Travis Barker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Travis Landon Barker)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Travis Barker (2008)
Travis Barker (2008)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Give the Drummer Some
  US 9 02.04.2011 (5 Wo.)
EPs[1]
Psycho White (mit Yelawolf)
  US 50 01.12.2012 (1 Wo.)
Singles[1][2]
One Minute (mit XXXTentacion & Kanye West)
  US 62 22.12.2018 (1 Wo.)
11 Minutes (mit Yungblud & Halsey)
  UK 59 
Silber
Silber
28.02.2019 (8 Wo.)
I Think I’m Okay (mit Machine Gun Kelly & Yungblud)
  UK 90 
Silber
Silber
27.06.2019 (3 Wo.)
Transparent Soul (Willow feat. Travis Barker)
  UK 28 10.06.2021 (11 Wo.)
  US 76 
Gold
Gold
26.06.2021 (…Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig/2021 Wo.)

Travis Landon Barker (* 14. November 1975 in Fontana, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger, der als Mitglied der Pop-Punk-Band Blink-182 bekannt wurde.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barker wurde 1975 in einer armen Gegend in Fontana in Kalifornien geboren und bekam im Alter von vier Jahren sein erstes Schlagzeug geschenkt. Mit fünf Jahren bekam er Schlagzeug- und Trompetenunterricht.

Nach seiner Schullaufbahn, während der er in mehreren Schulspielmannszügen Snare spielte, trat er unter dem Namen Baron Von Tito mehreren Bands bei, unter anderem Feeble, The Suicide Machines und The Aquabats. Geld verdiente er durch kleinere Nebenjobs sowie durch das Erteilen von Schlagzeugunterricht.

Als seine damalige Band The Aquabats 1998 zusammen mit Blink-182 durch die USA tourte, stieg auf einmal Blink-182-Schlagzeuger Scott Raynor aus seiner Band aus. Da Barker das Angebot, Raynor für diesen Abend zu vertreten, annahm, musste er das komplette Set von Blink-182, das damals aus mehr als 20 Songs bestand, in weniger als 90 Minuten lernen. Da ihm dies gut gelang, wurde er gefragt, ob er dauerhaft bei Blink-182 einsteigen wollte, bis Raynor zurückkam. Zwei Wochen später boten Blink ihm an, ein fester Bestandteil der Band zu werden, da der Schlagzeuger nicht wiederkommen würde.

Barker war in erster Ehe mit Melissa Kennedy verheiratet. Im Oktober 2004 heiratete er die ehemalige Miss USA Shanna Moakler, mit der er einen 2003 geborenen Sohn namens Landon Asher Barker und eine 2005 geborene Tochter, Alabama Luella Barker, hat. Zusammen traten sie in der MTV-Reality-Show Meet the Barkers auf. Nachdem im August 2006 die Scheidung eingereicht war, fand das Paar in den folgenden Jahren wiederholt kurzzeitig zusammen, trennte sich im Frühjahr 2009 jedoch endgültig.

2005 kündigte Blink-182 eine „Pause auf unbestimmte Zeit“ an. Die Band gab jedoch bei den 51. Grammys am 8. Februar 2009 die Reunion bekannt und veröffentlichte im September 2011 das Album Neighborhoods.

Armbruch und Flugzeugabsturz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der +44-Tour im November 2006 brach er sich beim Videodreh zu When Your Heart Stops Beating den Arm, worauf er die restliche Tour mit nur einem Arm weiterspielte. Er ersetzte dabei alle Schläge der rechten Hand mit einer anspruchsvollen Spieltechnik seiner linken Hand und zusätzlichen Bodenpedalen, die ihm ermöglichten, Sounds mit den Füßen anzusteuern. Nach der vorläufigen Heilung brach er sich den Arm bei einem Auftritt in Amsterdam erneut, so dass sein Freund Gil Sharone für ihn einsprang.

In der Nacht auf den 20. September 2008 stürzte Barkers Learjet 60 beim Start von einem Flughafen außerhalb von Columbia, South Carolina, ab. Nach einem Bericht der Flugsicherheitsbehörde FAA haben Fluglotsen beim Start bemerkt, dass das Flugzeug Funken sprühte. Daraufhin kam die Maschine von der Startbahn ab, durchbrach einen Zaun und raste quer über eine Straße in eine Leitplanke, wo das Flugzeug explodierte. Vier Personen wurden getötet: Barkers persönlicher Assistent und Freund Lil' Chris Baker, der Bodyguard Charles Still sowie beide Piloten. Barker und der inzwischen verstorbene, als „DJ AM“ bekannte Adam Goldstein wurden mit Brandverletzungen in ein auf Verbrennungen spezialisiertes Krankenhaus gebracht. Barker hat von der Hüfte abwärts Verbrennungen erlitten, „DJ AM“ erlitt Verbrennungen im Gesicht. Inzwischen vermutet man, dass ein geplatzter Reifen Schuld an dem Unfall trägt. Barker unterbrach seine vegetarische Ernährungsweise und aß nach 25 Jahren wieder Fleisch, in der Überzeugung, dies trage zu seiner Rekonvaleszenz bei.[3][4] Seit 2012 ernährt er sich aus gesundheitlichen Gründen vegan.[5]

Seit dem Flugzeugabsturz litt Barker unter enormer Flugangst, weshalb er auch nicht an der Australien-Tour 2013 teilnehmen konnte.[6] Im August 2021 flog Barker erstmals seit dem Flugzeugabsturz wieder.[7]

Barker zu Besuch bei den US-Soldaten in Manama, Bahrain (August 2003)

Nebenprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 gründete Barker zusammen mit seinem Bandkollegen von Blink-182, Tom DeLonge, die Alternative-Band Box Car Racer und 2002 zusammen mit Tim Armstrong von Rancid die Punk-Hip-Hop-Country-Band Transplants, die sich aber mittlerweile wieder auflöste. Des Weiteren spielt Barker seit Ende 2005 mit seinem Bandkollegen von Blink-182, Mark Hoppus, sowie mit Craig Fairbaugh und Shane Gallagher von The Nervous Return in der Band +44. 2006 spielte Barker einige Lieder für Avril Lavignes drittes Album The Best Damn Thing ein. 2008 steuert er ein Lied („Dope Boys“) auf The Games drittem Album LAX bei.

Barker besitzt außerdem ein eigenes Kleidungslabel namens „Famous Stars And Straps“ (FSAS). Seine Drumkits sind vom amerikanischen Custom-Label Orange County Drums and Percussion (OCDP)[8], mit dem er einen Endorsementvertrag hat. Zudem wird er von der Beckenmarke „Zildjian“ gesponsert, mit welchen er auch einen Endorsementvertrag hat. Er ist auch in dem Spiel Tony Hawks Project 8 und Guitar Hero World Tour als spielbarer Charakter aufzufinden.

Karriere als Solokünstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2011 erschien Barkers erstes Soloalbum unter dem Titel Give the Drummer Some. Auf dem vor allem auf Hip-Hop konzentrierten Album sind neben Barker als Schlagzeuger zahlreiche weitere Musiker zu hören, unter anderem Yelawolf, Ludacris, Slash, Snoop Dogg, Cypress Hill, Lil Wayne, Busta Rhymes, Pharrell, Lupe Fiasco, Raekwon, Kid Cudi, Tim Armstrong und Corey Taylor.

Der Rolling Stone listete Barker 2016 auf Rang 99 der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.[9]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Travis Barker (2016)

Barker spielte als Bandmitglied bei den Bands +44 und Box Car Racer sowie als Gastmusiker auf einzelnen Alben anderer Künstler wie Yelawolf, Avril Lavigne, The Aquabats und The Game mit. Aktuell gehört er den Bands Blink-182 und The Transplants an.

Bandalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Aquabats

  • 1997: The Fury of the Aquabats!

Blink-182

Box Car Racer

  • 2002: Boxcar Racer

The Transplants

  • 2002: Transplants
  • 2005: Haunted Cities
  • 2013: In the Warzone

+44

The Fever 333

  • 2018: Made an America (EP)[10]

Soloalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Give the Drummer Some

Kollaborationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Let the Drummer Get Wicked
  • 2021: Survivors Guilt: The Mixtape// (mit KennyHoopla)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Simply Unstoppable (Yes Remix) (Tinie Tempah feat. Travis Barker & Katie Taylor)
  • 2011: Legendary (Royce da 5′9″ feat. Travis Barker)
  • 2012: Cudi the Kid (Steve Aoki feat. Kid Cudi & Travis Barker)
  • 2013: Dancing with the Devil (Krewella feat. Patrick Stump & Travis Barker)
  • 2014: Rude (MAGIC! feat. Kid Ink, Ty Dolla $ign & Travis Barker)
  • 2017: Bad Man (Pitbull feat. Robin Thicke, Joe Perry & Travis Barker)
  • 2019: 11 Minutes (Yungblud & Halsey feat. Travis Barker, US: GoldGold)
  • 2019: Long Live (Lights feat. Travis Barker)
  • 2019: Heartbreak (Jasiah feat. Travis Barker)
  • 2020: You (James Arthur feat. Travis Barker)
  • 2020: Halfway Dead (Steve Aoki feat. Global Dan & Travis Barker)
  • 2020: Sick and Tired (Iann Dior feat. Machine Gun Kelly & Travis Barker, US: GoldGold)
  • 2020: C'mon (Amy Shark feat. Travis Barker)
  • 2020: Choose Life (Poorstacy feat. Travis Barker)
  • 2020: Forget Me Too (Machine Gun Kelly feat. Halsey & Travis Barker)
  • 2020: Estella (KennyHoopla feat. Travis Barker)
  • 2020: All of Me (Score feat. Travis Barker)
  • 2020: Acting Like That (Yungblud feat. Machine Gun Kelly & Travis Barker)
  • 2020: Where Were You (Girlfriends feat. Travis Barker)
  • 2021: Hills Have Eyes (Poorstacy feat. Travis Barker)
  • 2021: Hollywood Sucks (KennyHoopla feat. Travis Barker)
  • 2021: Break My Heart Myself (Bebe Rexha feat. Travis Barker)
  • 2021: Transparent Soul (Willow Smith feat. Travis Barker)
  • 2021: Grow (Willow Smith feat. Travis Barker & Avril Lavigne)
  • 2021: Gaslight (Willow Smith feat. Travis Barker)
  • 2021: Love Race (Machine Gun Kelly feat. Kellin Quinn & Travis Barker)
  • 2021: Don’t Freak Out (Lil Huddy feat. Iann Dior, Tyson Ritter & Travis Barker)
  • 2021: No Getting vver This (Lil Lotus feat. Travis Barker)
  • 2021: Don't Fuck This Up (Lil Lotus feat. Travis Barker)
  • 2021: Play Pretend (Caspr feat. Travis Barker)
  • 2021: Right Now (Jasiah feat. Travis Barker)
  • 2021: Down (Mod Sun feat. Travis Barker)
  • 2021: Papercuts (Machine Gun Kelly feat. Travis Barker)

Remixe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: UK US
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US UK
  3. music-news.com, "Travis Barker back on the meat wagon", Oktober 2008
  4. Peter Robinson: "Travis Barker: ‘Being 65% burned … and burying two of my best friends was hard to deal with’". In: The Guardian. Oktober 2015, abgerufen am 6. April 2018.
  5. ecorazzi.com
  6. Blink-182 Schlagzeuger Travis Barker sagt Tour wegen Flugangst ab. In: Berliner Kurier. 18. Februar 2013, abgerufen am 6. April 2018.
  7. 13 Jahre nach dramatischem Flugzeugabsturz: Musiker Travis Barker fliegt wieder. Abgerufen am 16. August 2021.
  8. www.ocdrum.com (Memento vom 5. Dezember 2008 im Internet Archive)
  9. 100 Greatest Drummers of All Time. Rolling Stone, 31. März 2016, abgerufen am 6. August 2017 (englisch).
  10. Steve Batlin: Forbes: Exclusive: Travis Barker And John Feldmann Present THE FEVER 333