Triest

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt in Italien. Für weitere Bedeutungen siehe Triest (Begriffsklärung).
Triest
Wappen
Triest (Italien)
Triest
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Triest (TS)
Koordinaten: 45° 39′ N, 13° 46′ OKoordinaten: 45° 39′ 0″ N, 13° 46′ 0″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 84,49 km²
Einwohner: 204.420 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.419 Einw./km²
Stadtviertel Barcola, Villa Opicina, Miramare, Grignano, Basovizza, Banne, Cattinara, Conconello, Contovello, Gropada, Longera, Padriciano, Prosecco, Santa Croce, Trebiciano, Servola
Angrenzende Gemeinden Duino-Aurisina, Monrupino, Muggia, San Dorligo della Valle, Sgonico
Postleitzahl: 34100
Vorwahl: 040
ISTAT-Nummer: 032006
Volksbezeichnung: Triestiner oder Triester (it. Triestini)
Schutzpatron: San Giusto
Website: www.comune.trieste.it
Das Stadtzentrum und der Golf von Triest, von Norden gesehen
Ponterosso Platz in der Stadtmitte
Spaziergang am Hafenkai Molo Audace
Triestiner Straßenlaterne

Triest [triˈɛst] (triestinisch Trieste, furlanisch Triest, slowenisch (sowie kroatisch) Trst, venetisch sowie italienisch Trieste, lateinisch Tergeste) ist eine in Norditalien gelegene Hafen- und Großstadt mit 204.420 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015), darunter eine slowenische Minderheit, an der oberen Adria direkt an der Grenze zu Slowenien. Sie ist Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest.

Triest ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Triest. Sie besitzt zwei bekannte Observatorien für Astronomie und für Geophysik sowie seit 1924 die Universität Triest. Die Stadt ist Hauptsitz des weltweit tätigen Kaffeeproduzenten illycaffè S.p.A., der Versicherungsgesellschaft Generali sowie des Schifffahrtsunternehmens Lloyd Triestino (ehemals Österreichischer Lloyd).

Von 1382 bis 1918 gehörte Triest zur Habsburgermonarchie beziehungsweise zu Österreich-Ungarn. Sie war sein bedeutendster Handelshafen, einer der Stützpunkte der k.u.k. Kriegsmarine sowie Sitz des Statthalters des Österreichischen Küstenlandes (Litorale) bzw. der 1861 daraus gebildeten drei Kronländer Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca, Markgrafschaft Istrien und Reichsunmittelbare Stadt Triest. Kulturell und historisch blieb Triest auch als Teil Italiens seit 1918 ein Ort des Zusammentreffens von Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen („Città mitteleuropea“). Nach 1945 wurden die Stadt und ihr gemischtsprachiges Hinterland erfolgreich von Jugoslawien beansprucht, nach einem Intermezzo als Freies Territorium Triest unterstand sie ab 1954 wieder italienischer Verwaltung. Triest geriet durch den Ost-West-Konflikt Jahrzehnte lang in eine verkehrspolitische Randposition. Die Nachteile der Grenzlage und der Verlust an wirtschaftlicher Bedeutung gingen mit dem EU-Beitritt Sloweniens 2004 und seinem Beitritt zum Schengener Abkommen (Wegfall der Grenzkontrollen zu Italien) 2007 stark zurück.

Triest ist heute, wie vor 1918, wieder ein maritimes Tor für Österreich, Süddeutschland und Zentraleuropa, seit den 1960er Jahren durch seine vielen internationalen Organisationen und Einrichtungen einer der wichtigsten Forschungsstandorte Europas, eine internationale Schul- und Universitätsstadt und hat eine der höchsten Lebensstandards unter Italiens Städten.[2]

Triest hat eine sehr lange Küstenlinie, freien Meerzugang in Barcola und ist von Grünland, Wald- und Karstflächen umgeben. In der Stadt befand sich auf dem Molo Sartorio der Mareograf, auf dessen festgelegte Werte aus den Jahren 1875 und 1900 sich in Mitteleuropa die meisten Bezugshöheangaben mit der Kennzeichnung „Meter über Adria“ beziehen. Triest ist auch die „Citta della Barcolana“, wie die Hinweisschilder an den Stadteinfahrten verdeutlichen, und damit jährlicher Austragungsort dieser weltgrößten Segelregatta.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triest liegt im Nordosten Italiens am Golf von Triest, einer Meeresbucht der Oberen Adria, wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt. Die Stadt ist Teil der historischen Region Julisch Venetien (Venezia Giulia), die vor dem Ersten Weltkrieg auch als Österreichisches Küstenland bekannt war und deren Gebiet heute auf die Staaten Italien, Slowenien und Kroatien verteilt ist.

Da Triest durch die Grenzziehungen des 20. Jahrhunderts einen Großteil seines Hinterlandes verloren hatte, wurde Julisch-Venetien mit Friaul zur autonomen Region Friaul-Julisch Venetien vereinigt, deren Hauptstadt Triest seit 1962 ist.

