Tremmelhauserhöhe

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Tremmelhauserhöhe
Koordinaten: 49° 3′ 10″ N, 12° 2′ 41″ O
Höhe: max. 450 m ü. NN
Einwohner: 118 (2. Jan. 2018)[1]
Postleitzahl: 93138
Vorwahl: 09404

Tremmelhauserhöhe ist ein Ortsteil des Marktes Lappersdorf nördlich von Regensburg mit 118 Einwohnern (Stand Januar 2018).[1][2][3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einer Anhöhe westlich oberhalb des Hauptortes Lappersdorf und grenzt unmittelbar an das Gemeindegebiet von Pettendorf und das Gebiet des Regensburger Stadtbezirkes Ober-/Niederwinzer-Kager. Am Dorfrand gibt es ein besonders im Sommer als Ausflugsziel beliebtes Wirtshaus und eine Schießsportanlage eines Regensburger Schützenvereins. In der näheren Umgebung, aber bereits außerhalb des Gemeindegebiets, befinden sich die kleine Wallfahrtskapelle Maria Tannerl, sowie die sogenannte Watzlik-Kapelle, bei der ein Totenbrett an den böhmisch-deutschen Schriftsteller Hans Watzlik erinnert, der seine letzten Lebensjahre im benachbarten Gut Tremmelhausen (heute Ortsteil von Pettendorf) verbracht hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur endgültigen Eingliederung in das Königreich Bayern im Jahr 1808 gehörte das Gebiet des Ortes zur Pfalzgrafschaft Pfalz-Neuburg, deren Grenze zum Herzogtum Bayern-München zwischen Tremmelhauserhöhe und Kareth noch durch einen Grenzstein aus dem Jahre 1505 markiert wird. Die Siedlung ist wohl erst um 1800 entstanden und nach dem nahegelegenen Gut Tremmelhausen benannt worden.[4] Im 19. Jahrhundert war parallel dazu auch die Bezeichnung „Bachhöfen“ gebräuchlich.[5] In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die „Einöde“ Tremmelhauserhöhe Bestandteil der Gemeinde Kareth im Landgericht Stadtamhof. Im Jahr 1864 waren 32 Einwohner in 17 Gebäuden registriert.[6] Für die schulpflichtigen Kinder war zu dieser Zeit die Schule in Pettendorf zuständig.[7] Im Jahr 1978 ging Kareth zusammen mit seinem Ortsteil Tremmelhauserhöhe in der Einheitsgemeinde (später Markt) Lappersdorf auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Internetseite des Marktes Lappersdorf – Lage, Zahlen und Fakten – Gemeindeteile, aufgerufen am 8. Juni 2018
  2. Bayerische Landesbibliothek online, aufgerufen am 4. Februar 2016
  3. Eintrag in der Ortsdatenbank von bavarikon, aufgerufen am 4. Februar 2016
  4. Karl Bößl: Kareth und seine Geschichte, Kareth 1978, Seite 47
  5. Ute Bredl: Die Ortsnamen der Gemeinde Lappersdorf in Festschrift 39/2012 des Oberpfälzer Kulturbundes e.V., Seite 35, aufgerufen am 4. Februar 2016
  6. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 764, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  7. Friedrich Zahn, Leonhard Reisinger: Statistik der deutschen Schulen im Regierungsbezirke der Oberpfalz und von Regensburg, 1866, Seite 311