Trier-Heiligkreuz

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Heiligkreuz
Stadtteil von Trier
Koordinaten: 49° 44′ 30″ N, 6° 38′ 41″ O
Höhe: 160 m ü. NN
Fläche: 2,04 km²
Einwohner: 6672 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 3.277 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1912
Vorwahl: 0651
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Lage in der Stadt Trier

Heiligkreuz (früher Wisport) ist einer der 19 Ortsbezirke der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz. Der 203,6 Hektar große Bezirk liegt auf einem leicht ansteigenden Höhenrücken der Trierer Südstadt und zählte Ende 2006 6.766 mit Erst- oder Zweitwohnsitz gemeldete Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das heutige Gebiet von Heiligkreuz verlief zu römischer Zeit die Stadtmauer von Augusta Treverorum, dem späteren Trier. Das Gelände innerhalb der Stadtmauer gehörte zum Tempelbezirk im Altbachtal. Unter anderem standen hier ein Podiumstempel mit einem 66 × 23 Meter großen Fundament (Tempel am Herrenbrünnchen) und eine Diana-Statue aus Marmor.

Nachdem die römische Stadtmauer aufgegeben worden war, wurde einer der ehemaligen Wehrtürme im Mittelalter als Torburg namens Porta Alba (lat. Weißes Tor) benutzt. Um sie entwickelte sich eine kleine Bauernsiedlung, die nach der Torburg den Namen Wisport (auch: Alben) erhielt. Heute zeugt davon noch die Wisportstraße in Trier.

Abbildung von Heiligkreuz auf dem Trierer Gerichtsbild von 1589
Die Hochhäuser in Heiligkreuz vom Sportplatz aus gesehen

In der Mitte des 11. Jahrhunderts wurde hier eine Kapelle in Kreuzform gebaut, die als Heiligkreuz-Kapelle bezeichnet wurde. Nach der Kapelle, die noch immer den Mittelpunkt des Ortsbezirks bildet, erhielt der Ort schließlich seinen heutigen Namen. Das Dorf unmittelbar um diese Kapelle wird heute Alt-Heiligkreuz genannt.

Im 13. Jahrhundert, als sich Feinde des Trierer Erzbischofs in die Porta Alba zurückzogen, stürmte er den Bau und legte ihn anschließend nieder.

Ab dem Mittelalter wurde der in Heiligkreuz entspringende Bach Daufborn, heute Herrenbrünnchen, von der Stadt Trier zur Wasserversorgung benutzt. Das Wasser aus Heiligkreuz erhielten unter anderem der Petrusbrunnen auf dem Trierer Hauptmarkt und der Georgsbrunnen auf dem Kornmarkt. Als Maximilian I. 1512 zum Reichstag nach Trier kam, wurde im Weiher beim Daufborn eine Seehundjagd abgehalten, um den Kaiser zu unterhalten.[2]

Noch im 18. Jahrhundert bestand Heiligkreuz aus nur wenigen Häusern. Die Herrschaft über den Ort war zwischen der Stadt Trier, der Benediktinerabtei St. Matthias und der Abtei St. Irminen aufgeteilt. Im 19. Jahrhundert war Heiligkreuz eine selbstständige Gemeinde.

1912 wurde Heiligkreuz nach Trier eingemeindet. In Richtung Mariahof und Olewig entstand in den 1950er Jahren die Wohnsiedlung Neu-Heiligkreuz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Heiligkreuz-Kapelle aus dem 11. Jahrhundert.

Neben der Heiligkreuzkapelle zählt ein Gebäudekomplex am Ortseingang, in dem die Europäische Rechtsakademie, eine ehemalige Zweigstelle der Landeszentralbank und ein Kongresshotel untergebracht sind, zu den Sehenswürdigkeiten des Bezirks. Etwas unterhalb des Schulzentrums am Ortsende in Richtung Mariahof befindet sich die im Stil der Anthroposophischen Architektur erbaute Trierer Waldorfschule. Heiligkreuz verfügt über ein vielfältiges kulturelles Angebot. Die Nähe zum beliebten Park um den Mattheiser Weiher wird von Spaziergängern und Joggern gerne genutzt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Trier-Heiligkreuz

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

4
3
1
7
Insgesamt 15 Sitze

Ortsvorsteher von Heiligkreuz ist Theodor Wolber (CDU). Bei der Ortsbeiratswahl 2014 gingen die Christdemokraten als stärkste Kraft hervor, sie haben 7 der 15 Sitze inne. Zudem sind SPD, Grüne und Freie Wähler im Ortsbeirat vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiligkreuzberg um 1840 aus Panorama von Trier und dessen Umgebungen (um 1840) via dilibri

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heiligkreuz. Statistik auf den Seiten der Stadt Trier (abgerufen 17. November 2007)
  2. Heiligkreuz. Geschichte auf den Seiten der Stadt Trier (abgerufen 17. November 2007)