Trier-Olewig

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Koordinaten: 49° 44′ 33″ N, 6° 39′ 45″ O

Olewig
Stadtteil von Trier
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 3,1 km²
Einwohner: 3135 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 1.011 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1930
Vorwahl: 0651
Biewer Ehrang/Quint Euren Feyen/Weismark Filsch Heiligkreuz Irsch Kernscheid Kürenz Mariahof Mitte/Gartenfeld Nord Olewig Pfalzel Ruwer/Eitelsbach Süd Tarforst West/Pallien ZewenKarte
Über dieses Bild
Lage in der Stadt Trier
Trier-Olewig - Stadtteilansicht
Trier-Olewig - Stadtteilansicht
Abbildung von Olewig auf dem Trierer Gerichtsbild von 1589
Kloster Olewig

Olewig ist einer der 19 Bezirke der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk liegt im Olewiger Tal am Olewiger Bach, in den auch der Brettenbach mündet. Nördlich wird das Tal durch den Petrisberg begrenzt, an dessen Hängen sich zahlreiche Weinberge befinden. Im Süden erhebt sich der Mühlenberg, auf dessen Rücken der Trierer Stadtteil Mariahof liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Olewig

Die Legende sagt, dass der heutige Stadtbezirk seinen Namen vom Olewiger Bach hat. Hier sollen die ersten Christen in Trier getauft worden sein. Dabei soll sich durch die Salbung ein Ölfilm auf dem Bach gebildet haben. Der Name stammt aus dem Lateinischen von „oleum“ und „via“, was in etwa „Ölweg“ bedeutet.[1]

Im Jahr 1536 wird Caspar Olevian in Trier geboren. Den Namen Olevian leitete der Vater von dem heutigen Trierer Stadtteil Olewig ab, aus dem die Familie ursprünglich stammte.[2]

1888 wird Olewig aus der Stadt Trier ausgegliedert, am 1. Juli 1930 wieder in die Stadt Trier eingemeindet.[3] Seit 1956 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Barr im Elsass.[4] In den letzten Jahren finden im Ortskern große Dorferneuerungsmaßnahmen statt.

Der Mannheimer Helm wird durch das Vorkommen in einem treverischen Kriegergrab aus der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. in Trier-Olewig datiert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der frühen Eingemeindung blieb die dörfliche Struktur des alten Winzerdorfes Olewig erhalten. Noch heute sind hier mehrere Winzer angesiedelt, die die umliegenden Weinberge bewirtschaften. Weiterhin gibt es mehrere Weinlokale / Gaststätten und eine Hausbrauerei im Hotel Blesius Garten (Kraft-Bräu).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da Olewig direkt an einer der beiden Hauptverkehrsachsen liegt, welche die Innenstadt Triers mit der Universität und den Höhenstadtteilen verbindet, ist der Stadtteil einer hohen Verkehrsbelastung ausgesetzt. Der Verkehr wird jedoch seit vielen Jahren durch die Riesling-Weinstraße am alten Ortskern vorbeigeleitet. Der Ortskern selbst wurde in den letzten Jahren teilweise verkehrsberuhigt umgestaltet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter-Wilhelm-Stein-Denkmal

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Peter-Wilhelm-Stein-Denkmal wurde 1831 zum Gedenken an den beliebten Oberlehrer für Mathematik des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Dr. J. Peter Wilhelm Stein, der im Alter von 35 Jahren am 17. März 1831 verstarb, erbaut. Das sogenannte „Kloster“ Olewig wurde 1885 erbaut und beherbergte ein Altenheim des Ordens der Borromäerinnen. Nachdem das Gebäude in den Besitz der Stadt Trier wechselte, diente es eine Zeit lang als Sitz der Verwaltung der Universität Trier. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die nach den Plänen des Dombaumeisters Reinhold Wirtz zwischen 1882 und 1884 erbaute Pfarrkirche St. Anna.[5]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Trier-Olewig

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Olewiger Weinfest, offiziell Trierer Weinfest im Stadtteil Olewig, ist ein alljährlich am ersten Wochenende im August stattfindendes mehrtägiges Volksfest der örtlichen Winzer. Es handelt sich um eine viertägige Veranstaltung (Freitag bis Montag) entlang der Olewiger Straße. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählt ein Feuerwerk, welches am Freitagabend von der Anhöhe des Petrisberges abgeschossen wird, und die Wahl der Trierer Weinkönigin.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5
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7
Von 13 Sitzen entfallen auf:

Ortsvorsteherin ist Petra Block (CDU). Es gab im Zuge der Kommunalwahl 2014 Verwirrung über die Zusammensetzung des neuen Ortsbeirates, in dem zunächst die FDP mit einem Mandat vertreten war. Dies stellte sich allerdings als Fehlberechnung des Sitzverteilungsprogramms heraus. Der FDP wurde ihr einziger Sitz entzogen und der CDU zugeteilt, die dadurch die absolute Mehrheit der Sitze erreichte.[6]

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder wirkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vom Ölweg zum Vorzeigestadtteil auf volksfreund.de, abgerufen am 16. Mai 2014.
  2. Gunther Franz, Evangelischer Kirchenkreis Trier (Hrsg.): Caspar Olevian und der Reformationsversuch in Trier vor 450 Jahren. 1559–2009. Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-839-11814-6, S. 86, auf books.google.de
  3. Portal Rheinische Geschichte, Eintrag zum 1. Juli 1930 auf rheinische-geschichte.lvr.de
  4. Olewig auf trier.de
  5. Eintrag zu St. Anna (Olewig) in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 27. Januar 2016.
  6. 30.05.2014: Veränderung für den Ortsbeirat Olewig auf trier.de