Trettmann

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Trettmann, 2013

Trettmann (früher Ronny „RT“ Trettmann, * 9. Oktober 1973 als Stefan Richter in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz) ist ein deutscher Hip-Hop-, RnB- und Dancehall-Sänger.[1]

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seiner Debüt-Single Der Sommer ist für alle da! war er 2006 für vier Wochen in den Media-Control-Single-Charts. Er erregte Aufsehen vor allem mit seinen in sächsischem Dialekt gesungenen Liedern und deren Inhalten, mit denen er die deutsche Reggae/Dancehall-Szene persiflierte. Der Kaffee-Mix (2006) fasst die frühen Produktionen bei dem Label Germaican Records zusammen.

2007 eröffnete er die große Bühne auf dem Summerjam-Festival und hatte seinen ersten Auftritt beim Splash-Festival. 2008 machte er mit Hand ab! auf den sogenannten „Leipziger Bleiskandal“ aufmerksam. In Leipzig war mit Blei gestrecktes Marihuana in Umlauf gebracht worden und hatte mehrere Menschen vergiftet. Über diesen Song berichtete auch Spiegel Online.

Im Frühjahr 2008 beendete er die Zusammenarbeit mit Germaican Records und gründete sein eigenes Label Heckert Empire. Zusammen mit Soulforce, Musikproduzenten aus Krefeld, die auch ein Soundsystem betrieben, veröffentlichte er im Herbst desselben Jahres den Heckert Empire Mix und entfernte sich damit immer mehr von dem Image des reinen Comedy-Künstlers. In seinem Lied Großvater setzt er sich 2008 mit der Vergangenheit seiner Großeltern auseinander.

Im Vorfeld zur Veröffentlichung seines Albums Tanz auf dem Vulkan, das am 10. Mai 2013 erschien, sammelte er mithilfe einer Crowdfunding-Plattform Spenden für die Promotion, das Marketing und die Finanzierung eines physischen Mediums. Vom gesammelten Geld wurde auch das Video zur Singleauskopplung Ostseemuse produziert.[2] Seit 2016 tritt er nur noch als Trettmann auf.[3]

Durch seine Gastauftritte auf dem kommerziell erfolgreichen Album Palmen aus Plastik der Musiker RAF Camora und Bonez MC wurde Trettmann 2016 einem größeren Publikum bekannt. Infolgedessen erreichte er mit seinem Album #DIY 2017 erstmals die deutschen Albumcharts auf Platz 17.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[5][6]
#DIY
  DE 17 06.10.2017 (… Wo.)
  AT 27 13.10.2017 (3 Wo.)
  CH 29 08.10.2017 (5 Wo.)
Singles
Der Sommer ist für alle da!
  DE 53 15.09.2006 (4 Wo.)
Vaporizer (mit Bonez MC & RAF Camora)
  DE 73 16.09.2016 (1 Wo.)
Daneben (mit Bonez MC & RAF Camora)
  DE 86 16.09.2016 (1 Wo.)
Knöcheltief (feat. Gzuz)
  DE 31Gold 11.08.2017 (30 Wo.)
GottSeiDank (feat. Bonez MC & RAF Camora)
  DE 31 22.09.2017 (11 Wo.)
  AT 56 29.09.2017 (5 Wo.)
Dream (mit Ufo361)
  DE 78 20.04.2018 (1 Wo.)
Nur mit den Echten (mit Gzuz)
  DE 27 01.06.2018 (3 Wo.)
  AT 27 08.06.2018 (2 Wo.)
10419 (mit Cro & Kitschkrieg)
  DE 24 14.09.2018 (… Wo.)
  AT 29 21.09.2018 (… Wo.)
  CH 78 16.09.2018 (… Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Zwei chlorbleiche Halunken (zusammen mit Ranking Smo)
  • 2012: Zentralgestirn (EP)
  • 2013: Tanz auf dem Vulkan
  • 2016: Kitschkrieg (EP)
  • 2016: Kitschkrieg 2 (EP)
  • 2016: Kitschkrieg 3 (EP)
  • 2017: Herb und Mango (EP mit Megaloh & Kitschkrieg)
  • 2017: #DIY

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Der Sommer ist für alle da! / Was läuft hier falsch?
  • 2006: Glover
  • 2006: Gretchen
  • 2006: Loyality (Unser Fahrer) (mit Ill Inspecta)
  • 2006: Kaffee
  • 2006: Thug Funk KW
  • 2007: Regentropfen
  • 2007: Feierabend
  • 2008: Die Stimme
  • 2008: New Jersey
  • 2008: Krankenschwester
  • 2008: Regentropfen
  • 2008: Grossvater
  • 2008: Wochenende
  • 2008: Sexuelle Eruption
  • 2009: Applaus
  • 2009: Hand ab!
  • 2009: Heckert Empire
  • 2009: Block Party (zusammen mit Nosliw auf dessen Album Heiß & Laut)
  • 2010: Schüttn Eimor Wasser drübor!
  • 2010: Skunk & Haze & Polln
  • 2010: Das ist wie Gangster Ticken (feat. Ranking Smo)
  • 2011: Rangschier den Benz (feat. Shotta Paul)
  • 2011: Gute Alte Zeit (feat. Ranking Smo)
  • 2011: Hitzefrei (feat. Shotta Paul)
  • 2011: Dewid Rodigen
  • 2012: 1984
  • 2012: Kurz vor Nacksch
  • 2012: Ostseemuse
  • 2013: 25 Geil (feat. MC Fitti)
  • 2014: Gebt die Noten frei (mit Stereo Luchs auf dem Moonshine Riddim)
  • 2015: Was solls? (feat. Megaloh)
  • 2016: Wer hat die Hitze? (feat. Megaloh)
  • 2016: Skyline
  • 2016: Raver
  • 2016: 120 Jahre (feat. Haiyti)
  • 2016: Adriano
  • 2017: ‘‘Billie Holiday‘‘
  • 2017: Knöcheltief (feat. Gzuz)
  • 2017: Grauer Beton
  • 2017: GottSeiDank (feat. Bonez MC & RAF Camora)
  • 2018: Wonderland (feat. Gringo)

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Kaffee-Mix
  • 2008: Heckert Empire Mixtape (Trettmann trifft Soulforce)
  • 2016: Palmen aus Plastik

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trettmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Initiative Musik gGmbH
  2. Lisa Kühnert: Birnenpfeffi mit Zimt: Ronny Trettmann mit neuem Album im Atomino, 371stadtmagazin.de
  3. Trettmann: „2016 fühlt es sich an, als wäre meine Zeit reif.“, backspin.de, 1. Februar 2016
  4. #DIY Platz 17
  5. Charts DE Charts AT Charts CH
  6. Auszeichnungen: DE