Als wichtigster Hafen Österreichs bzw. Österreich-Ungarns (1382–1918) wurde Triest zu einem Zentrum der Nautik und der Meereskunde. Das Hafenbecken erhielt am Molo Sartorio einen langfristig beobachteten Pegel, auf den sich seit dem 19. Jahrhundert das mitteleuropäische Höhensystem Meter über Adria bezieht; er wurde von der 1841 gegründeten Wetterwarte betreut, die heute zu dem Geophysikalischen Institut Triest gehört.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triest und sein Hinterland befinden sich an den Ausläufern des Karsts, einer steinigen, kalkhaltigen und wasserarmen Hochlandschaft, die für ihre Höhlen und Dolinen bekannt ist. Charakteristisch für diese Gegend ist auch der Bodentyp Terra Rossa, ein aus Kalkstein-Verwitterung hervorgegangener roter Lehm, der besonders für den Anbau von Wein geeignet ist. Im Weinbaugebiet Carso, das die Stadt Triest umschließt, wird vor allem die Weinrebe Carso Terrano, eine Varietät der Rebsorte Refosco, angebaut. Das Anbaugebiet erhielt 1985 das Qualitätssiegel DOC. 1986 eröffnete die Provinz Triest zwischen den Ortschaften Opicina und Sistiana die Terrano-Weinstraße („Strada del vino Terrano“).

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima von Triest ist submediterran. Es zeichnet sich durch heiße, trockene Sommer und milde, regenreiche Winter aus. Im Sommer wird eine Durchschnittstemperatur von 25 °C, im Winter von 8 °C erreicht.

Die sommerlichen Wassertemperaturen bewegen sich in Küstennähe von 24 °C bis zu 28 °C. Der jährliche Niederschlag beträgt ca. 1023 mm, die relative Luftfeuchtigkeit 64 %. In Triest herrscht an ca. 200 Tagen im Jahr Windstille. In der Stadt ist es somit im Vergleich zu anderen Meeresstädten nicht besonders windig.

Charakteristisch für das Klima von Triest sind die drei Winde Mistral, Bora und Scirocco. Im Sommer ist der Mistral am häufigsten, eine leichte Brise, die vom Meer Richtung Land weht und warme Sommernächte abkühlt.

Die manchmal im Winter aufkommende Bora ist ein kalter, trockener Fallwind aus Nordosten, der plötzlich beginnt und in starken Böen vom Land auf das offene Meer bläst. Er wird in der Bucht von Triest kanalisiert und erreicht dadurch in der Stadt hohe Windgeschwindigkeiten, in Einzelfällen über 100 km/h.

Der Scirocco ist ein warmer, feuchter Ost-Südostwind, der von schweren Wolken und Regen begleitet wird. Die Winde sind die Ursache für das günstige Klima der Stadt, da es selten zur selben Zeit kalt und nass ist.

Infolge des Klimas und trotz der nördlichen Lage Triests kann in Triest einerseits noch ausgezeichnetes Olivenöl gewonnen werden (man spricht von der Lage Triests an der Olivenöl-Buttergrenze) und andererseits kämpft die Stadtverwaltung bzw. kämpfen die Hauseigentümer regelmäßig mit Termitenbefall der historischen Immobilien.[3]

Triest
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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8
4
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Triest
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 7,0 8,7 12,0 16,8 21,8 25,4 28,1 27,4 23,6 18,1 12,4 8,3 Ø 17,5
Min. Temperatur (°C) 3,1 4,1 6,4 9,9 14,0 17,5 19,9 19,6 16,7 12,7 8,0 4,4 Ø 11,4
Niederschlag (mm) 71 62 77 87 81 102 71 101 102 87 114 92 Σ 1.047
Sonnenstunden (h/d) 3,1 4,2 4,6 5,9 7,3 8,1 9,3 8,4 7,0 5,4 3,3 2,7 Ø 5,8
Regentage (d) 8 7 8 9 9 9 7 7 7 8 9 8 Σ 96
Wassertemperatur (°C) 10 9 9 13 17 21 23 25 23 19 15 12 Ø 16,4
Luftfeuchtigkeit (%) 67 65 61 63 64 66 63 63 67 69 65 67 Ø 65
T
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m
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a
t
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7,0
3,1
8,7
4,1
12,0
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16,8
9,9
21,8
14,0
25,4
17,5
28,1
19,9
27,4
19,6
23,6
16,7
18,1
12,7
12,4
8,0
8,3
4,4
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Gründung Aquileias durch die Römer war die Gegend um Triest von keltischen und illyrischen Stämmen bewohnt. Als die Römer ab 177 v. Chr. von Aquileia aus Feldzüge nach Istrien unternahmen, erhielten sie Unterstützung durch Bewohner einer Ortschaft namens Tergeste, des ersten Ortes in Illyrien, im Gebiet der Histrer. In diese Zeit fällt auch die Gründung von drei römischen Militärlagern, der 13 Hektar großen Hauptanlage San Rocco zwischen den zwei kleineren Forts in Monte Grociana Piccola im Nordosten und Montedoro im Südwesten.[4] Im Jahr 128 v. Chr. kam es zur erstmaligen Ansiedlung römischer Bürger in Tergeste. Die Siedlung Tergeste wurde vom griechischen Geografen Artemidor von Ephesos 104 v. Chr. erwähnt und war damals bereits eine römische Ansiedlung auf dem heutigen Stadthügel San Giusto, wo auch die Siedlungsursprünge liegen.[5] Um Christi Geburt fungierte es als Grenzfestung gegen die in den Ostalpen siedelnden Japyden. Den Namen Tergeste, der wahrscheinlich „Markt“ bedeutet und aus dem Triest wurde, behielten die Römer bei, als sich Mitte des 1. Jh. n.Ch. Tergeste als römische Kolonie zu einem wichtigen Hafenort im Römischen Reich, mit Handelsstraßen entlang der Adria und über die Julischen Alpen entwickelte. Allerdings erlangte Triest damals nie die Bedeutung des dem Golf von Triest gegenüberliegenden Aquileia. Das römische Tergeste hatte durch einen Hafen Zugang zum Meer und war ab 33 v. Chr. durch neue Mauern geschützt. Im Jahr 27 v. Chr. wurde Tergeste der X. italischen Region „Venetia et Histria“ zugeteilt. Zur Zeit Trajans (98–117 n. Chr.) zählte die Stadt 12.000 Einwohner und erhielt eine Basilika und ein Theater.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reichs im Jahre 476 teilte Triest das allgemeine Schicksal Istriens, wo Ostgoten, Byzantiner und Langobarden einander in der Herrschaft folgten, bis die Stadt 774 dem Reich Karls des Großen als ein Teil der Mark Friaul einverleibt wurde. Unter Kaiser Lothar III. erhielt der Bischof von Triest weltliche Hoheit über die Stadt.

