Bahnstrecke Traunstein–Garching

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Traunstein–Garching (Alz)
Bahnhof Hörpolding
Streckennummer:5730
Kursbuchstrecke (DB):947
Streckenlänge:33,881 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Höchstgeschwindigkeit:80 km/h
Strecke – geradeaus
von Salzburg Hbf
Bahnhof, Station
0,000 Traunstein 597 m
   
nach Ruhpolding
   
nach Rosenheim
Haltepunkt, Haltestelle
1,651 Traunstein Klinikum (seit 2016)
   
2,000 Traunstein Nord
   
2,700 Bad Empfing00 (bis 2016)
   
2,900 Anst Kreiller
   
3,700 Anst Stadt Traunstein
   
4,500 Anst Weiderting
Haltepunkt, Haltestelle
9,238 Matzing 563 m
Bahnhof, Station
13,204 Hörpolding 522 m
   
Traun
   
13,594 nach Traunreut
Haltepunkt, Haltestelle
16,091 Stein (Traun)
   
Traun
Haltepunkt, Haltestelle
18,138 Altenmarkt (Alz)
   
Traun
Bahnhof, Station
21,383 Trostberg 486 m
   
Alz
   
25,500 Anschluss Schalchen Degussa, Linde
Haltepunkt, Haltestelle
25,597 Schalchen
Haltepunkt, Haltestelle
27,828 Tacherting 476 m
Haltepunkt, Haltestelle
31,003 Wiesmühl (Alz)
   
von Freilassing
Bahnhof, Station
33,881 Garching (Alz) 460 m
   
Werksbahn AlzChem, nach Hart
Strecke – geradeaus
nach Mühldorf

Quellen: [1][2]

Die Bahnstrecke Traunstein–Garching ist eine Nebenbahn in Bayern. Sie verläuft von Traunstein und Trostberg nach Garching an der Alz.

Auf der Strecke verkehren Regionalbahnen der Südostbayernbahn (DB) unter der KBS 947[3] als Traun-Alz-Bahn. Regelmäßiger Güterverkehr erfolgt zwischen Traunstein und Hörpolding sowie Trostberg und Garching.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Streckenabschnitt Traunstein – Trostberg wurde am 31. August 1891 eröffnet. Am 14. November 1910 wurde die bisherige Stichbahn nach Trostberg mit der Strecke Mühldorf – Garching (Alz) verbunden und damit die durchgehende Verbindung Mühldorf – Traunstein geschaffen.

Die Bahnlinie diente hauptsächlich zur Anbindung der Großbetriebe im südlichen Raum des Bayerischen Chemiedreiecks in Trostberg, Tacherting und Garching an der Alz/Hart sowie des Anlagenbauers Linde AG.

Am 29. September 1988 stürzte der mit Altmetall beladene Waggon eines Rangiergespanns, das von Traunstein kommend führerlos nach Hörpolding rollte, in die Traun. Um das Gespann nicht aus dem für die Rangierarbeiten gesperrten Streckenblock fahren zu lassen, wurde es dort auf ein Stumpfgleis geleitet, an dessen Ende der voraus laufende Waggon den Prellbock und eine Betonmauer durchschlug und in den Fluss stürzte; die Lokomotive blieb an der Kante hängen.[4]

Es ist eine Beseitigung der Bahnübergänge in St. Georgen geplant.[5]

Im Zuge der Reaktivierung der Strecke Hörpolding – Traunreut verbinden seit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2006 werktags 15 und sonntags 10 Züge pro Tag Traunreut mit Traunstein über Hörpolding. Vorher wurde die Strecke umfassend für 5 Millionen Euro modernisiert, u. a. erhielt der Bahnhof Traunreut einen barrierefreien Bahnsteig, die bestehenden Bahnsteige in Hörpolding und Matzing eine Asphaltdecke.[6] Die Fahrzeit beträgt 23 Minuten. Die kostenfreie Fahrradmitnahme wird durch den Tourismusverband Chiemgau finanziert. Zum 11. September 2016 wurde der Haltepunkt Bad Empfing durch einen neuen Haltepunkt Traunstein Klinikum am Klinikum Traunstein ersetzt. Der Bau des Bahnsteigs nördlich des Bahnübergangs Wolkersdorfer Straße sowie eines bauzeitlichen Behelfsbahnsteigs auf der gegenüber liegenden Seite, die Anpassungsarbeiten an der Bahnübergangssicherungsanlage sowie der Rückbau des Bahnsteigs Bad Empfing kosteten 1,5 Millionen Euro.[7] Außerdem wurde der Bahnübergang Kotzinger Straße erneuert.[8]

Im Gegenzug wurde der Betrieb auf der Strecke zwischen Hörpolding und Trostberg von 2006 bis 2008 ausgedünnt. Zwischenzeitlich verkehrten zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 wieder fünf Zugpaare zwischen Mühldorf – Trostberg – Hörpolding (– Traunstein). Eine weitreichendere Ausweitung des Fahrplans auf diesem Abschnitt wurde aufgrund von Bedenken des Straßenbauamts bezüglich der Stauanfälligkeit eines Bahnübergangs der B 304 nicht realisiert. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 wurde der Betrieb wieder zurückgefahren. Zwischen Trostberg – Hörpolding (– Traunstein) verkehrten seitdem nur noch zwei Zugpaare. Mit dem ab 11. September 2016 gültigen Fahrplan verkehrten montags bis freitags vier Zugpaare durchgehend zwischen Hörpolding und Garching, sechs weitere ab/bis Trostberg, wochenends herrschte Betriebsruhe.[9]

Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Juni 2020 verkehren an allen Wochentagen stündlich Züge von Traunstein nach Hörpolding, dann abwechselnd zweistündlich nach Traunreut und Garching. Die Wochenendruhe wurde abgeschafft. Zubringerbusse sollen den Stundentakt in der Relation Traunreut–Traunstein erhalten.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armin Franzke: Die Traun-Alz-Bahn Traunstein – Garching a. d. Alz. Rückkehr des Schienenpersonenverkehrs nach Traunreut. Broschüre, 2006, ISBN 978-3-9809568-5-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DB Netze - Infrastrukturregister
  2. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  3. 29.09.1988 Zug stürzt in die Traun. Freiwillige Feuerwehr Traunreut, abgerufen am 18. Januar 2019.
  4. a b Bahnstrecke stärken. In: Traunsteiner Tagblatt. 20. Dezember 2018, abgerufen am 18. Januar 2019.
  5. Stationsdatenbank. In: bahnland-bayern.de. Abgerufen am 18. Januar 2019.
  6. Neuer Bahnhaltepunkt »Traunstein Klinikum« eingeweiht. In: Traunsteiner Tagblatt. 12. September 2016, abgerufen am 10. Januar 2018.
  7. Xaver Eichstädter: Traunstein-Traunreut: "Den Zug sollte man einfach einstampfen". In: chiemgau24.de. 7. Dezember 2016, abgerufen am 18. Januar 2019.
  8. Fahrpläne ab 11. September 2016: hin (Memento vom 20. Juli 2016 im Internet Archive) und zurück (Memento vom 20. Juli 2016 im Internet Archive), abgerufen jeweils am 31. August 2016