Trennungsbahnhof

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In einem Trennungsbahnhof (Österreich: Abzweigbahnhof) zweigt mindestens eine weitere Eisenbahnstrecke von einer durchgehenden Strecke ab. Die Strecken sind dabei im Bahnhof betrieblich verknüpft, sodass Übergänge von Zügen von der einen zur anderen Strecke üblich sind.[1] Verkehrstechnisch kommt Trennungsbahnhöfen eine besondere Bedeutung zu, auch wenn sie nur wenig Verkehrsaufkommen haben sollten.

Anstelle von Trennungsbahnhof kommt auch die Bezeichnung Verzweigungsbahnhof vor. Sie wird vor allem in Systemen verwendet, die reinen liniengebundenen Personenverkehr anbieten (U- und S-Bahnen). Ein Verzweigungsbahnhof unterscheidet sich weder betrieblich noch technisch von anderen Trennungsbahnhöfen. Die Bezeichnung Verzweigungsbahnhof bezieht sich meist auf die Betriebsform, weniger auf den Aufbau des Bahnhofes.

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Bahnhöfe nach ihrer betrieblichen Bedeutung:

  • In einem Kreuzungsbahnhof kreuzen sich zwei oder mehrere Strecken.
  • Beim Anschlussbahnhof zweigt ebenfalls mindestens eine Strecke von der Stammstrecke ab, der Abzweig ist im Unterschied zum Trennungsbahnhof jedoch nicht für regelmäßige durchgehende Zugfahrten ausgelegt, beispielsweise bei unterschiedlichen Spurweiten.
  • Ein Berührungsbahnhof ist kein Trennungsbahnhof, da im Bahnhof keine Verbindung zwischen den beiden Strecken besteht.

Spezielle Trennungsbahnhöfe nach baulicher Anordnung:

  • Beim Inselbahnhof befindet sich das Empfangsgebäude zwischen den Bahnsteigen der beiden sich trennenden Strecken. Dabei gibt es auf beiden Seiten des Bahnsteigbereiches betriebliche Verknüpfungen (Weichenstraßen), so dass das Empfangsgebäude wie eine Insel von Gleisen umschlossen wird.
  • Beim Keilbahnhof erfolgt die Trennung der Strecken bereits vor oder innerhalb des Bahnsteigbereichs, nach den Bahnsteigen gibt es keine betriebliche Verknüpfung der sich trennenden Strecken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Funk: Über Trennungsbahnhöfe, insbesondere über den Bahnhof zu Nordstemmen. In: Zeitschrift des Architekten- und Ingenieurvereins. Band VII, 1861, Spalte 436–442 mit Zeichnungen auf den Blättern 214 und 215.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörn Pachl, Systemtechnik des Schienenverkehrs, Vieweg + Teubner 2008, ISBN 978-3-8351-0191-3, Glossar