Traxler-Gegenangriff

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8 a8 b8 c8 d8 e8 f8 g8 h8 8
7 a7 b7 c7 d7 e7 f7 g7 h7 7
6 a6 b6 c6 d6 e6 f6 g6 h6 6
5 a5 b5 c5 d5 e5 f5 g5 h5 5
4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 g4 h4 4
3 a3 b3 c3 d3 e3 f3 g3 h3 3
2 a2 b2 c2 d2 e2 f2 g2 h2 2
1 a1 b1 c1 d1 e1 f1 g1 h1 1
a b c d e f g h
Der Traxler-Gegenangriff nach 4. ... Lf8-c5

Der Traxler-Gegenangriff (auch Traxler-Gegengambit) ist eine selten gespielte Eröffnungsvariante des Schachspiels. Er ist nach Karel Traxler benannt, der die Variante zuerst 1890 gegen J. Reinisch spielte.[1] In den 1920er Jahren wurde sie von den Mitgliedern eines Schachklubs in Pennsylvania analysiert. Im englischsprachigen Raum nennt man sie daher Wilkes-Barre-Variante.

Der Traxler-Gegenangriff entwickelt sich aus dem Zweispringerspiel im Nachzuge und beginnt mit den Zügen:

1. e2-e4 e7-e5 2. Sg1-f3 Sb8-c6 3. Lf1-c4 Sg8-f6 4. Sf3-g5 Lf8-c5

Mit dem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Zug 4....Lf8-c5 ignoriert der Schwarze die Bedrohung des Punktes f7 und lässt sogar eine Springergabel zu, die Dame und Turm zugleich bedroht (5. Sg5xf7). Nach dem Opfer 5. ...Lc5xf2+ 6. Ke1xf2 zeigt sich aber die Grundidee dieser Variante: Mit 6. ...Sf6xe4+ und nachfolgendem Dd8-h4 geht Schwarz zum Gegenangriff über. Spielt Weiß aber stattdessen 5. Lc4xf7+ oder 5. d2-d4, kommt er nach Meinung vieler Eröffnungstheoretiker in Vorteil.[2]

Die Hauptvarianten des Traxler-Gegenangriffs sind:

  • 5. Lc4xf7+ Ke8-e7 6. Lf7-d5
  • 5. Lc4xf7+ Ke8-e7 6. Lf7-b3
  • 5. d2-d4 d7-d5 6.Lc4xd5 Sc6xd4 7.Ld5xf7+ Kf8-e7 8.Lf7-c4
  • 5. Sg5xf7 Lc5xf2+ 6.Ke1-f1
  • 5. Sg5xf7 Lc5xf2+ 6.Ke1xf2 Sf6xe4+

Literatur[Bearbeiten]

  • József Pálkövi: Zweispringersystem bis Traxler Gegengambit. Caissa Chess Books, 2000.
  • Gregor Cramer: Traxler-Gegenangriff, Fritz-Variante, Ulvestad-Variante. Thomas Beyer Verlag, 1993, ISBN 3-89168-043-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Partie Reinisch – Traxler zum Nachspielen (Java-Applet)
  2. Kurzer Theorie-Artikel bei New In Chess (PDF-Dokument, 377K; 386 kB)