Trierischer Volksfreund

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Trierischer Volksfreund
Traditioneller Schriftzug
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH
Erstausgabe 25. September 1875
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2016, Mo–Sa)
80.877 Exemplare
Reichweite (MA 2009) 0,266 Mio. Leser
Chefredakteurin Isabell Funk
Weblink volksfreund.de

Der Trierische Volksfreund ist eine Tageszeitung aus Trier. Im Volksmund wird die Zeitung häufig als „TV“ oder „Volksfreund“ bezeichnet. Sie gehört zur Saarbrücker Zeitungsgruppe um die Saarbrücker Zeitung. Die verkaufte Auflage beträgt 80.877 Exemplare, ein Minus von 19,2 Prozent seit 1998.[1]

Der Verlag Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH gehört zu 100 % der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei, an der wiederum der Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH (Rheinische Post Mediengruppe) um die Rheinische Post mehrheitlich beteiligt ist.

Die Zeitung wird in der eigenen Druckerei in Trier gedruckt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung wurde 1875 von Nikolaus Koch und Nikolaus Philippi gegründet. Ursprünglich als Trierisches Anzeigenblatt verlegt, erschien die Zeitung zunächst dreimal wöchentlich, später dann täglich. Am 25. September 1878 erschien die Zeitung erstmals unter dem Titel Trierischer Volksfreund, ab 1903 sogar zweimal täglich. Sie stand politisch der Zentrumspartei nahe.

Am 30. April 1938 wurde das Blatt von den Nationalsozialisten verboten. Ab 1946 wurde die Zeitung wieder neu aufgelegt, zunächst unter dem Titel Trierische Volkszeitung, seit 1949 aber wieder unter dem noch heute bestehenden Titel.

Seitdem die Trierische Landeszeitung ihren Betrieb 1974 eingestellt hatte, ist der „TV“ die einzige Tageszeitung im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirkes Trier. Im Jahr 2003 erhielt die Zeitung den begehrten Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Chefredakteurin ist seit dem 1. Oktober 2009 Isabell Funk.

Im Juli 2014 nahm der Verlag eine neue Druckmaschine, eine Rotationsoffsetmaschine Typ Cortina der KBA (Koenig & Bauer) in Betrieb.[2][3]

Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlegt wird die Zeitung seit 1. Januar 2013 von der Rheinische Post Mediengruppe, die über die Saarbrücker Zeitung die Mehrheit an der Zeitung übernommen hat.[4] Zuvor gehörte das Blatt zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die seit 1974 eine 15-Prozent-Beteiligung am Trierischen Volksfreund gehalten hatte. Nach dem Tod der Verlegerin Luise Koch 1993 kamen die Gesellschaftsanteile des Unternehmens schließlich ganz zur Saarbrücker Zeitung und somit in die Hand des Holtzbrinck-Verlages, der einen Mehrheitsanteil von 52,33 Prozent am Verlag der Saarbrücker Zeitung hielt. Dieser Anteil wurde im Laufe des Jahres 2012 an den Mitgesellschafter GSB übertragen und anschließend an die Rheinische Post Mediengruppe verkauft. Redaktionell und operativ wird der Volksfreund dennoch selbstständig weitergeführt. Die Zeitung besitzt weiterhin eine Vollredaktion, bezieht aber auch Berichte und Kommentare der Berliner Hauptstadtredaktion der zur Saarbrücker Zeitungsgruppe gehörenden Berliner Medienservice GmbH (BMS) und deren News Pool, dessen Redaktion bei der Saarbrücker Zeitung in Saarbrücken angesiedelt ist.

Seit 1996 hält der „TV“ außerdem Anteile am lokalen Anzeigenblatt Wochenspiegel. Das Bundeskartellamt hat von diesem Erwerb im Rahmen eines anderen Verfahrens im Sommer 2004 Kenntnis erlangt und ein Fusionskontrollverfahren eingeleitet. Der Zusammenschluss habe zur Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung der Volksfreund-Druckerei auf dem regionalen Anzeigenmarkt – dem Gesamtverbreitungsgebiet des Trierischen Volksfreunds – geführt und damit auch zur Absicherung der marktbeherrschenden Stellung der Volksfreund-Druckerei auf dem relevanten Lesermarkt. Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss zwischen der zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH und der Wochenspiegel GmbH & Co. KG daher im Mai 2005 untersagt.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Trierische Volksfreund hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 19,2 Prozent gesunken.[5] Sie beträgt gegenwärtig 80.877 Exemplare.[6] Das entspricht einem Rückgang von 19.175 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 94,3 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[7]


Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Februar 2006 erscheinen zwölf verschiedene Lokalausgaben mit einer verkauften Gesamtauflage von 80.877 Stück:[8]

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gunther Franz: 250 Jahre Trierer Zeitungen. Ausstellungskatalog. Stadtbibliothek, Trier 1995 (Ausstellungskataloge Trierer Bibliotheken 26, ISSN 0942-7031).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  2. Dieter Lintz: Neue Volksfreund-Druckmaschine wird eingeweiht. In: volksfreund.de. 7. Juli 2014. Abgerufen am 20 March 2016.
  3. Gerd Bergmann: Trierischer Volksfreund setzt auf wasserlosen Offsetdruck. In: print.de. 12. Juni 2013. Abgerufen am 20 March 2016: „Ein Vertrag mit Koenig & Bauer (KBA) über die im wasserlosen Offset produzierende Anlage wurde Anfang Juni [2013] unterzeichnet.“
  4. Informationen auf der Website der Rheinische Post Mediengruppe
  5. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  6. laut IVW, zweites Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  7. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  8. laut IVW, zweites Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)