Triest behielt die Unabhängigkeit unter seinen Bischöfen bis zur Eroberung durch Venedig 1203. Für die nächsten 180 Jahre bestand die Geschichte Triests hauptsächlich aus einer Reihe von Konflikten mit Venedig, die schließlich damit beendet wurden, dass es sich 1382 unter den Schutz Leopolds III. von Österreich stellte, der auch Landesherr des benachbarten Herzogtums Krain war.

Österreichische Herrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der reichsunmittelbaren Stadt Triest 1850–1918 (davor anstelle der Gleve ein schwarzer Anker)
Plan der Stadt und des Hafens von Triest im Jahre 1718 (gezeichnet um 1857 von Joh. Righetti)
Plan der Stadt Triest um 1857 (Lloyd’s Reiseführer)
Triest im Jahr 1885
Hafen im Jahr 1893, in der Bildmitte die Piazza Giuseppina (heute Piazza Venezia)

Triest war von 1382 bis 1918 habsburgisch-österreichisch. Am 30. September 1382 nahm Herzog Leopold III. die freiwillige Unterwerfung der Stadt Triest in der Burg von Graz an. Im 15. Jahrhundert kam es in der Stadt immer wieder zu erbitterten Konflikten zwischen der kaiserlichen Partei, den Anhängern der Herren von Duino und den Venezianern. Besonders in den Jahren 1467 bis 1469 führten die Bürgerkämpfe zu Terrorakten und Verwüstungen in den Straßen Triests. Das Protektorat entwickelte sich aber langsam zu einem wirklichen Besitzverhältnis, dem Österreichischen Küstenland (Litorale). Vertreten wurde die habsburgische Herrschaft in Triest lange Zeit nominell durch das Geschlecht der Grafen von Montenari. Die Statthalterschaft wurde vorerst ad personam vom jeweiligen Monarchen (der zumeist auch Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war, aber dort nicht in dieser Funktion entschied, sondern als Herrscher der Habsburgischen Erblande) verliehen, später dann erblich nach dem Gesetz der Primogenitur an den ältesten Sohn des Grafen von Montenari weitergegeben.

Abgesehen von wiederholten kurzen Besetzungen (vor allem 1508/09) durch Venedig und der napoleonischen Periode (1797, 1805–1806 und 1809–1813) blieb Triest bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Teil des habsburgischen Österreichs.

Triests Aufstieg im 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triests Aufstieg in der Donaumonarchie begann 1719 mit der Erhebung der Stadt zum Freihafen durch Karl VI. – ein Status, den die Stadt bis 1891 behielt. Karls Nachfolger Maria Theresia und Joseph II. unterstützten Triests wirtschaftlichen Aufschwung durch das Anlegen städtebaulich wichtiger Viertel, der „Maria-Theresien-Stadt“ (Borgo Teresiano) und der „Josephsstadt“ (Borgo Giuseppino) westlich bzw. östlich des heutigen Hauptplatzes.

Als einziger großer Seehafen Österreichs nahm Triest eine wichtige strategische Stellung in der Habsburgermonarchie ein und war Ausgangspunkt kurzlebiger Kolonialerwerbungen (Triestiner Handelskompanie). Der Druck Venedigs hemmte jedoch lange Zeit die wirtschaftliche Entwicklung Triests. Erst die Eroberung Venedigs durch Napoleon am Ende des 18. Jahrhunderts und der anschließende Friede von Campo Formio, in dem Venedig Österreich zugesprochen wurde, leitete den Niedergang der Serenissima und die Blütezeit Triests ein.

