Tren Urbano (Lima)

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MetroLima, Logo.png
Tren Urbano
Matrod.jpg
Basisdaten
Staat Peru
Stadt Lima
Eröffnung 2011
Linien 1
Streckenlänge 34,6 km
Stationen 26
Nutzung
Kürzester Takt 6 - 15 min
Passagiere ca. 320.000 pro Tag
Fahrzeuge Alstom Metropolis 9000, Breda MB-300
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 1500 V DC
Ein Zug der Limaer U-Bahn in der Nähe der Station Villa El Salvador

Lima, die Hauptstadt Perus, besitzt eine U-Bahnlinie, die Tren Urbano (Stadtbahn), oder Metro Lima genannt wird. Sie ist das einzige städtische Fortbewegungsmittel, das nicht zur Verschmutzung der Luft beiträgt, weil sie elektrische Energie aus Wasserkraftwerken benutzt. Ein Ausbau auf bis zu fünf Linien ist geplant.

Gegenwärtiges Netz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Juli 2014 ist der neue Nordabschnitt der Linie 1 offiziell eröffnet worden. Damit erreicht die überwiegend als Hochbahn geführte Metro eine Länge von 34,6 Kilometern. Sie bedient 26 Stationen und verbindet Lima mit den Vorstädten Villa El Salvador, Villa María del Triunfo und San Juan de Miraflores. Endpunkt ist derzeit die Station Bayóvar nordöstlich des historischen Zentrums. Damit wurde die Erweiterung der Linie 1 mit der offiziellen Inbetriebnahme am 25. Juli 2014 abgeschlossen[1].

Aktueller Streckenplan der Linie 1

Der Tren Urbano fährt an Werktagen von 6:00 bis 22:00 im 6 bis 10 Minutentakt, Samstags im 10 Minutentakt und an Sonn- und Feiertagen alle 14 Minuten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Ältere Karte der Limaer Tren Urbano

Lima, das wichtigste Zentrum des Landes für Politik, Industrie, Handel und Finanzen, beherbergt circa 30 % der Bevölkerung, und trägt 60 % zum Bruttosozialprodukt der Nation bei. Der chaotische Personenverkehr gehört zu den hauptsächlichen Problemen der Stadt. Neben Unannehmlichkeiten für die Bevölkerung bedeutet der Mangel an geeigneten öffentlichen Verkehrsmitteln hohe wirtschaftliche Verluste für das Land, wie verlorene Arbeitsstunden, Umweltverschmutzung, exzessiver Verbrauch fossiler Treibstoffe, sowie die kostenträchtige Bereitstellung knapper Abstellplätze für private Fahrzeuge.

Der Bürgermeister Luis Castañeda Lossio und der peruanische Präsident Alejandro Toledo Manrique in der Tren Urbano

Auf Grund der ernsten Lage wurde bereits während der Regierung des Präsidenten Alan García (1985 ‐ 1990) per Erlass und Gesetz der Bau einer Stadtbahn beschlossen. Die Konstruktion der Linie begann 1986, jedoch erlaubte die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes für viele Jahre kaum mehr als die Instandhaltung der schon existierenden Infrastruktur.

Auch nach der Übertragung des Projekts am 30. Mai 2001 an die Stadtverwaltung von Lima blieb die weitere Entwicklung begrenzt. Auf Bitte mehrerer Stadtteile und Gemeinden führte die Stadtverwaltung jedoch in der Zeit vom 11. Juli 2001 bis September 2002 einen kostenlosen Zugbetrieb ein. Ab Oktober wurde das Angebot auf alle Tage der Woche erweitert: montags bis freitags von 7 bis 14 Uhr; samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. So wurde es möglich Instandhaltungs- und Anpassungsarbeiten am System durchzuführen, gleichzeitig Daten zur künftigen Nachfrage zu erheben, aber auch die Passagiere auf die Nutzung des neuen Verkehrssystems vorzubereiten. Seit dem 18. Januar 2003 wird die Stadtbahn von Lima ohne Unterbrechungen wirtschaftlich genutzt. Sie verkehrt täglich zwischen 6 und 22 Uhr.

Am 17. Februar 2005 unterzeichneten der Bürgermeister von Lima Luis Castañeda Lossio und Präsident Alejandro Toledo Manrique eine Absichtserklärung, mit der sich die zentrale Regierung verpflichtet einen Kredit von 120 Millionen Dollar zu garantieren, den die Stadtverwaltung von Lima bei der spanischen Regierung beantragt hatte (Credito FAD), um die Linie 1 der Stadtbahn bis zur Haltestelle der Avenida Grau zu verlängern.

Die bisherigen Investitionen in den Bahnbau betrugen um die 317 Millionen US-Dollar.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der derzeit einzigen U-Bahnstrecke Limas fahren fünf ältere AnsaldoBreda MB-300 Sechswagenzüge sowie 19 moderne Alstom Metropolis 9000 die um weitere 20 Garnituren ergänzt werden sollen[2]. Ein vollständiger Zug ist insgesamt 107 Meter lang. Alle Züge fahren auf einer Spurweite von 1435 Millimetern. Die Stromversorgung erfolgt per Oberleitung bei 1500 Volt Gleichstrom.

Weiterer Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geplante Linien

Das vollständige Projekt besteht aus drei Hauptstrecken, sowie weiteren Nebenstrecken (DMTU-Routen). Derzeit gibt es sogar Entwürfe mit bis zu fünf Linien.

  • Linie 1: Vom Vorort El Salvador bis zu ihrem Übergang zur Linie 2, im Distrikt Lima
  • Linie 2 (Ost-West-Verbindung): Von Ate bis El Callao
  • COSAC Estapa 1: Von Barranco bis Comas (Durch ein Busnetzwerk ergänzt)

Die durchgeführten Wirtschaftlichkeitsstudien haben ergeben, dass das Projekt mit Konzessionsverträgen mit privaten Investoren durchführbar ist. Mit den Einkünften könnte der Betrieb bis zur Avenida Grau erweitert werden. Tatsächlich würde die Linie 1 damit selbsttragend, und dem Konzessionär wäre es möglich, seine Kredite zu tilgen, sobald die Strecke bis zur Haltestation Hospital 2 de Mayo fertiggestellt ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RPP: Start des Regelbetriebs für Abschnitt 2 der Linie 1 der Metro de Lima (Spanisch)
  2. Alstom to supply new Metropolis trainsets and cars for Lima Metro Line 1 (Englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Metro de Lima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien