Trentino-Südtirol

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Trentino-Südtirol
Flagge der Region Trentino-Südtirol

Wappen der Region Trentino-Südtirol
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Über dieses Bild
Basisdaten
Hauptstadt Trient (Trento)
Amtssprachen Italienisch, Deutsch;
Ladinisch, Fersentalerisch und Zimbrisch sind anerkannte Minderheitensprachen[1][2]
Provinzen 2
Fläche 13.606,87 km² (11.)
Einwohner 1.067.648 (31. Dez. 2017)[3]
Bevölkerungsdichte 78,5 Einwohner/km²
Website www.regione.taa.it
ISO 3166-2 IT-32
Präsident Arno Kompatscher (Südtiroler Volkspartei, seit 15. Juni 2016)

Reliefkarte der Region Trentino-Südtirol

Trentino-Südtirol (bis 1972 Trentino-Tiroler Etschland), italienisch Trentino-Alto Adige, ladinisch Trentin-Südtirol, ist eine autonome Region im Norden Italiens. Der Großteil ihrer Kompetenzen ist seit den 1970er Jahren an die ebenfalls autonomen Provinzen Bozen und Trient bzw. Südtirol und das Trentino übertragen worden.

Hauptstadt der Region ist laut Statut Trient, tatsächlich übernimmt auch Bozen Hauptstadtfunktionen.[4]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trentino-Südtirol ist 13.607 km² groß und hat 1.067.648 Einwohner (Stand 31. Dezember 2017). Die Region grenzt an die österreichischen Bundesländer Tirol (Nord- und Ost-Tirol) und Salzburg im Norden und Nordosten, an den Schweizer Kanton Graubünden im Nordwesten und an die italienischen Regionen Lombardei und Venetien im Westen bzw. Süden und Osten.

Die Landschaft ist stark durch die Alpen geprägt, besonders von den Dolomiten. Höchste Erhebung ist der Ortler, mit 3905 Metern über dem Meeresspiegel.

Der Hauptfluss ist die Etsch, auf welche der italienische Name Südtirols (Alto Adige, also „Hochetsch“) zurückgeht. Zudem gehört der nördliche Teil des Gardasees, Italiens größter See, zu Trentino-Südtirol.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisch gliedert sich die Region Trentino-Südtirol in die Provinzen Trient (Trentino) und Bozen (Südtirol), die beide den Zusatz autonom führen, da es sich bei ihnen um die einzigen italienischen Provinzen handelt, die mit Gesetzgebungsbefugnissen ausgestattet und nicht der Region untergeordnet sind.[5] Ihrer autonomen Ausrichtung zufolge werden das Trentino und Südtirol nicht nur als Provinzen, sondern auch als Länder und ihre Präsidenten als Landeshauptleute bezeichnet.

Gemeinden von Trentino-Südtirol
Provinz Hauptstadt ISO Gemeinden Einwohnerzahl
(31. Dezember 2017)
Fläche (km²) Bevölkerungs-
dichte (Einw./km²)
Autonome Provinz Bozen Bozen IT-BZ 116 527.750 7.400,43 71
Autonome Provinz Trient Trient IT-TN 175 539.898 6.206,90 87
Trentino-Südtirol Trient IT-32 291 1.067.648 13.606,87 78

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trentino-Südtirol war bis zum Ersten Weltkrieg Teil der Gefürsteten Grafschaft Tirol.

Das vorwiegend von Italienern bewohnte Trentino war bis 1803 als Fürstbistum Trient ein formell eigenständiges, faktisch seit den im 14. Jahrhundert abgeschlossenen Trienter Kompaktaten ein von Tirol abhängiges Reichsfürstentum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation; durch den Reichsdeputationshauptschluss wurde es Teil Tirols und 1804 gemeinsam mit diesem Teil des neu gegründeten Kaisertums Österreich.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert machten sich insbesondere in liberal-nationalen Kreisen des Trentino Stimmen für einen Anschluss des Trentino an das Königreich Italien laut, die in der Irredenta-Bewegung ihre radikalste Ausdrucksform fand. Aber auch andere nicht radikalisierte bürgerliche Schichten des italienischsprachigen Teils drängten vor dem Ersten Weltkrieg auf einen autonomen Landesteil, der im Kampf um eine eigene italienischsprachige Hochschule in den sogenannten Fatti di Innsbruck ihren Höhenpunkt fand. Im Zuge des sich immer mehr zuspitzenden Nationalitätenkonfliktes in der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde das Trentino zum Schlachtfeld pangermanistischer und irredentischer Vereine, wie dem Deutschen Schulverein oder der Società Dante Alighieri. In diesem Sinne zeichnete sich bereits eine Entwicklung ab, die nach dem Ersten Weltkrieg in Südtirol mit umgekehrten Vorzeichen ihre Fortsetzung fand.

Im Friedensvertrag von St. Germain 1919 wurde das Land Tirol zwischen Österreich und Italien geteilt. Die südlich des Brenners gelegenen Teile Tirols kamen dabei überwiegend zu Italien und bildeten die statistische Region Venezia Tridentina (der bei Österreich verbliebene Teil des südlichen Tirols hingegen wird als Osttirol bezeichnet). Der Name wurde in Anlehnung an die Nachbarregionen Venezia Euganea (Venetien und Friaul) und Venezia Giulia (Julisch Venetien) vom italienischen Sprachwissenschaftler Graziadio Isaia Ascoli geprägt. Er hat sich im Italienischen so stark eingebürgert, dass man bisweilen noch von Triveneto oder Le Tre Venezie spricht, um die drei Regionen im Nordosten Italiens zu bezeichnen. Auch innerhalb der katholischen Kirche hat sich der Begriff bewahrt: die Kirchenregion Triveneto ist eine von 16 Kirchenregionen Italiens.

Die Forderung nach einer Verschiebung der italienischen Grenze bis zum Alpenkamm war vor dem Ersten Weltkrieg ein Hauptanliegen der als Irredentisten bezeichneten italienischen Nationalisten gewesen. Am vehementesten trat dabei Ettore Tolomei aus Rovereto auf, der die historisch unberechtigten Ansprüche Italiens mit spektakulären Aktionen wie der angeblichen Erstbesteigung des Klockerkarkopfs, der Hissung der italienischen Flagge auf dessen Spitze und der Benennung dieses Berges im oberen Ahrntal am angeblich nördlichsten Punkt Südtirols (in Wirklichkeit ist dies das Westliche Zwillingsköpfl) zur „Vetta d'Italia“ („Spitze Italiens“) im Jahr 1904 zu untermauern versuchte. Ab 1916 schlug Tolomei im Prontuario dei nomi locali dell’Alto Adige die willkürliche und systematische Umbenennung aller deutschen Orts-, Gewässer, Landschafts-, Berg- und Flurnamen in Südtirol vor. Als Vorbild dienten oft bekannte lateinische Ortsnamen aus der Römerzeit, viele Namen erfand er aber auch frei. Nach 1919 dienten seine Vorschläge der italienischen Regierung als Vorlage für die Italianisierung Südtirols. Daher gilt Tolomei den Südtirolern noch heute als „Totengräber Südtirols“. Amtlich gelten nur die von Tolomei geprägten italienischen Bezeichnungen: Diese werden jedoch von den (inoffiziellen) deutschen Ortsnamen ergänzt.

In der Ära des Faschismus gab es intensive Italianisierungsbemühungen in Südtirol:

  • Der Gebrauch der deutschen Sprache wurde vollständig verboten: in der Schule, in den Medien, in der Verwaltung, vor Gericht. Die Ortsnamen wurden italianisiert, selbst Familiennamen und Vornamen wurden „übersetzt“.
  • Im Zuge einer massiven Industrialisierung wurden zahlreiche Arbeiter aus Süditalien, Venetien und dem Friaul angesiedelt. Bozen wurde eine mehrheitlich italienische Stadt.

Das schon italienischsprachige Trentino wurde von den Faschisten weitgehend vernachlässigt.

1939 kam es zu einem Aussiedelungsabkommen mit dem nationalsozialistischen Deutschen Reich für die deutschen und ladinischen Südtiroler und auch für die Zimbern von Lusern und die Bewohner des Fersentals (→Option). Die meisten Optanten kehrten jedoch in ihre Heimat zurück oder verließen sie erst gar nicht.