Mit österreichischer Unterstützung löste Triest Venedig in seiner führenden Rolle im Handel mit dem Nahen Osten ab und entwickelte sich zum größten Handelszentrum der Adria. Im Jahre 1802 wurden im Triester Hafen 483.326 Tonnen Güter umgeschlagen, die von 5.442 Schiffen transportiert worden waren. Am Höhepunkt der Blütezeit Triests, rund 100 Jahre später, waren es mehr als doppelt so viele Schiffe und mehr als zehnmal so viele Güter, hauptsächlich Kaffee, Zucker und Südfrüchte sowie Weine, Öle, Baumwolle, Eisen, Holz und Maschinen.

Gründerzeit im 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1804 wurde Triest Teil des neu gegründeten Kaisertums Österreich, weiter als Teil des Litorales. Unter Napoleon wurde Triest 1809 den Illyrischen Provinzen zugeschlagen und damit bis 1814 französisch. Diese kurze Zeit hinterließ ihre Spuren in klassizistischen Bauwerken wie der Triester Oper Teatro Verdi, die nach den Plänen des Architekten Matthäus Pertsch entstand.

1813 eroberte Österreich Triest unter General Christoph Freiherr von Lattermann zurück. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Triest im österreichischen Kaiserstaat in das neu geschaffene Königreich Illyrien eingegliedert.

Am 1. Juli 1829 führte Josef Ressel mit dem in Triest erbauten Schiff Civetta die erste erfolgreiche Testfahrt mit einer Schiffsschraube durch. In dieser Zeit begann in Triest die Gründung von Versicherungsgesellschaften, Werften, Bankniederlassungen und Schifffahrtsunternehmen, darunter die Assicurazioni Generali (1831), der Österreichische Lloyd (1833), die Werft San Marco (1839/1840), die Werft Giuseppe Tonellos (1852) und 1860 das Lloyd-Arsenal, da die privaten Werften mit der Produktion den schnell wachsenden Schifffahrtsunternehmen nicht mehr nachkommen konnten.

1850 wurde Triest Sitz der kaiserlich-königlichen Zentralseebehörde.[6] Seit 1857 verbindet die Österreichische Südbahn Triest über den Semmering mit Wien. Die erste Gebirgsbahn Europas wurde nach den Plänen und unter der Leitung des Venezianers Carl Ritter von Ghega erbaut.

1857/58 entstand aus der Maschinenfabrik Strudenhoff in Sant’Andrea und der Werft San Rocco das Stabilimento Tecnico Triestino (S.T.T.) in Muggia, der Stadt in der Bucht gegenüberliegend. Dieses neue Großunternehmen kaufte 1897 auch die mittlerweile zur Großwerft ausgebaute Werft von Giuseppe Tonello dazu. Die S.T.T. war in der Lage, Schiffe mit einer Verdrängung von bis zu 20.500 Tonnen – etwa die großen Schlachtschiffe der k. u. k. Kriegsmarine – zu bauen.

Ab 1867 wurden die alten Hafenanlagen, die dem wachsenden Handel nicht mehr entsprachen, ausgebaut. Zuerst wurde der nördlich gelegene Freihafen (punto franco) erweitert. Die Hafenstadt zog in der Monarchie unter anderem den Hauptnutzen aus dem 1869 eröffneten Sueskanal. Österreichische Industrieerzeugnisse wurden nun auch in der Türkei, in Ägypten und Syrien abgesetzt.

Triest und der Nationalismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Revolutionen von 1848 fanden in den österreichischen Provinzen Lombardei und Venetien Aufstände gegen die habsburgische Herrschaft und für einen geeinten italienischen Nationalstaat statt (siehe auch Risorgimento). Triest blieb Österreich treu und erhielt den Titel Città Fedelissima – die „allergetreuste Stadt“.

1849 wurde die österreichische Verwaltungseinheit Königreich Illyrien in ihre Bestandteile zerlegt. Triest und das unmittelbar angrenzende Territorium wurden als Reichsunmittelbare Stadt Triest und ihr Gebiet mit eigener Verfassung und Landtag und im Status eines Kronlandes konstituiert[6]; ebenso Görz und Gradisca und Istrien. (Kärnten und Krain, bis dahin ebenso Teile Illyriens, wurden ebenfalls eigene Kronländer.)

1852–1861 wurden die drei politischen Einheiten zum Kronland Österreichisches Küstenland zusammengefasst. Die Reichsverfassung 1861 teilte die drei Teile wieder in eigenständige Kronländer, die bis 1918 bestanden. Gemeinsam blieben ihnen nur der k.k. Statthalter in Triest als Vertreter des Kaisers und der Wiener Regierung und ein gemeinsames Publikationsorgan ihrer Rechtsvorschriften.[7] Der 1867 erfolgte Umbau des Einheitsstaates Kaisertum Österreich zur österreichisch-ungarischen Monarchie änderte für die Selbstverwaltung Triests nichts; es wurde nunmehr zu Cisleithanien gerechnet und war im Abgeordnetenhaus des Reichsrats in Wien, dem cisleithanischen Parlament, mit zuletzt fünf Abgeordneten vertreten.

Allerdings setzte auch in dem zum größten Teil von Italienern bewohnten Triest eine zunehmende italienische irredentistische Bewegung ein, die darauf abzielte, Triest als italienischsprachiges Gebiet von Österreich-Ungarn loszulösen und dem 1861 gegründeten Nationalstaat Italien anzuschließen. Der Irredentismus hatte seinen Höhepunkt, als 1882 Kaiser Franz Joseph I. Triest anlässlich der 500-jährigen Dauer der habsburgischen Herrschaft über die Stadt besuchte. Während antiösterreichischer Demonstrationen entging der Kaiser nur knapp dem Bombenattentat von Guglielmo Oberdan (Wilhelm Oberdank) und seinen Komplizen. Triest blieb im Nationalitätenkampf bis 1914 einer der heißesten Konfliktherde Österreich-Ungarns, da Österreich auf diese für Handel und k.u.k. Kriegsmarine überaus wichtige Hafenstadt weder verzichten konnte noch wollte. (Ungarn hatte für sich Fiume ausgebaut.)

Übersichtskarte von Triest und seiner Umgebung, um 1888

Insgesamt blickte die Triestiner Elite Richtung Wien, während sich einige wenige junge italienische Irredentisten für Italien aufopferten.[8] Die Bewohner Triests und viele Intellektuelle wussten jedoch genau, worauf es in ihrer Stadt ankam, denn wirtschaftlich waren Italien und Triest kaum aufeinander angewiesen, jedoch Österreich und Triest umso mehr.[9] Nur eine Minderheit forderte eine Vereinigung mit dem Königreich von Savoyen bzw. Italien, aber von vielen italienischsprachigen Triestinern wurde der slawische Nationalismus als Herausforderung wahrgenommen.[10]

Weiterer Aufschwung vor dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1880 betrug die Umschlagsmenge in den Triester Häfen 1,225 Millionen Tonnen. Bis 1912 stieg diese Menge auf 4,573 Millionen Tonnen. 1883 wurde der 30 Millionen Kronen teure Hafenumbau im Süden der Stadt vollendet. Die Lagerflächen sowie der neue Südbahnhof (stazione meridonale), der heute als einziger Personenbahnhof der Stadt noch besteht, wurden großteils auf aufgeschüttetem Land errichtet.

Trotz der politischen und nationalen Probleme blühte Triest wirtschaftlich und kulturell weiter auf. Neben der Südbahn Triest–Wien mit Anschluss an das mährisch-schlesische Industriegebiet bot ab 1909 die Tauernbahn über Görz und Villach nach Salzburg eine Direktverbindung nach Westösterreich und Süddeutschland. Der wichtigste Bahnhof bis 1918 war der Staatsbahnhof (stazione dello stato) der k.k. Staatsbahnen. Zwischen ihm und dem Lloydareal erstreckte sich der neue Hafen (porto nuovo), der ab 1898 ausgebaut wurde und bis zum Ende der Monarchie Josephs-Hafen hieß.

Um 1900 stand die Stadt in ihrer vollen wirtschaftlichen Blüte und stellte ihren Reichtum durch zahlreiche Prachtbauten zur Schau. In Triest wirkten einige der Architekten, die in Wien für prächtige Ringstraßengebäude im Stil des Historismus verantwortlich zeichneten, wie etwa Heinrich von Ferstel (z. B. Lloydpalast), Wilhelm von Flattich (z. B. Südbahnhof), Friedrich Schachner (diverse Palais). Schriftsteller und Künstler wie James Joyce und Italo Svevo verkehrten in der Stadt.

Triest war eines der ökonomisch bestentwickelten Gebiete des Habsburgerreiches. 1906 lag das zu versteuernde Pro-Kopf-Einkommen eines Triestiners bei 54 Kronen, während jenes eines Wieners bei rund 9 Kronen lag.[11]

Die Triester Innenstadt mit ihrem kosmopolitischen Bevölkerungsgemenge aus Italienern (75 %), Slawen (18 %), Deutschen (5 %) und Einwohnern anderer Völker avancierte, wie Claudio Magris Jahrzehnte später festhielt, zur literarischen Hauptstadt Mitteleuropas. Die anliegenden Bezirke zählten meist Slowenen (52 %), Italiener (43 %) und Deutsche (4 %) als Einwohner, die ländliche Umgebung war fast vollständig slowenisch (93 %). Fast jeder Triestiner war mehrsprachig, wobei Italienisch die führende Verständigungssprache war.

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg wurde, vor allem auf Drängen von Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand, in Triest eine Serie von Schiffbauten für die k.u.k. Kriegsmarine durchgeführt. Der Thronfolger nahm an den Stapelläufen meist teil, z. B. 1911 bei SMS Viribus Unitis und 1912 bei SMS Tegetthoff.

Siehe auch: Österreichische Handelsmarine

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein auf dem Molo Audace, vorher Molo San Carlo, zur italienischen Besetzung am 3. November 1918

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im August 1914 stockte die wirtschaftliche und künstlerisch-literarische Entwicklung in Triest schlagartig. Aus Triest zogen anfangs etwa 32.500 Männer zwischen 18 und 37 Jahren an die Front und im Laufe des Krieges wurden ungefähr 50.000 Triestiner im Alter bis 50 Jahren eingezogen. Das Hausregiment der Triestiner, das k.u.k. Infanterieregiment Nr. 97, wurde am 11. August 1914 per Eisenbahn Richtung Lemberg in Galizien transportiert und war dort in schwerste Abwehrkämpfe gegen die vordringende russische Armee verwickelt.

