Triberg im Schwarzwald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Triberg im Schwarzwald
Triberg im Schwarzwald
Deutschlandkarte, Position der Stadt Triberg im Schwarzwald hervorgehoben
Koordinaten: 48° 8′ N, 8° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 684 m ü. NHN
Fläche: 33,33 km2
Einwohner: 4794 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78098
Vorwahl: 07722
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 060
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 57
78098 Triberg
Website: www.triberg.de
Bürgermeister: Gallus Strobel (CDU)
Lage der Stadt Triberg im Schwarzwald im Schwarzwald-Baar-Kreis
SchweizLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldLandkreis EmmendingenLandkreis KonstanzLandkreis TuttlingenLandkreis WaldshutOrtenaukreisLandkreis RottweilBad DürrheimBlumbergBräunlingenBräunlingenBrigachtalDauchingenDonaueschingenFurtwangen im SchwarzwaldGütenbachHüfingenHüfingenKönigsfeld im SchwarzwaldMönchweilerNiedereschachSt. Georgen im SchwarzwaldSchönwald im SchwarzwaldSchonach im SchwarzwaldTuningenTriberg im SchwarzwaldUnterkirnachUnterkirnachUnterkirnachVillingen-SchwenningenVillingen-SchwenningenVillingen-SchwenningenVöhrenbachKarte
Über dieses Bild
Triberg von Westen
Hauptstraße in Triberg

Triberg im Schwarzwald ist eine deutsche Stadt in Baden-Württemberg und gehört zum Schwarzwald-Baar-Kreis im Regierungsbezirk Freiburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triberg liegt im südlichen Teil des Mittleren Schwarzwalds in 600 bis 1038 Meter Höhe an den Bundesstraßen 33 und 500 sowie an der Deutschen Uhrenstraße und ist Haltepunkt der Schwarzwaldbahn. Die nächsten größeren Städte mit zentralen Funktionen sind südöstlich Villingen-Schwenningen (etwa 32 km) und südwestlich Freiburg im Breisgau (etwa 45 km).

Kaum eine Stadt im Schwarzwald liegt in ähnlich tief eingeschnittener Tallage. Innerhalb der Bebauung der Kernstadt Triberg werden Höhenunterschiede von rund 250 m überwunden (Bahnhof etwa 600 m, Jugendherberge etwa 850 m ü. NN). Für die Stadtplanung bedeutet dies immer wieder neue Herausforderungen. Mit dem Gewerbepark Triberg oberhalb des Wasserfalls wird erstmals auf die weniger steile Hochfläche ausgewichen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt grenzt im Norden an die Stadt Hornberg im Ortenaukreis und Schonachbach, eine Teilgemeinde von Schonach im Schwarzwald. Schonach bildet auch die westliche Begrenzung von Triberg. Im Osten bestehen gemeinsame Grenzen mit der Stadt Schramberg (Landkreis Rottweil) und mit der Stadt St. Georgen im Schwarzwald, im Süden grenzt Triberg an die Gemeinde Schönwald im Schwarzwald und die Stadt Furtwangen im Schwarzwald.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Stadt Triberg im Schwarzwald gehören die zwei ehemals selbstständigen Gemeinden:

Stadtteil Wappen Eingemeindung Einwohner
Gremmelsbach Wappen von Gremmelsbach 01.10.1974 480
Nußbach Wappen von Nußbach 01.01.1973 1000

Des Weiteren umfasst die Stadt Triberg im Schwarzwald 86 weitere Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Gremmelsbach liegt die abgegangene Burg Althornberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Triberg im Jahr 1239 in einer Urkunde, in der ein Ministeriale Peter von Triberc genannt wird. 1330 erfolgte zum ersten Mal die Erwähnung Tribergs als Stadt, 1349 wurde erstmals das möglicherweise schon länger bestehende Marktrecht erwähnt. Von 1355 bis 1797 gehörte die Stadt zum Hause Habsburg und damit zum österreichischen Herrschaftsgebiet Vorderösterreich. 1805 kam Triberg kurzzeitig zum Herzogtum Württemberg, 1806 dann zum Großherzogtum Baden.[3]

Ein Stadtbrand zerstörte die Stadt im Jahr 1826 nahezu komplett. In den Jahren danach wurde die Stadt als Planstadt im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. Im Jahre 1884 errichtete Triberg die erste öffentliche elektrische Straßenbeleuchtung in Deutschland; der Strom wurde an den über 150 m hohen Wasserfällen gewonnen.

