Traun (Alz)

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Traun
Die Traun in Traunstein

Die Traun in Traunstein

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1848
Lage Landkreis Traunstein (Bayern)
Flusssystem Donau
Abfluss über Alz → Inn → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung Zusammenfluss von Weißer und Roter Traun bei Siegsdorf
47° 49′ 58″ N, 12° 38′ 47″ O
Quellhöhe ca. 600 m
Mündung bei Altenmarkt an der Alz von rechts in die AlzKoordinaten: 48° 0′ 31″ N, 12° 32′ 11″ O
48° 0′ 31″ N, 12° 32′ 11″ O
Mündungshöhe 487 m
Höhenunterschied ca. 113 m
Sohlgefälle ca. 2,1 ‰
Länge 54,5 km[1] 
mit OL Fischbach und Weiße Traun
28,9 km[2] 
ab Zsfls. Weiße/Rote Traun
Einzugsgebiet 380,21 km²[1]
Abfluss am Pegel Stein[3]
AEo: 367 km²
Lage: 2,2 km oberhalb der Mündung
NNQ (02.11.1947)
MNQ 1926–2006
MQ 1926–2006
Mq 1926–2006
MHQ 1926–2006
HHQ (12.08.2002)
2,1 m³/s
4,04 m³/s
13 m³/s
35,4 l/(s km²)
178 m³/s
425 m³/s
Mittelstädte Traunstein, Traunreut

Die Traun ist ein auf dem Namensabschnitt etwa 29 km, auf dem an der Quelle des Fischbachs im nördlichsten Tirol beginnenden Hauptstrang über 54 km langer Fluss im oberbayerischen Landkreis Traunstein, der bei Altenmarkt an der Alz von rechts und Südsüdosten in die Alz mündet. Einen bedeutenderen Fluss gleichen Namens gibt es auch in Oberösterreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammenfluss von Weißer (links) und Roter Traun (rechts)

Die Traun entsteht durch den Zusammenfluss von Weißer und Roter Traun wenig nördlich von Siegsdorf. Ihre Namenszusätze haben die beiden Quellflüsse nach der Farbe ihres Wassers; die von Süden kommende, längere und deutlich einzugsgebietsreichere Weiße Traun entwässert eine bewaldete Region und führt deshalb sehr klares und helles Wasser, wogegen die Rote Traun mit ihrem rötlichen bis bräunlichen Wasser bei Inzell im Südosten ein Moorgebiet durchläuft.

Der nach der Vereinigung nur noch Traun genannte Fluss zieht von Siegsdorf in nördlicher bis nordnordwestlicher Richtung durch den Landkreis Traunstein. Er passiert dabei das zu Siegsdorf gehörende Traundorf und durchläuft dann die Kreisstadt Traunstein. Das zur Gemeinde Nußdorf im Chiemgau gehörige Aiging liegt wiederum nur am linken Ufer, das zur Stadt Traunreut gehörende Traunwalchen dagegen ebenso wie die weiter abwärts folgende Stadt selbst und dessen Ort Stein an der Traun danach am rechten. Beim auf dem Geländekeil zwischen den zwei Flüssen liegenden Altenmarkt an der Alz mündet die Traun schließlich 28,8 km unterhalb ihres Zusammenflusses und 54,5 km unterhalb der mündungsfernsten Quelle des Weiße-Traun-Oberlaufs Fischbach von rechts in die Alz.

Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Traun erstreckt sich im Süden entlang des Hauptstrang-Oberlaufs Fischbach der Weißen Traun noch ein Stück über die bayerische Grenze hinweg bis in die Waidringer Alpen im österreichischen Bundesland Tirol. Insgesamt umfasst es etwa 380,2 km². Im Westen verläuft die Wasserscheide gegen den Chiemsee-Zufluss Tiroler Achen und dessen Abfluss Alz, ihren eigenen Vorfluter. Im Osten konkurriert meist in größerer Entfernung die Salzach, im Südosten und Süden der Salzach-Zufluss Saalach. Alle Konkurrenten entwässern also letztlich auch in den Inn.

Der höchste Punkt im Einzugsgebiet liegt auf dem Gipfel des etwa 1961 m ü. NHN hohen Sonntagshorn an der deutsch-österreichischen Grenze.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weiße Traun (linker Oberlauf auf dem Hauptstrang)
  • Rote Traun (rechter Oberlauf)
  • Schweinbach (links)
  • Burgstaller Graben (rechts)
  • Röthelbach (rechts)
  • Steingraben (rechts)
  • Grundbach (rechts)
  • Großhaufertsgraben (rechts)
  • Rettenbach (rechts)
  • Anninger Bach (rechts)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Inn, Seite 53 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,8 MB)
  2. Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Inn des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,8 MB) (Seiten 53 bis 55)
  3. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Donaugebiet 2006 Bayerisches Landesamt für Umwelt, S. 249, abgerufen am 4. Oktober 2017, Auf: bestellen.bayern.de (PDF, deutsch, 24,2 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Traun (Alz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien