Traxler-Gegenangriff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
  a b c d e f g h  
8 Chess rdt45.svg Chess --t45.svg Chess bdt45.svg Chess qdt45.svg Chess kdt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess rdt45.svg 8
7 Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess --t45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg 7
6 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess ndt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess ndt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 6
5 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess bdt45.svg Chess --t45.svg Chess pdt45.svg Chess --t45.svg Chess nlt45.svg Chess --t45.svg 5
4 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess blt45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 4
3 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 3
2 Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg Chess plt45.svg 2
1 Chess rlt45.svg Chess nlt45.svg Chess blt45.svg Chess qlt45.svg Chess klt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess rlt45.svg 1
  a b c d e f g h  

Der Traxler-Gegenangriff nach 4. … Lf8–c5

Vorlage:Schachbrett/Wartung/Alt

Der Traxler-Gegenangriff (auch Traxler-Gegengambit) ist eine selten gespielte Eröffnungsvariante des Schachspiels. Er ist nach Karel Traxler benannt, der die Variante zuerst 1890 gegen J. Reinisch spielte.[1] In den 1920er Jahren wurde sie von den Mitgliedern eines Schachklubs in Pennsylvania analysiert. Im englischsprachigen Raum nennt man sie daher Wilkes-Barre-Variante.

Der Traxler-Gegenangriff entwickelt sich aus dem Zweispringerspiel im Nachzuge und beginnt mit den Zügen:

1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–c4 Sg8–f6 4. Sf3–g5 Lf8–c5

Mit dem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Zug 4. … Lf8–c5 ignoriert der Schwarze die Bedrohung des Punktes f7 und lässt sogar eine Springergabel zu, die Dame und Turm zugleich bedroht (5. Sg5xf7). Nach dem Opfer 5. … Lc5xf2+ 6. Ke1xf2 zeigt sich aber die Grundidee dieser Variante: Mit 6. … Sf6xe4+ und nachfolgendem Dd8–h4 geht Schwarz zum Gegenangriff über. Spielt Weiß aber stattdessen 5. Lc4xf7+ oder 5. d2–d4, kommt er nach Meinung vieler Eröffnungstheoretiker in Vorteil.[2]

Die Hauptvarianten des Traxler-Gegenangriffs sind:

  • 5. Lc4xf7+ Ke8–e7 6. Lf7–d5
  • 5. Lc4xf7+ Ke8–e7 6. Lf7–b3
  • 5. d2–d4 d7–d5 6. Lc4xd5 Sc6xd4 7. Ld5xf7+ Kf8–e7 8. Lf7–c4
  • 5. Sg5xf7 Lc5xf2+ 6. Ke1–f1
  • 5. Sg5xf7 Lc5xf2+ 6. Ke1xf2 Sf6xe4+

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • József Pálkövi: Zweispringersystem bis Traxler Gegengambit. Caissa Chess Books, 2000.
  • Gregor Cramer: Traxler-Gegenangriff, Fritz-Variante, Ulvestad-Variante. Thomas Beyer Verlag, 1993, ISBN 3-89168-043-0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Partie Reinisch – Traxler zum Nachspielen (Java-Applet)
  2. Kurzer Theorie-Artikel bei New In Chess (PDF-Dokument, 377K; 386 kB)