Tres Hombres (Album)

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Tres Hombres
Studioalbum von ZZ Top

Veröffent-
lichung(en)

26. Juli 1973

Label(s) London Records

Format(e)

LP

Genre(s)

Bluesrock

Titel (Anzahl)

10

Laufzeit

33:26

Besetzung

Produktion

Billy Ham

Studio(s)

Brian Studios, Ardent Studios

Chronologie
Rio Grande Mud
(1972)
Tres Hombres Fandango!
(1975)
Singleauskopplung
1973 La Grange

Tres Hombres (spanisch für "drei Männer") ist das dritte Studioalbum der amerikanischen Bluesrock-Band ZZ Top. Es erreichte Platz 8 der Billboard 200 und war damit der kommerzielle Durchbruch der Band. Das Musikmagazin Rolling Stone führt es auf Platz 490 seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten, bislang verkaufte das Album sich über 5 Millionen Mal.[1]

Entstehung des Albums und Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufnahmen fanden in den Brians Studios in Tyler, Texas und in den Ardent Studios in Memphis, Tennessee statt. Nach Meinung von Billy Gibbons überwand die Band mit dem Songwriting die musikalischen Grenzen, die sie sich mit den vorhergehenden Alben auferlegt hatten.[2] Erstmals fanden Harmonien Eingang in die Musik, die Gitarrensoli waren schnell gespielt. Um den Klang der Soli zu verbessern und sie nachvollziehbarer zu machen, spielte Gitarrist Gibbons sie später langsamer als auf dem Album.[2]

Der Gitarrenriff zur SingleauskopplungLa Grange“ entstand auf einem älteren Stratocaster-Modell der Firma Fender, dessen eigener Sound nach Meinung von Gibbons gut zur Stimmung des Liedes passte.[3] Das Lied handelt von einem Bordell und der Südstaatentradition, dass Väter ihre Söhne an der Schwelle zum Erwachsensein in ein Bordell mitnahmen, damit sie ihre erste sexuelle Erfahrung machen konnten.[4] Die letzte Textzeile des Liedes ist von Buddy Hollys Stück „Peggy Sue Got Married“ inspiriert. Der Titel des Liedes geht auf La Grange zurück, der Hauptstadt des Fayette County in Texas. Die ersten zwei Stücke des Albums „Waitin' for the Bus“ und „Jesus Just Left Chicago“ wurden zwar zu verschiedenen Zeitpunkten geschrieben, die allerdings relativ nah beieinander lagen. Der Toningenieur machte daraus versehentlich ein Lied, sodass diese beiden Titel wie ein zusammenhängendes Musikstück klangen.[3]

1985 wurde das Album für die CD-Version neu bearbeitet, seit 2006 sind aber auch die Originalaufnahmen in einer remasterten Version auf CD erhältlich.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waitin' for the Bus (Gibbons/Hill) – 2:59
  2. Jesus Just Left Chicago (Gibbons/Hill/Beard) – 3:30
  3. Beer Drinkers and Hell Raisers (Gibbons/Hill/Beard) – 3:23
  4. Master of Sparks (Gibbons) – 3:33
  5. Hot, Blue and Righteous (Gibbons) – 3:14
  6. Move Me on Down the Line (Gibbons/Hill) – 2:32
  7. Precious and Grace (Gibbons/Hill/Beard) – 3:09
  8. La Grange (Gibbons/Hill/Beard) – 3:52
  9. Shiek (Gibbons/Hill) – 4:05
  10. Have You Heard? (Gibbons/Hill) – 3:15

Remastered Edition Bonustracks

  1. Waitin' for the Bus (live) – 2:42
  2. Jesus Just Left Chicago (live) – 4:03
  3. La Grange (live) – 4:44

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rolling Stone merkte in einem zeitgenössischen Review[5] an, dass das Album ein Schritt zurück zu den Wurzeln der Band im „Weißen Blues“ sei. Die Aufnahmen wären mit wenig Echo versehen und damit nahe am Live-Sound der Band; die Drei-Akkord-Technik erinnere an musikalische Vorbilder wie Canned Heat. Stephen Thomas Erlewine von Allmusic bezeichnet das Album in seinem Review als „driving blues-rock album from a Texas bar band“ (dt.: „treibendes Bluesrock-Album einer texanischen Bar-Band“) mit einem dreckigen Groove und einem ansteckenden Feeling.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 500 Greatest Albums of all Time: ZZ Top, 'Tres Hombres'. Rolling Stone Magazine, abgerufen am 3. April 2014 (englisch).
  2. a b Steven Rosen: ZZ Top: From A to ZZ. (Nicht mehr online verfügbar.) Guitar World, 22. Oktober 2009, archiviert vom Original am 9. Januar 2010; abgerufen am 8. Februar 2010 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.guitarworld.com
  3. a b Jeb Wright: From A to Z: An Interview with ZZ Top’s Billy Gibbons. Classic Rock Revisited, archiviert vom Original am 3. Januar 2010; abgerufen am 24. Juni 2011 (englisch).
  4. Glenn O’Brien: Life at the Top. In: Spin Magazine. Februar 1986, S. 72.
  5. Steve Apple: ZZ Top: Tres Hombres. In: Rolling Stone. 13. September 1973.