Trier-Euren

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Euren
Stadtteil von Trier
Koordinaten: 49° 44′ 25″ N, 6° 36′ 25″ O
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 13,19 km²
Einwohner: 4207 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 319 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1930
Vorwahl: 0651
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Über dieses Bild
Lage in der Stadt Trier
St. Helena, Euren
Abbildung von Euren auf dem Trierer Gerichtsbild von 1589
Mariengrotte
Bordell Damen Trier im Pi-Park

Euren ist mit 1318,9 ha Gemarkungsfläche der nach Ehrang/Quint flächenmäßig zweitgrößte der 19 Ortsbezirke der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz und zählt etwa 8.000 Einwohner (Stand 2015).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk liegt am linken Ufer der Mosel zwischen Luxemburger Straße und dem Hospitienwald im Südwesten von Trier. Durch den Ort fließt der Eurenerbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euren wurde vermutlich als Landsitz reicher Römer der nahegelegenen Weltstadt Augusta Treverorum errichtet. Bekannt ist eine ausgedehnte Villenanlage, die sich am Standort der im neugotischen Stil 1874 bis 1876 erbauten Pfarrkirche befand. Diese Anlage war vermutlich der Landsitz der heiligen Helena, der Mutter Kaiser Konstantins und diente als Namensgeber für die heutige Pfarrei Sankt Helena und des Dorfbrunnens.

Das zu Euren gehörige Dorf Herresthal wurde 1247 erstmals in einer Eurener Chronik erwähnt.

Das Schloss Monaise ist ein frühklassizistischer Bau aus dem Jahre 1783 und war der Sommersitz des Philipp Franz Wilderich Nepomuk von Walderdorf. Es wird heute gastronomisch genutzt.

Die Eingemeindung von Euren in die Stadt Trier erfolgte 1930.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbeirat
1
4
3
5
Insgesamt 13 Sitze

Seit den letzten Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 ist die Unabhängige Bürgervertretung Trier (UBT) mit fünf Sitzen stärkste Kraft im Ortsbeirat. Danach folgt die CDU mit vier, die Grünen mit drei und die SPD mit einem Sitz.[1]

Ortsvorsteher ist Hans Alwin Schmitz (UBT).

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Euren existieren Stand 2007 16 Vereine, darunter der Karnevalsclub Grün-Weiß-Euren 1979 e. V., MGV Trier-Euren 1912 e. V., MV Trier-Euren 1927 e. V., TuS Trier-Euren 1969 e. V., SV Trier-West/Euren, die Löschzüge Euren und Herresthal, u. a. Ältester Verein ist der Eurener Kirchenchor. Die Eurener Vereine sind im Kulturring Trier-Euren 1957 e. V. zusammengeschlossen, der die Sankt-Helena-Kirmes ausrichtet, die im August abgehalten wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Südosten des Bezirks befindet sich mit einer Größe von rund 175 Hektar das größte zusammenhängende Industrie- und Gewerbegebiet der Stadt Trier. Dieses ist seit der Übergabe des Geländes vom Bund an die Stadt Trier 1977 auf dem Eurener Flur, einem ehemaligen Flugplatzgelände, entstanden, nachdem 1974 eine Vereinbarung über die Verlegung des Flughafens nach Föhren mit den französischen Eignern geschlossen worden war. Seit der Gründung haben sich ca. 160 Unternehmen mit rund 6500 Arbeitsplätzen, unter ihnen auch der größte Trierer Arbeitgeber, der Zigarettenhersteller JTI (Japan Tobacco International Germany GmbH), angesiedelt. Positiver Standortfaktor für das Industrie- und Gewerbegebiet ist die Tallage zwischen Mosel und Bahnlinie, welche außer der Straße auch eine Verkehrsanbindung über Schiene und Schifffahrt ermöglicht.

Im Konversionsgebiet Pi-Park ist ein weiteres Gewerbegebiet entstanden. Ursprünglich als Pionierpark für junge Unternehmen gedacht, finden sich heute hier Werkhöfe, eine Schreinerei, eine Einsatzzentrale des DRK sowie ein Bordell.[2]

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder wirkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Trier - Ortsvorsteher/Ortsbeirat. Abgerufen am 31. Juli 2019.
  2. Prostitution im Pi-Park? Trierischer Volksfreund vom 23. November 2009, abgerufen am 16. November 2010.
  3. Eurener Chronik, abgerufen am 27. Juli 2013
  4. Eintrag zu Sankt Helena (Euren, Gemeinde Trier) in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 29. Januar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trier-Euren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien