Trascău-Gebirge

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Trascău-Gebirge
Das Trascău-Gebirge in Rumänien

Das Trascău-Gebirge in Rumänien

Im Trascău-Gebirge

Im Trascău-Gebirge

Höchster Gipfel Dâmbău (1369 m)
Lage Rumänien
Teil des Apuseni-Gebirges (Westkarpaten)
Koordinaten 46° 20′ N, 23° 30′ OKoordinaten: 46° 20′ N, 23° 30′ O
p5
Schlucht Cheile Turzii
Burg Colțești (Trascău)

Das Trascău-Gebirge (rumänisch Munții Trascăului; ungarisch Torockói-hegység) ist ein Gebirgszug im Westen Siebenbürgens und östlichster Bestandteil des Apuseni-Gebirges in Rumänien.

Es erstreckt sich in einer Länge von etwa 60 Kilometer vorwiegend in Nord-Süd-Richtung westlich der Städte Turda, Aiud und Alba Iulia.

Das Gebirge wird begrenzt

Das Trascău-Gebirge liegt in den Kreisen Cluj und Alba. Der Name leitet sich von der Ortschaft Trascău (heute Rimetea) ab.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Trascău-Gebirge besteht hauptsächlich aus Kalkstein und ferner aus Sandstein, Konglomeraten und Kristallingesteinen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gebirgszug hat eine durchschnittliche Höhe von etwa 1000 Metern, wird aber mehrfach in west-östlicher Richtung von Bächen und Flüssen unterbrochen, die letztlich in den Mureș münden. An diesen Durchbruchsstellen liegen eindrucksvolle Klammen und Schluchten, deren Entstehung durch den hohen Anteil von Kalkstein begünstigt wurde. Der Westteil des Gebirges ist geprägt durch zum Teil bewaldete, überwiegend jedoch durch Wiesen bedeckte Höhenrücken. Höchste Erhebung ist der 1369 m hohe Dâmbău bei Zlatna.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Siedlungen im Inneren des Gebirges sind von rumänischen Bergbauern - in dieser Region Motzen genannt - bewohnt. Charakteristisch für das Siedlungsgebiet der Motzen sind Holzhäuser mit steilen Strohdächern. Diese strohgedeckten Häuser werden heute nahezu ausschließlich als Wirtschaftsgebäude genutzt.

In größeren Orten am Rand des Gebirges leben zahlreiche Ungarn. Die früher in den Städten und Bergbaudörfern stark vertretene deutsche Minderheit wurde bereits vor mehreren Jahrhunderten assimiliert.

Aufgrund des auch für rumänische Verhältnisse niedrigen Lebensstandards sind insbesondere die Bergsiedlungen von einer Abwanderung vorzugsweise junger Menschen betroffen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Trascău-Gebirge ist geprägt von Acker- und stärker noch von Weidewirtschaft. Dabei produzieren die Bewohner nahezu ausschließlich für den Eigenbedarf oder für den Kleinhandel. Der in vergangenen Jahrhunderten betriebene Bergbau ist fast vollständig verschwunden. Industrie gibt es praktisch keine.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ostrand des Gebirges verlaufen die Haupt-Eisenbahnstrecken Alba Iulia–Târgu Mureș und Arad–Alba Iulia. Im Süden führt eine Nebenbahn von Alba Iulia nach Zlatna. Die Schmalspurbahn von Turda nach Abrud wurde Ende der 1990er Jahre stillgelegt.

Die größeren Ortschaften in den Gebirgstälern sind mit Bussen erreichbar. In zahlreiche kleinere Siedlungen führen nur unbefestigte Fahrstraßen, in einige kleinere, höher gelegene Bergweiler nur Fußwege.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fremdenverkehr ist – gemessen an den landschaftlich-kulturell gegebenen Möglichkeiten – nur schwach entwickelt. Es gibt nur eine geringe Zahl an Unterkünften, meist in der Nähe der bekannten Talschluchten. Dagegen ist das Wanderwegenetz recht dicht. In den letzten Jahren nahm der Fremdenverkehr durch das Pilgerwesen – insbesondere in der Nähe der Klöster Râmeț und Sub Piatră – einen gewissen Aufschwung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erhebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende Erhebungen im Trascău-Gebirge sind:[1]

  • Dâmbău, 1369 m
  • Ardașcheia, 1250 m
  • Vârful Ugerului, 1244 m
  • Vârful Piatra Cetii, 1133 m
  • Piatra Secuiului, 1128 m
  • Piatra Craivei, 1078 m

Einige Ortschaften im Gebirge und in der Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trascău-Gebirge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gheorghe Măhăra; Ion Popescu-Argeșel: Munții Trascău, Imprimeria de Vest, Oradea, 1993, ISBN 973-96303-1-6. online bei albamont.ro (rumänisch; PDF; 690 kB)