Als das bis dahin neutrale Italien als neues Mitglied der Triple Entente Österreich-Ungarn am 23. Mai 1915 den Krieg erklärte und damit wenige Kilometer nordwestlich der Stadt eine Front entstand, mussten viele Ausländer wie James Joyce Triest verlassen. Die italienische Kriegserklärung führte zu massiven Protestkundgebungen gegen Italiener, insbesondere stürmte eine Menschenmenge die Redaktion der Zeitung "Il Piccolo", wurde der Sitz der "Lega nazionale" zerstört beziehungsweise Geschäfte und Kaffeehäuser italienischer Besitzer geplündert. Mit dem Kriegseintritt Italiens wurde Triest militarisiert und infolge der nahen Front auf Dächern und Plätzen Luftabwehr-Stellungen gebaut und Schulen und Gebäude in Spitäler umfunktioniert. Junge "Marinaretti" und "Scauti" halfen älteren Soldaten bei der Überwachung der öffentlichen Ordnung. Die Stadt entvölkerte sich und es kehrten etwa 35.000 "Regnicoli" - in Triest lebende italienische Arbeiter - mit ihren Familien in die italienische Heimat zurück. Viele Regnicoli verließen jedoch die Stadt nicht und etwa 15.000 von ihnen wurden von den Behörden zusammen mit über tausend verdächtig erscheinenden Personen in verschiedene Lager interniert. Etwa 900 Triestiner mit italienischer Gesinnung desertierten aus dem Habsburger Heer, passieren illegal die Grenze und traten den italienischen Streitkräften bei. Oft mit Misstrauen von den italienischen Kameraden und Kommandanten betrachtet, erreichte trotzdem die Hälfte dieser Irredentisten den Dienstgrad eines italienischen Offiziers. Die italienfreundliche Einstellung mancher Triestiner und die Frontlage Triests führte zu scharfer Überwachung der Stadt durch die k.u.k. Militärbehörden. Das 10. Bataillon des k.u.k. Infanterieregiments Nr. 97 war in Triest verblieben; es war an der Verteidigung der Karstlinie in den Isonzoschlachten beteiligt und wurde 1915/16 fast vollständig aufgerieben.

Der altem irredentistischen istrianischen Adel entstammende, 1907 geborene Schriftsteller Diego de Castro schätzte später die Triestiner während des Krieges als weitgehend habsburgisch bzw. austrophil ein und meinte, dass die kleine, unbeugsame Gruppe von Irredentisten um Mario Alberti auf zweieinhalb Prozent der Gesamtbevölkerung von Triest beschränkt gewesen sei.

Erst 1917 verlagerte sich die Front an den von Triest weiter entfernten Piave. Im Herbst 1918 begann sich die Doppelmonarchie jedoch aufzulösen. Am 29. Oktober 1918 wurde der neue südslawische Staat, der SHS-Staat, gegründet. Er schnitt Deutschösterreich, am 30. Oktober gegründet, und die nördlich und östlich davon gelegenen Gebiete Altösterreichs von der Adria ab. Valentino Pittoni, der Führer der Triestiner Linken, forderte damals im Oktober 1918 die Bildung einer „Adriarepublik Triest“, um so den Anschluss an Italien zu verhindern.[12]

Der k.k. österreichische Statthalter Alfred von Fries-Skene übergab am 30. Oktober 1918 dem triestinischen Comitato di salute pubblica die Macht. Am gleichen Tag beauftragte Kaiser Karl I. Admiral Nikolaus Horthy, die k.u.k. Kriegsmarine dem südslawischen Staat zu übergeben; dies wurde am 31. Oktober 1918 vollzogen.

Da mit baldigem Eintreffen italienischer Truppen nicht gerechnet werden konnte und unklar war, ob Triest an den südslawischen Staat fällt, beschloss das Komitee, die italienischen Marinebehörden in Venedig um die Entsendung von Truppen zu bitten. Da k.u.k. Schiffe aber nicht mehr zur Verfügung standen, mussten sich die Triestiner von den Südslawen eine ehemalige k.u.k. Korvette ausleihen, um unter südslawischer Flagge nach Venedig zu gelangen.

Die Waffenstillstandskommission der zerfallenden k.u.k. Armee unter Viktor Weber von Webenau unterzeichnete am 3. November 1918 bei Padua den Waffenstillstand von Villa Giusti. Am gleichen Tag landeten Italiener, von Venedig kommend, unbehelligt am Molo San Carlo von Triest, der 1922 Molo Audace benannt wurde, und nahmen die Stadt symbolisch für Italien in Besitz. Die Begeisterung der Bevölkerung war, wie de Castro später deutete, nicht mit dem bisherigen Elitenphänomen Irredentismus zu erklären, sondern mit der Freude über das Ende der Hungerzeit während des Krieges und über den Nicht-Einschluss der Stadt in den SHS-Staat. Das Stadtzentrum war überwiegend von Italienern bewohnt, die anliegenden Viertel aber teilweise von Slowenen (18 %). Im Vertrag von Saint-Germain wurde Triest im Herbst 1919 gemeinsam mit Istrien und Ostfriaul auch formell Italien zugesprochen.

