Trevélez

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Gemeinde Trevélez
Trevélez Highres Panorama 2014.jpg
Trevélez – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Trevélez (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Andalusien Andalusien
Provinz: Granada
Comarca: Alpujarra Granadina
Koordinaten 37° 0′ N, 3° 16′ WKoordinaten: 37° 0′ N, 3° 16′ W
Höhe: 1480 msnm
Fläche: 90,96 km²
Einwohner: 732 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 8 Einw./km²
Postleitzahl: 18417
Gemeindenummer (INE): 18180
Verwaltung
Bürgermeister: Adrián Gallegos Segura
Website: www.trevelez.es
Lage der Gemeinde
Karte Gemeinde Trevélez 2022.png

Trevélez ist ein südspanischer Bergort und eine Gemeinde (municipio) mit insgesamt 732 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019) im Südosten der Provinz Granada in der autonomen Region Andalusien.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ca. 1480 m hoch gelegene Bergort Trevélez liegt oberhalb des Río Trevélez an einem Südhang der Alpujarras nahe dem Nationalpark Sierra Nevada ca. 100 km (Fahrtstrecke) südöstlich der Provinzhauptstadt Granada; die Mittelmeerküste bei La Rábita ist etwa 62 km in südlicher Richtung entfernt. Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer aufgrund der Höhenlage immer noch vergleichsweise angenehm; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 485 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2020
Einwohner 1399 1268 1722 762 736[2]

Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe („Höfesterben“) und dem daraus resultierenden Verlust von Arbeitsplätzen ist die Einwohnerzahl der Gemeinde seit der Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich zurückgegangen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch in der frühen Neuzeit lebten die Bewohner des Ortes als Selbstversorger von der Erträgen ihrer Felder und Hausgärten. Außerdem wurde hauptsächlich Viehzucht (v. a. Schafe, Ziegen und Schweine) betrieben; Esel wurden als Tragtiere gehalten. Dieser Zustand änderte sich erst mit dem Ausbau der Infrastruktur im 20. Jahrhundert. Im Ort selbst haben sich Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister aller Art angesiedelt. Der Ort ist in ganz Spanien und darüber hinaus wegen seines hier produzierten luftgetrockneten Iberischen Schinkens bekannt.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prähistorische, römische und westgotische Funde fehlen; die Gründung des Ortes erfolgte wahrscheinlich im 8. Jahrhundert durch Berber aus Nordafrika. Nach dem Ende des Kalifats von Córdoba (um 1020) übernahmen die Ziriden von Granada die Macht, die sie jedoch wenig später an die berberischen Almoraviden und Almohaden abtreten mussten. Als Teil des Emirats von Granada blieb das Bergland der Alpujarras bis zum Jahr 1490 islamisch; danach bildete es ein Rückzugsgebiet für die Morisken. Mit dem Alhambra-Edikt (1492) der Katholischen Könige begann die Vertreibung der Juden in Spanien; nach den Moriskenaufständen der Jahre 1499 bis 1501 und 1568 bis 1571 wurden die letzten Muslime zu Beginn des 17. Jahrhunderts ebenfalls ausgewiesen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Bild des alten Ortsteils wird bestimmt von engen Gassen mit weiß getünchten Häusern.
  • Die dem hl. Benedikt von Nursia geweihte Iglesia Parroquial de San Benito entstand im 16. Jahrhundert an der Stelle einer Moschee.[4]
  • Mehrere Produktions- und Lagerstätten von Schinken sind zu besichtigen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Trevélez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Trevélez – Bevölkerungsentwicklung
  3. Trevélez – Schinken
  4. Trevélez – Kirche