Die Haderburg bei Salurn markiert die Sprachgrenze zwischen den Landesteilen

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verbleib Südtirols innerhalb des italienischen Staates von den Siegermächten nicht bestritten, man war sich aber bewusst, dass die Rechte der deutschsprachigen Südtiroler auf jeden Fall zu schützen sind und das faschistische Unrecht zu tilgen war. So wurde zwischen dem italienischen Regierungschef De Gasperi und dem österreichischen Außenminister Gruber das Pariser Abkommen unterzeichnet, zum Schutze und zur Gleichberechtigung der deutschen Sprachgruppe.

Den Südtirolern blieb eine echte Selbstverwaltung verwehrt. Als 1948 das Erste Autonomiestatut in Kraft trat, wurden weitgehende Autonomierechte nicht an Südtirol, sondern an die neugeschaffene Region Trentino-Tiroler Etschland gewährt. In der Region war die italienische Sprachgruppe (deutlich) in der Mehrzahl, alle wichtigen Entscheidungen wurden in Trient getroffen.

Hinzu kam, dass die Regierungen in Rom und Trient weiterhin bestrebt waren, Zuwanderer aus dem restlichen Italien in Südtirol anzusiedeln. Als 1957 beschlossen wurde, 5000 Wohnungen für italienische Zuwanderer zu errichten, versammelten sich 35.000 Südtiroler zur bis dahin größten Kundgebung in der Geschichte Südtirols auf Schloss Sigmundskron und skandierten „Los von Trient“. Zwischen 1956 und 1969 kam es aus Frustration über die Südtirol-Politik Italiens zu einer Serie von Bombenattentaten, die vom Befreiungsausschuss Südtirol durchgeführt wurden.

Nach langen Verhandlungen, an denen Österreich als Schutzmacht maßgeblich beteiligt war, wurde 1971 das Zweite Autonomiestatut verabschiedet, die Region (seitdem Trentino-Südtirol) wurde weitgehend entmachtet und die Autonomie an die Länder Südtirol und Trentino weitergereicht.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sprachgruppenmehrheiten in den Gemeinden der Region gemäß der Volkszählung 2011

Während in Südtirol etwa siebzig Prozent der Bewohner Deutsch als Muttersprache haben, wird im Trentino fast ausschließlich Italienisch gesprochen, wodurch die Italiener in der Region Trentino-Südtirol in der Mehrheit sind. Amtssprachen der Region sind laut Statut Italienisch und Deutsch. Dies betrifft jedoch nur die Ebene der Regionalbehörden, während auf Provinz- und Gemeindeebene im Trentino die deutsche Sprache keine Rolle spielt.

Deutsche Mundarten, die dem Bairischen zuzuordnen sind, werden nicht nur in Südtirol, sondern auch in den Trentiner Sprachinseln der Zimbern und Fersentaler gesprochen. Während das Zimbrische noch von fast der gesamten Dorfbevölkerung in Luserna/Lusern gesprochen wird, ist es in Lavarone/Lafraun/Lavróu und Folgaria/Vielgereuth/Folgrait in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben. Fersentalerisch wird in Fierozzo/Florutz/Vlarotz, Palù del Fersina/Palai im Fersental/Palae en Bersntol und Frassilongo/Gereut/Garait, einschließlich Roveda/Eichleit/Oachlait gesprochen. Sowohl Zimbern als auch Fersentaler sind anerkannte Minderheiten.

In einigen Tälern werden rätoromanische Dialekte gesprochen. Im Fassatal, in Gröden und im Gadertal ist die ladinische Sprache sogar als Verwaltungssprache anerkannt. Im Nonstal und im Val di Sole wird ein eigenständiges Idiom gesprochen, das Nones, das der Sprachforscher Graziadio Isaia Ascoli als rätoromanisch einstufte. Letzteres genießt aber keinerlei rechtliche Anerkennung.

In der Region existieren daher fünf Sprachgruppen, die italienische, die deutsche, die ladinische, die fersentalerische und die zimbrische.

