Traumtagebuch

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Ein Traumtagebuch oder Traumprotokoll ist eine Aufzeichnung über Erinnerungen, die eine Person aus ihren Träumen in den Wachzustand mitbringt. Es findet Verwendung, um das eigene Traumbewusstsein zu stärken und zu trainieren.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufzeichnungsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Je nach Erfahrung im Führen eines Traumtagebuchs variiert die Form der Aufzeichnung von Erinnerungsfragmenten bis hin zu ausformulierten Erfahrungsberichten. Nicht nur Traumhandlung und Details der Traumlandschaft werden als wichtig erachtet, sondern auch die Stimmungen während des Traums sollten aufgezeichnet werden.

Zur Erinnerung an den Traum empfiehlt es sich, nach dem Aufwachen vorerst still liegenzubleiben und den Traum noch einmal im Kopf durchzugehen, da viele nach einer Bewegung einige Details vergessen. Danach sollte man laut einigen erfahrenen Klarträumern, da die Erinnerung an einen Traum nach dem Erwachen insbesondere bei unerfahrenen Träumern oft stark flüchtig ist, unmittelbar nach dem Erwachen lediglich Stichworte notieren oder ein Tonband bzw. einen MP3-Player mit Aufnahmefunktion benutzen. Durch die Aufzeichnung dieser Abstrakte wird eine spätere Rekonstruktion des Traums vereinfacht. Die Benutzung eines MP3-Players oder eines Diktiergerätes im Dunkeln bietet den Vorteil, für die Aufzeichnung des Traumes nicht gänzlich aufwachen zu müssen.

Das Datum und der Trauminhalt sind wichtige Bestandteile, die oft durch selbstgedeutete Symbolik oder andere Notizen ergänzt werden. Die Priorität liegt auf den Punkten, die von der träumenden Person als wichtig erachtet werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Engel: Traumnotate in Dichter-Tagebüchern (Bräker, Keller, Schnitzler). In: Bernard Dieterle, Manfred Engel (Hrsg.): Writing the Dream / Écrire le rêve (= Cultural Dream Studies 1). Königshausen & Neumann, Würzburg 2017, S. 211–238.
  • Ann Faraday: Deine Träume. Schlüssel zur Selbsterkenntnis. ISBN 3596233062
  • Christoph Gassmann: Träume erinnern und deuten. Düsseldorf 2004, ISBN 3-491-69807-3
  • Hans-Walter Schmidt-Hannisa: Zwischen Wissenschaft und Literatur. Zur Genealogie des Traumprotokolls. In: Michael Niehaus/ders. (Hg.): Das Protokoll. Eine Textsorte und ihre kulturellen Funktionen. Frankfurt a. M. 2005, S. 135–164.
  • Swami Sivananda Radha: Praxis des Traum-Yoga. Freiburg im Breisgau 1996