Trier-Nord

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Trier-Nord
Stadtteil von Trier
Koordinaten: 49° 46′ 1″ N, 6° 39′ 22″ O
Höhe: 133 m ü. NN
Fläche: 3,77 km²
Einwohner: 13.405 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 3.557 Einwohner/km²
Vorwahl: 0651
Biewer Ehrang/Quint Euren Feyen/Weismark Filsch Heiligkreuz Irsch Kernscheid Kürenz Mariahof Mitte/Gartenfeld Nord Olewig Pfalzel Ruwer/Eitelsbach Süd Tarforst West/Pallien ZewenKarte
Über dieses Bild
Lage in der Stadt Trier
Barockbasilika St. Paulin
Abbildung des Maarviertels auf dem Trierer Gerichtsbild (1589)

Nord ist mit 13.405 Einwohnern (Stand 2009) größter Bezirk der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Nord bezeichnet den Bereich nördlich des historischen Kerns der Stadt Trier bis hin zum Bezirk Ruwer/Eitelsbach. Er erstreckt sich über eine Fläche von 376,9 Hektar, beginnt unmittelbar vor der Porta Nigra und schließt das Gebiet des früheren römischen Friedhofes ein.

Der Stadtteil umfasst unter anderem das Paulin- und das Maarviertel, die Uferpromenade Zurlauben, das Nells Ländchen mit dem dazugehörigen Nells Park am Verteilerkreis sowie das ehem. Militärgelände „Castelforte“, welches bis zum Jahr 1999 vom französischen Militär genutzt wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der Wahrzeichen im Trierer Norden ist St. Paulin, eine der wenigen barocken Kirchen der Stadt, die durch ihren gelben Anstrich schon von weitem zu erkennen ist. Ganz in der Nähe befindet sich die Reichsabtei St. Maximin. Dieses war das größte der vier früheren Benediktinerklöster in Trier und gehört zu den ältesten Klöster Westeuropas. Auch die kath. Kirche St. Martin befindet sich in Trier-Nord. Kulturell sticht der Bezirk außerdem durch das Exhaus in der Zurmaiener Straße hervor. Dort finden regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen statt.

Moselufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Zurlaubener Ufer

Das Zurlaubener Ufer ist vor allem geprägt durch sein gastronomisches Angebot direkt am Ufer der Mosel. Hier befindet sich auch der Personenschifffahrtshafen der Stadt. Bekannt ist das Zurlaubener Ufer insbesondere durch das jährlich stattfindende Zurlaubener Moselfest, welches mit dem Feuerwerk Mosel in Flammen endet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Trier-Nord endet die Bundesautobahn 602, welche die Stadt mit der Bundesautobahn 1 verbindet. Ein großer Teil des täglichen Durchgangs-, Besucher- und Pendelverkehrs passiert die Stadtgrenze demnach im Bezirk Nord. Die drei Hauptzubringer zur Innenstadt bilden die Parkstraße und Franz-Georg-Straße, die Herzogenbuscher Straße und Paulinstraße sowie die Zurmaiener Straße. Letztere wurde im Jahr 2006 erneuert und ausgebaut. Über Nord führt außerdem einer der beiden Hauptzufahrtswege zur Universität Trier und den Höhenstadtteilen. Neue Umgehungsstraßen zur Verbesserung der Straßenverkehrssituation in Trier-Nord und Kürenz werden diskutiert, so beispielsweise eine Erweiterung der Metternichstraße über das ehemalige Moselbahngelände in Richtung Hauptbahnhof.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die günstige geographische Lage vor den Toren der Stadt und die gute Verkehrsanbindung mit Autobahnanschluss ist der Bezirk attraktiver Wirtschaftsstandort. Der nördliche Bereich des Stadtteils besteht nahezu komplett aus Industrie- und Gewerbezonen. Insbesondere das Automobilgewerbe ist zahlreich vertreten.

Der Abzug des französischen Militärs im Jahr 1999 vom Militärgelände „Castelforte“ bedeutete für den Bezirk einen Aufschwung. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen, darunter die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports und die Industrie- und Handelskammer, haben sich auf dem Konversionsgelände angesiedelt. Weiterhin entstand auf dem Gelände unter anderem die Arena Trier, eine Großraumhalle, die dem Frauen-Handball-Zweitligisten DJK/MJC Trier, sowie dem Basketballverein TBB Trier als Heimstätte dient. Außerdem sendet der regionale Bürgerrundfunksender OK54 sein Fernsehprogramm von dort.

Auf dem Gelände der ehemaligen Neuen Hornkaserne befinden sich in ehemaligen Kasernengebäuden die Bundeskasse Trier, sowie Dienststellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, des Landesbetriebes Liegenschafts- und Baubetreuung des Landes Rheinland-Pfalz und eine Erstaufnahmeaufrichtung für Asylbegehrende des Landes Rheinland-Pfalz. In einem von Gottfried Böhm entworfenem Neubau die Agentur für Arbeit Trier.

In Trier-Nord befinden sich neben dem Schuhhersteller Romika, die Schaltanlagen produzierende NATUS GmbH & Co. KG sowie mehrere große Einzelhandelsstandorte, das Moselstadion (Heimstadion des SV Eintracht Trier 05), mit dem Nordbad eines der beiden großen Freibäder der Stadt, diverse Restaurants und Cafés, mehrere Fastfood-Restaurants, zahlreiche weitere Dienstleistungsunternehmen sowie mehrere Bordelle. Der Bezirk zählt zu den Wirtschaftsmotoren der Stadt, ist jedoch gleichzeitig nicht unerheblich von Arbeitslosigkeit betroffen und gilt als sozialer Brennpunkt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Von 15 Sitzen entfallen auf:

Ortsvorsteher ist Christian Bösen (CDU). Bei der Ortsbeiratswahl 2014 konnten die Christdemokraten 5 Sitze erringen, die SPD 4, die Grünen 3, Freie Wähler, FDP und Linke sind jeweils mit einem Sitz vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]