Autonomie und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region verfügt über ein Sonderstatut, das ihr eine weitgehende Autonomie in Gesetzgebung, Verwaltung (Schule, Gesundheitsdienst) und Finanzen zugesteht. Jedoch ist der Großteil dieser Kompetenzen der Region an die Provinzen übertragen worden.

Der Fortbestand der Region ist rechtlich und politisch gesichert: Einerseits ist die per Verfassungsgesetz und Staatsvertrag mit Österreich abgesegnete Satzung (Verfassung) der Region Grundlage der Südtiroler Autonomie. Darüber hinaus ist in der Verfassung Italiens verankert: Die Provinzen Trentino und Südtirol bilden die Region (Art. 116, Abs. 2).

De facto jedoch werden die zwei in der Region vereinten Provinzen als eigenständige Regionen betrachtet: So werden zum Beispiel in europäischen Statistiken die zwei Provinzen als einzelne Regionen aufgeführt.

Selbst die Rolle Trients als Hauptstadt ist eine bloße Formalität, die Hauptstadtfunktionen (Tagungsort des Regionalrates und der Regionalregierung bzw. Verwaltungssitz) teilt sich Trient mit Bozen.

Obwohl ihre Bedeutung stark nachgelassen hat, verfügt die Region über eine eigene politische Organisation und behält auch einige Kompetenzen: Ordnung der öffentlichen Fürsorge- und Wohlfahrtseinrichtungen; Ordnung der Körperschaften für Boden- und Agrarkredit, der Sparkassen und der Raiffeisenkassen sowie der Kreditanstalten regionalen Charakters. In anderen Bereichen hat die Region zwar nach wie vor die Befugnis, Gesetze zu erlassen, die Verwaltung ist aber per Regionalgesetz an die Länder Trentino und Südtirol übertragen worden: Anlegung und Führung der Grundbücher; Feuerwehrdienste; Ordnung der sanitären Körperschaften und der Krankenhauskörperschaften; Ordnung der Handelskammern. Siehe auch gesetzgeberische und finanzielle Autonomie der Region Trentino-Südtirol.

Trentino-Südtirol ist zudem Teil der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino, die im Wesentlichen dem Gebiet des ehemaligen Kronlandes Tirol entspricht.

Regionalrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Regionalrat ist das gesetzgebende Organ der Region und besteht aus den Landtagsabgeordneten der Provinzen Bozen und Trient (je 35 Abgeordnete). Die regionale Legislaturperiode dauert fünf Jahre.

Den Vorsitz führt ein für zweieinhalb Jahre gewählter Regionalratspräsident, den abwechselnd die deutsche und die italienische Sprachgruppe stellt. Alternativ kann seit Inkrafttreten des Verfassungsgesetzes Nr. 2/2001 auch ein Vertreter der ladinischen Sprachgruppe dieses Amt innehaben.

Regionalregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionalregierung besteht aus dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten und den Assessoren, die vom Regionalrat aus seiner Mitte gewählt werden, wobei die zahlenmäßige Stärke der italienischen und deutschen Sprachgruppe unbedingt beachtet werden muss. Aufgrund der Reform des Autonomiestatuts im Jahr 2001 wird unabhängig vom Proporz den Ladinern in der Regionalregierung ein Sitz zugesichert.

Die Präsidentschaft der Region wird aufgrund einer politischen Vereinbarung seit 2004 von den Landeshauptleuten von Südtirol und dem Trentino jeweils für eine Hälfte der Legislaturperiode übernommen (Rotationsprinzip).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt im Silber gevierten Wappenschild den Wenzelsadler für Trentino im ersten und vierten Feld und den roten goldbewehrten Tiroler Adler in den anderen Feldern.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft wird vor allem in den Alpentälern betrieben. Im Vinschgau und Nonstal ist der Anbau von Apfelbäumen verbreitet. Die Region ist zudem ein bedeutendes Weinbaugebiet.

Die Industriebetriebe sind insbesondere in der Holz- und Papierbranche, im Baugewerbe und in der Metallverarbeitung tätig. Die Region ist italienweit führend im Bereich erneuerbare Energien: Die Beschaffenheit des Gebietes fördert die Produktion von Strom aus Wasserkraft. Auch Photovoltaik- und Solaranlagen werden in Trentino-Südtirol hergestellt und eingesetzt. Große Bedeutung besitzt zudem der Tourismus. Einer der wichtigsten Arbeitgeber ist die ITAS Versicherungsgruppe.[6]

Trentino-Südtirol gehört zu den wohlhabendsten Regionen in Italien und in Europa (BIP pro Kopf über 30.000 €) und verzeichnet eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen italien- und europaweit (unter 3 %).