Viele k.u.k. Soldaten aus Triest und Umgebung kehrten aus der russischen Kriegsgefangenschaft erst 1920 zurück.

Faschismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Anschluss Triests an Italien strebten die nationalen Kräfte eine Italianisierung der ansässigen nichtitalienischen Bevölkerung an, was insbesondere zur Unterdrückung der slowenischen Minderheit führte. Triest wurde zu einem Zentrum der jungen faschistischen Bewegung.[13] Slowenische Vereinigungen und Versammlungen wurden verboten. Der Gebrauch der slowenischen Sprache im öffentlichen Leben wurde untersagt. Slowenische Familiennamen wurden willkürlich und ohne Einverständnis der Betroffenen italianisiert. Zahlreiche Slowenen flohen in dieser Zeit in das benachbarte Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. In Triest kam es wiederholt zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Italienern und Slowenen.

Der Konflikt erreichte einen seiner Höhepunkte am 13. Juli 1920, als das Narodni dom, das Gemeindezentrum der slowenischen Bevölkerung, von italienischen Faschisten niedergebrannt wurde. Der Anschlag wurde vom späteren Sekretär der National-Faschistischen Partei (Partito Nazionale Fascista), Francesco Giunta, initiiert und wurde als Vergeltungsmaßnahme bezeichnet, weil bei Unruhen in Split zwei italienische Soldaten von jugoslawischen Sicherheitskräften erschossen worden waren.[14]

Obwohl sich in der Zeit nach 1919 vor allem die Industrie in Triest entwickelte, hatte die Angliederung an Italien langfristig negative Konsequenzen für die wirtschaftliche Situation der Stadt. Die ehemals wichtigste Hafenstadt der Habsburgermonarchie wurde mit einem Schlag zu einem der zahlreichen italienischen Adriahäfen und verlor aufgrund ihrer Randlage in Italien ihre wirtschaftliche Bedeutung.

Seit dem 30. Oktober 1922 stand ganz Italien unter der faschistischen Herrschaft Mussolinis. Die Italianisierung der Slowenen im nordöstlichen Italien wurde nun verstärkt.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg war Italien mit Deutschland verbündet. Nach der Landung alliierter Truppen in Süditalien im Juli 1943 und der italienischen Kapitulation am 8. September 1943 durch König Viktor Emanuel III. wurde Norditalien von deutschen Truppen besetzt, die sich Mussolinis Repubblica Sociale Italiana bis Ende April 1945 als Marionettendiktatur hielten, um den endgültigen Zusammenbruch der Achsenmächte zu verhindern.

Die deutsche Besatzungsmacht fasste Triest mit Udine, Gorizia, Pula, Fiume und Laibach / Lubiana zur Operationszone Adriatisches Küstenland (OZAK) zusammen. Die Zone unterstand dem Höheren SS- und Polizeiführer Odilo Globocnik. Auf seine Veranlassung wurde in einem Vorort von Triest in der ehemaligen Reismühle Risiera di San Sabba das einzige nationalsozialistische Konzentrationslager auf italienischem Boden eingerichtet. Das Lager diente hauptsächlich zur Inhaftierung von Geiseln, Partisanen und anderen politischen Gefangenen, aber auch als Sammellager für Juden vor ihrer Deportation in die Vernichtungslager. Die Mannschaft des Konzentrationslagers bestand vorwiegend aus deutschen SS-Mitgliedern. Als 1945 jugoslawische Partisanen Triest einnahmen, sprengte die SS einige Teile des Lagers, um ihre Spuren zu verwischen.

Freies Territorium Triest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Freies Territorium Triest

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Triest von den jugoslawischen Partisanen Titos für Jugoslawien beansprucht, was mit der Existenz der dortigen slowenischen Bevölkerungsgruppe begründet wurde. Triest wurde von den jugoslawischen Partisanen besetzt, die die Stadt selbst jedoch kurz darauf auf Druck der Alliierten wieder verließen, ohne aber den Anspruch auf Triest aufzugeben. Damit begann eine Zeit, in der sich Jugoslawien und Italien um den Besitz der Stadt stritten.

Durch den Pariser Friedensvertrag von 1947 zwischen Italien und den Alliierten wurde Triest mit dem nordwestlichen Teil Istriens bis einschließlich Cittanova / Novigrad im Süden als Freies Territorium Triest (englisch Free Territory of Trieste, italienisch Territorio Libero di Trieste, slowenisch Svobodno tržaško ozemlje, kroatisch Slobodni teritorij Trsta) zu einem neutralen Staat unter Oberhoheit der Vereinten Nationen erklärt (ähnlich wie es die Freie Stadt Danzig unter dem Schutz des Völkerbundes in der Zwischenkriegszeit gewesen war). Der Gouverneur sollte vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ernannt werden, administrativ war das Gebiet jedoch in zwei Zonen unterteilt. Die Zone A, die die Stadt Triest mit ihrer nächsten Umgebung umfasste, unterstand britisch-amerikanischer Militärverwaltung, die Zone B, die das Hinterland der Stadt und den Nordwesten Istriens umfasste, jugoslawischer Militärverwaltung.