Den Namensbestandteil im Schwarzwald führt die Stadt seit dem 20. Juni 1963. Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Nußbach eingemeindet, am 1. Oktober 1974 folgte Gremmelsbach.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Triberg hat 19 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:[5]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
40,3 %
35,4 %
24,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
± 0,0 %p
-2,3 %p
+2,3 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,3 7 40,3 8
FW Freie Wähler 35,4 7 37,7 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 24,4 5 22,1 4
gesamt 100,0 19 100,0 19
Wahlbeteiligung 47,8 % 54,2 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gallus Strobel (CDU) ist seit 1. Februar 2002 Bürgermeister, er wurde im November 2017 im ersten Wahlgang für eine dritte Amtszeit bestätigt.[7] Strobel ist auch Vorstand der noch bestehenden Triberger Erlebniswelt AG und bei verschiedenen Unternehmensbeteiligungen der Stadt wie der aquavilla GmbH federführend. Strobel ist Jurist[8] und hat zu einem justizgeschichtlichen Thema promoviert.[9] Wegen eines als sexistisch empfundenen Werbegags für die Gemeinde geriet er 2015 bundesweit in die Schlagzeilen.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Über grünem Dreiberg in von Silber und Rot geviertem Schild zwei gestürzte zugewendete Hifthörner in verwechselten Farben.“

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triberg ist Mitglied im Lazarus-von-Schwendi-Städtebund und die Partnerstadt von

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschafts- und Versorgungsbetriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1896 erfolgte die Gründung der Elektrizitäts-Gesellschaft Triberg GmbH (EGT) durch Friedrich Wilhelm Schoen, Wilhelm Eduard von Schoen und Carl von Linde. Sie ist heute noch aktiv und in den Geschäftsbereichen Stromerzeugung, Stromverteilung und elektrotechnischer Anlagenbau tätig. 1922 beteiligten sich Triberg, St. Georgen, Furtwangen, Hornberg und die Gemeinde Schonach am Stammkapital der EGT, die 2008 als AG umfirmierte. Die aquavilla GmbH ist eine Ausgründung, die Wasserversorgungsnetze betreibt.

Die früher stark vertretene Uhrenindustrie ist mittlerweile auf Museumsangebote und Verkaufsgeschäfte reduziert. Auch das örtliche Werk von Bühler Motor wurde geschlossen und abgerissen. Der bedeutendste Arbeitgeber der Stadt ist 2013 die Asklepios Klinik. Die Einwohnerzahl ist rückläufig, nicht einmal 5.000 Menschen lebten 2012 in Triberg, vor wenigen Jahren waren es noch 8.000.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triberg ist über die Schwarzwaldbahn an das Schienennetz angeschlossen. Stündlich verkehren Regional-Express-Züge in Richtung Karlsruhe und Konstanz. Zusätzlich halten einzelne Intercity-Züge am Bahnhof Triberg.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die besondere Topologie und Landschaft, das Mittelgebirgsklima und durch zahlreiche Freizeiteinrichtungen in der Umgebung bietet Triberg mit den Ortschaften Nußbach und Gremmelsbach gute Voraussetzungen für den Tourismus. Der Ort liegt an der Deutschen Uhrenstraße. Als heilklimatischer Kurort verfügen Triberg, Nußbach und Gremmelsbach über 1500 Gästebetten. Ferien auf dem Bauernhof und zu Ferienwohnungen ausgebaute Schwarzwaldhöfe komplettieren das Tourismusangebot.[8]

Zusammen mit vier weiteren Gemeinden (Emmendingen, Steinen, Stühlingen und Wehr) erhielt Triberg den Titel Tor zum Naturpark Südschwarzwald und gilt damit als Eingangstor zum zweitgrößten deutschen Naturpark.

Der Badischen Zeitung zufolge besuchten Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts etwa 250.000 Besucher jährlich die unmittelbar benachbarten Triberger Wasserfälle, einige Jahre vorher waren es doppelt so viele gewesen. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 blieben viele US-amerikanische Touristen aus.[8] Der Umgang mit einer hohen Anzahl Tagestouristen und wenigen Übernachtungsgästen ist eine Herausforderung für die kleine Stadt.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister Strobel auf einem der Triberger Männerparkplätze

2007 war noch vom 90-Millionen-Projekt Triberger Erlebniswelt die Rede.[8] Die Erlebniswelt selbst wurde nach Streitigkeiten zwischen dem Schmuckhändler Thomas Weisser, der auf Bustourismus setzte, und dem ehemaligen SAP-Chefentwickler Günther Möckesch, der nachhaltigen Tourismus fördern wollte, ad acta gelegt.[8] Das 2 Millionen Euro teure Parkhaus mit den viral bekannt gewordenen Männerparkplätzen ist das einzige Bauprojekt, das bislang auf der lokal größten Industriebrache Tribergs realisiert wurde.

Zwischenzeitlich war von Honorarforderungen in zweistelliger Millionenhöhe[11] des Architekten Max-Dieter Mack, eines Verwandten des Freizeitparkmoguls Roland Mack, die Rede. Bürgermeister Strobel hatte in seiner Eigenschaft als Vorstand der Erlebniswelt Triberg AG Mack ein deutlich kleineres Budget für eine Vorstudie zugesagt und dieses auch bewilligt. Der Auftrag selbst für Planung und Bau der Parkgarage ging an ein anderes Architekturbüro.[8] Mittlerweile sind ein Einkaufszentrum und kleinere Tourismusangebote geplant.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Triberger Volkstracht

Die Triberger Volkstracht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das nebenstehende Bild aus dem Universallexikon des Großherzogthums Baden zeigt zwei Triberger Bäuerinnen und einen Uhrenträger um 1840.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzwaldmuseum Triberg
Das Gerwig-Denkmal in Triberg
Kriegerdenkmal und Aussichtsturm („Ehrenmal“)

Triberg verfügt über ein ausgedehntes, gut ausgeschildertes Wanderwegnetz. Der Mittelweg Pforzheim–Waldshut und der Querweg Rottweil–Lahr führen über die Gemarkung.

Außerdem liegt Triberg an einem technisch außergewöhnlichen und landschaftlich reizvollen Abschnitt der Schwarzwaldbahn, einer Eisenbahnstrecke mit insgesamt 40 Tunneln.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triberg hatte im Jahre 1908 den ersten elektrisch betriebenen Skilift der Welt. Die Eiskunstlauf-Europameisterschaft 1925 wurde in der Stadt ausgetragen.

Von 2012 bis 2014 trat der SV Triberg in der 1. Ringer-Bundesliga an.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Bildungseinrichtungen stehen in Triberg zur Verfügung

  • die Kindergärten Mariengarten und St. Anna in Triberg, St. Sebastian in Nußbach sowie der Kindergarten Gremmelsbach
  • Grund- und Hauptschulen in Triberg und Nußbach
  • die Realschule Triberg
  • das Schwarzwald-Gymnasium Triberg
  • die Volkshochschule Triberg

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Stadt verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Triberg wurden der Asteroid (619) Triberga und eine Lokomotive der Deutschen Bahn benannt. Ernest Hemingway erwähnte Triberg in seiner Kurzgeschichte Schnee auf dem Kilimandscharo. 2002 wurden die von der Stadt seit 1999 durchgeführten Hemingway-Days aufgrund einer öffentlichen Kontroverse über angebliche Kriegsverbrechen Hemingways abgesetzt.[12]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michaela Hohkamp: Herrschaft in der Herrschaft: Die vorderösterreichische Obervogtei Triberg. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-35457-6.
  • Josef Läufer (Text und Hrsg.) Triberg-Gremmelsbach, Pfarrkirche St. Josef. Schnell & Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-6559-1.
  • Josef Läufer: Triberger Stadtkirche St. Clemens, eine geistliche Erklärung der Portale zu Clemens Maria Hofbauer. Kath. Pfarramt St. Clemens, Triberg (Hrsg.), 2005.
  • Karl Volk (Text und Hrsg.) Geschichte des Kirchenbaues in Gremmelsbach. Triberg, 2005.
  • Josef Bader: Die ehemalige Herrschaft Triberg. In: Badenia, 2. Jahrgang, Karlsruhe 1840, S. 199–214 (Digitalisat bei Google Books).
  • Martin Schüßler: Die frühere Herrschaft Triberg. In: Die Ortenau, 17. Jahrgang, 1930, S. 17–36 (Digitalisat der UB Freiburg).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Triberg im Schwarzwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 582–585.
  3. Triberg im Schwarzwald – Altgemeinde~Teilort. leo-bw.de, abgerufen am 19. Juli 2019.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 504 und 517.
  5. Stat. Landesamt, endgültige Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2014 (Memento vom 22. Juni 2015 im Internet Archive)
  6. Auf weitere acht Jahre vereidigt, Südkurier, 5. Februar 2010.
  7. Wahlergebnis auf staatsanzeiger.de.
  8. a b c d e f g Millionenprojekt: Erlebniswelt Triberg steht vor dem Aus (Memento vom 6. Juli 2017 im Internet Archive), Badische Zeitung, 8. März 2010.
  9. Gallus Strobel: Zum Fabrikarbeitsvertrag in Deutschland im 19. Jahrhundert. Vertragsfreiheit und Kinderschutz. Schäuble, Rheinfelden 1986, ISBN 3-87718-502-9.
  10. Hüllenlose Frau übermalt, Stuttgarter Zeitung, 17. August 2015.
  11. Honorar für ein Luftschloss: Der Breisacher Architekt Max-Dieter Mack will zehn Millionen Euro von der Erlebniswelt Triberg (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive), Badische Zeitung, 18. Oktober 2011.
  12. Jeanette Moser: Die mit dem Strom schwimmen, Der Tagesspiegel, 19. Dezember 2002.