingestellt wurde, wurde die TC ein Trolleybus- und Autobusunternehmen. Anders als bei der VR konnte sich der Trolleybus halten; betrieben werden drei Trolleybuslinien.

Fahrzeugpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der verschiedenen Spurweiten ist das Rollmaterial nicht untereinander austauschbar.

Normalspur (ex RVT)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitpunkt der Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Fusion 1999 waren von den Triebwagen 101–107 der ehemaligen RVT noch die Nummern 101, 102, 105, 106 und 107 im Bestand. Triebwagen 103 und 104 waren bereits verkauft, wobei im neuen Nummernraster (neu 311–317), die Nummer 313 an einen gebraucht erworbenen Triebwagen vergeben wurde.

  • ABDe 537 311–312 (1944)
    ex ABDe 2/4 101–102, ex BCFe 2/4. 101 ausrangiert (2006), 102 historisches Fahrzeug
  • EAV-Triebwagen (1965)
    ex ABDe 4/4 103, 1983 an MO verkauft
  • ABDe 537 313 (1946) «Blauer Pfeil»
    Übernahme 1995, ex BN ABDe 4/8 743. Ausrangiert (2005), an Unternehmen in St. Sulpice abgegeben
  • RBDe 567 315 (1983), 316 (1985), 317 (1991) «Privatbahn-NPZ»
    ehemalige Nummern 105–107, Nummer 104 an GFM verkauft (1991)

Mutationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Fusion wurden für die Strecke (Neuchâtel-)Travers–Fleurier–Buttes neue Triebzüge beschafft. Diese Triebzüge verkehren in der Regel abwechslungsweise mit Pendelzügen der SBB durchgehend von Neuchâtel nach Buttes.

  • RABe 527 321–322 (2002–2003) «NINA» (baugleich BLS)
    2008 und 2009 an BLS verkauft (525 037 und 038)
  • RABe 527 331 (2007) «FLIRT» (baugleich SOB)
  • RABe 527 332–333 (2009) «FLIRT», Ende 2007 bestellt

Meterspur (ex CMN, PSC und RdB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige wie auch der aktuelle Fahrzeugpark der Meterspur Bahnstrecken Ponts–Sagne–Chaux-de-Fonds und Locle–Les Brenets ist typisch für eine mit geringen finanziellen Mitteln agierende schweizerische Schmalspur-Bahngesellschaft. Aus Kosten- und Termingründen mussten bei der Elektrifikation im Jahre 1950 Trieb- und Steuerwagen in Italien beschafft werden, was keine Nachteile zeigte. Nach einer grundlegenden Modernisierung bewältigen diese Fahrzeuge noch heute den Verkehr auf der Strecke Le Locle–Les Brenets.

Bemerkenswert ist, dass zwei von drei Dampflokomotiven sowie zwei Reisezugwagen des Régional des Brenets erhalten geblieben sind, die in Les Brenets bzw. in Chaulin bei der Museumsbahn Blonay-Chamby im Dornröschenschlaf verharren.

Historische Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Normalspur RVT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Ablieferung Baujahr Hersteller Eigentümer Heute Standort Bemerkung
Eigentümer Beschrieb Bezeichnung Nummer
RVT Dieseltriebwagen ABm 2/5 9 1914 BBC / Rastatt / Sulzer Verkehrshaus
RVT Triebwagen ABDe 2/4 102 1945 SWS / BBC Fleurier 1)

1) ex BCFe 2/4 102. Betriebsfähig. Wird durch den Verein RVT-Historique unterhalten und betrieben.

Meterspur RdB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Ablieferung Baujahr Hersteller Eigentümer Heute Standort Bemerkung
Eigentümer Beschrieb Bezeichnung Nummer
RdB Dampflokomotive G 3/3 1 1890 SLM BC Chaulin, Museum „Le Doubs“ 1)
RdB Dampflokomotive G 3/3 2 1890 SLM Les Brenets „Le Père Frédéric“ 1), 2)
RdB Personenwagen BC 11 1890 SIG BC Chaulin, Museum 1) 3)
RdB Personenwagen CF 21 1890 SIG BC Chaulin, Museum 1)

1) Nicht betriebsfähig. Eigentum der Museumsbahn Blonay–Chamby

2) Nicht betriebsfähig. In einem Mausoleum in der Nähe des Bahnhofes Les Brenets eingestellt.

3) In älteren Dokumentationen auch als BC 2 bezeichnet.

Strassenfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trolleybus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Autobuspark lässt sich in folgende Hauptserien einteilen:

  • Mercedes-Benz Citaro (Nr. 211–218, 231, 232; 2000–2002)
  • Mercedes-Benz Citaro G (Nr. 221–228, 241–244; 2000–2003)
  • Mercedes-Benz Sprinter 416CDI (Nr. 21/22; 2005)
  • Solaris Urbino 18 (Nr. 261, 262; 2004)
  • Volvo 8700LE (Nr. 251–254, 271–273; 2003–2006)
  • Volvo/Alfabusz B7RLE (Nr. 291–294; 2008/09)
  • Volvo/Berkhof B6B (Nr. 191–193, 1996)
  • Volvo/Berkhof B10B (Nr. 92–94, 201, 202; 1997–1998)

Ausserdem sind noch einige Einzelgänger älterer Bauarten (NAW, Sprinter 312D, Volvo/Lauber B10R) im Einsatz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean-Philippe Coppex, Die Schweizer Überlandtrolleybusse, (Zweisprachig: Französisch und Deutsch), Verlag Endstation Ostring, Genf 2008, ISBN 978-3-9522545-3-0
  • Sébastien Jacobi: Centenaire des Chemins de fer des Montagnes neuchâteloises. Ohne Verlag, La Chaux-de-Fonds 1990
  • Einzelnachweise
  1. Geschäftsberichte 1987 von RVT, CMN, VR und TC
  2. Geschichte des Unternehmens TRN auf dessen Homepage (Memento des Originals vom 3. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.trn.ch
  3. Handelsregistereintrag des Unternehmens ALL
  4. Pressemitteilung des Bundesrats

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Transports Régionaux Neuchâtelois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien