Treibladungsbeutel

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Animiertes Funktionsprinzip eines Geschützturmes. Zum Geschoss werden vier Beutel mit Treibladungspulver geladen.

Treibladungsbeutel werden in der Artillerietechnik verwendet, um den Ladevorgang eines Geschützes zu vereinfachen. Das Treibladungspulver wird dazu portioniert in Kunstseide-Beutel eingenäht. Die gesamte Treibladung ist oft in mehrere kleinere Beutel weiter aufgeteilt. Jeder Beutel ist mit einer definierten Menge einer bestimmten Pulversorte in bestimmten Körnungsbeschaffenheit (z. B. „Nudeln“, Stangen, Fünflochstangen) gefüllt.

Aus der stärksten Ladung werden auf Kommando der Feuerleitung vor dem Laden vom Munitionskanonier einzelne Ladungsbeutel entnommen, wenn nach Maßgabe der Schusstafel die maximale Schussentfernung nicht benötigt wird. Die zu verschießenden Treibladungsbeutel werden dann entweder direkt in den Ladungsraum des Geschützes hinter das Geschoss eingebracht oder in Kartuschen gelegt.

Durch die starke Hitze- und Druckentwicklung beim Schuss verbrennen die Treibladungsbeutel weitgehend rückstandsfrei.

Exerziergeschosse und Treibladungen für die Panzerhaubitze 2000. Links vorne verschiedene Zünder, dahinter die Treibladungen. Rechts davon die Geschosse. Davor Zündersteller (im Kasten) sowie Zünderschlüssel.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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