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
BIP (Mln. EUR)[7] 25.356,7 25.953,9 26.702,1 27.647,2 28.976,4 29.670,0 30.954,0 32.435,7 33.670,9 33.436,4
BIP Pro Kopf (EUR)[8] 26.801,4 27.669,4 28.238,3 28.904,5 29.915,7 30.278,6 31.266,7 32.403,3 33.238,8 32.633,6

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giuseppe Ferrandi, Günther Pallaver (Hrsg.): Die Region Trentino-Südtirol im 20. Jahrhundert. 1: Politik und Institutionen. Museo Storico in Trento, Trient 2007, ISBN 978-88-7197-082-0.
  • Andrea Leonardi (Hrsg.): Die Region Trentino-Südtirol im 20. Jahrundert. 2: Wirtschaft: Die Wege der Entwicklung. Museo Storico in Trento, Trient 2009, ISBN 978-88-7197-122-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trentino-Südtirol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Gebrauch der einzelnen, in der Region verwendeten Sprachen (das sind Italienisch, Deutsch, Ladinisch, Fersentalerisch und Zimbrisch) sowie die Rechte der einzelnen Sprachgruppen (etwa bei der Besetzung staatlicher Stellen und parlamentarischer Ämter und Gremien) sind im Sonderstatut für die Region (PDF-Datei; 612 kB) unter anderem in den Artikeln 19, 30, 36, 48, 50, 58, 62, 89, 98 sowie im IX. und XI. Abschnitt geregelt. Gemäß Art. 99 ist die deutsche Sprache der italienischen gleichgestellt, wobei für Akte mit Gesetzeskraft die italienische Version maßgeblich ist.
    Ladinisch, Fersentalerisch und Zimbrisch sind gemäß dem Sonderstatut keine offiziellen Amtssprachen der Region Trentino-Südtirol. Jedoch wurden durch die 1988 erlassenen, 1996, 2001 und 2006 noch leicht veränderten Durchführungsbestimmungen zum Sonderstatut die Rechte der ladinischsprachigen Bevölkerung in Südtirol erheblich erweitert, so dass auf der Ebene der Gemeindebehörden das Ladinische in den betreffenden Ortschaften alle Merkmale einer Amtssprache besitzt.
    Die Behörden der Provinz Bozen müssen ihre Rechtsvorschriften und Rundschreiben auch auf Ladinisch (also in insgesamt drei Sprachen) veröffentlichen, soweit sie für die ladinischsprachige Bevölkerung von Interesse sind. Ebenso haben die ladinischsprachigen Bürger das Recht, gegenüber denjenigen Behörden der Provinz, die überwiegend für die ladinischsprachige Bevölkerung zuständig oder in den betreffenden Ortschaften ansässig sind, schriftlich und mündlich ihre eigene Sprache zu verwenden. Die Behörde muss dann mündlich auf Ladinisch oder schriftlich in allen drei Verkehrssprachen antworten.
  2. Durchführungsbestimmungen zum Sonderstatut (Dekret des Präsidenten der Republik Italien vom 15. Juli 1988, Nr. 574) (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive), VI. Kapitel. Das Dokument enthält bereits die erwähnten, bis 2006 erlassenen Veränderungen.
  3. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  4. Sonderstatut für Trentino-Südtirol (PDF-Datei; 612 kB), Artikel 27
  5. Verfassung der Republik Italien (PDF-Datei; 429 kB), Artikel 116 und 117
  6. https://www.suedtirolnews.it/wirtschaft/itas-schlaegt-den-markt-und-wird-zum-fuehrenden-unternehmen-im-trentino-suedtirol
  7. Regionale Tafeln 1995-2009, Tafel Nr. 1
  8. Regionale Tafeln 1995-2009, Tafel Nr. 5

Koordinaten: 46° 23′ N, 11° 25′ O