Vom Provisorium zum Definitivum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Londoner Abkommen zwischen Italien und Jugoslawien von 1954 wurde das Freie Territorium Triest aufgelöst. Das Gebiet der bisherigen Zone A wurde provisorisch wieder italienischer Zivilverwaltung unterstellt, das Gebiet der bisherigen Zone B jugoslawischer Zivilverwaltung, wobei der jugoslawische Teil nördlich des Flüsschens Dragonja der damaligen Teilrepublik Slowenien einverleibt wurde, der Teil südlich der Dragonja jedoch Kroatien (über den Grenzverlauf bestehen bis heute Divergenzen; siehe auch: Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens).

Am 10. November 1975 wurde im Vertrag von Osimo die Demarkationslinie von 1954 endgültig als italienisch-jugoslawische Grenze festgelegt und damit die Zugehörigkeit der Stadt Triest zu Italien definitiv bestätigt. 1962 wurde Triest die Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien.

Durch die Auflösung der Donaumonarchie und die unmittelbare Grenzlage zum nach 1945 sozialistisch regierten Jugoslawien war Triest bis Mitte der 1980er Jahre wirtschaftlich weitgehend isoliert. Mit dem Zerfall Jugoslawiens, dem Eintritt des nunmehr unabhängigen Slowenien in die EU im Jahr 2004 und dem Wirksamwerden des Schengenabkommens in Slowenien 2007 verlor Triest seine jahrzehntelange Randposition. 2004 bewarb sich Triest (erfolglos) für die EXPO 2008. Aber der Hafenumschlag ging zeitweise gerade wegen des Zusammenbruchs des Kommunismus bzw. der positiven Entwicklung des Hafens von Koper zurück.[15]

Seit 2011 gibt es weiters die auf Selbstbestimmung der Triestiner bzw. Ausbau des Freihafens pochende Bewegung „Trieste Libera/Svobodni Trst/Free Triest“. Diese Bewegung möchte mit Bezug auf den Friedensvertrag von 1947 bzw. 1954 an die wirtschaftlichen Erfolge eines geeinten großen mitteleuropäischen Wirtschaftsraumes anknüpfen[16] und verlangt u. a. auf Demonstrationen in Triest mit einigen Tausend Teilnehmern und Wien mit einigen Hundert Teilnehmern, dass Triest von einem Gouverneur der UNO verwaltet werden soll.[17] An der Molo Audace kommt es immer wieder zu anti-italienischem Vandalismus.[18] Die Organisation Trieste Pro Patria bzw. Trieste Italiana veranstaltet in Triest immer wieder Demonstrationen um auf die italienischen Wurzeln Triests bzw. das „italienische“ Istrien aufmerksam zu machen.

Seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 stockt die groß geplante, umstrittene städtebauliche Entwicklung des Porto Vecchio (Alten Hafen). Die Immobilienwirtschaft ist zum Erlahmen gekommen[19] und viele Häuser stehen leer.[20] Auch durch das Abwandern der Industrie ist die früher erhebliche Umweltverschmutzung (vorwiegend Bleibelastung des Golf von Triest) stark zurückgegangen. Die Jugendarbeitslosigkeit betrug 2012 17,67 % und stieg 2013 auf 23,25 %.[21]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demografische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triest entwickelte sich im Römischen Reich von einem kleinen, relativ unbedeutenden Ort zu einer reichen, betriebsamen Hafenstadt. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wird die Bevölkerung von Triest auf rund 12.000 Einwohner geschätzt. Mit dem Zerfall des Römischen Imperiums, zahlreichen Barbareneinfällen und der wiederholten Zerstörung der Stadt sank die Bevölkerungsanzahl im Mittelalter auf etwa 4.000 Einwohner.

Erst mit der Ernennung zum Freihafen 1719 und der damit verbundenen zunehmenden Bedeutung innerhalb der österreichischen Monarchie erlebte die Stadt einen erneuten Aufschwung, der insbesondere ein rapides Bevölkerungswachstum zur Folge hatte: Lebten um 1717 nur 5.600 Menschen in Triest, so waren es 1800 bereits 20.900 und 1900 über 134.000.

Nach 1945 gab es eine starke Zunahme der Bevölkerung Triests, denn in Dalmatien und Istrien verließ der überwiegende Teil der italienischen Bevölkerungsgruppe ob freiwillig oder gezwungen das kommunistische Jugoslawien Richtung Norden. Das führte in Triest zu einer großen Wohnungsnot und der Errichtung von Barackenlager. Seit Mitte der 1960er Jahre nimmt die Einwohnerzahl wieder ab. Der deutliche Bevölkerungsrückgang von 25 % ist zurückzuführen auf die Suburbanisierung, auf den Weiterzug der vielen italienischsprachigen Nachkriegsflüchtlinge aus Dalamtien bzw. Istrien, aber auch auf die wirtschaftliche Isolation, unter der Triest lange Zeit litt. Mit dem EU-Beitritt Sloweniens 2004 und Kroatiens 2013 ist diese Grenzlage jedoch zu einem Vorteil für Triest geworden. Gemäß der ISTAT Volkszählung 2011 beträgt im Gegensatz zum "jugendlichen" Stadtbild Triests wegen der vielen auswärtigen Schüler und Studenten das Durchschnittsalter der Triestiner 48,9 Jahre (Italien: 43,3 Jahre) und ist ein weiterer erheblicher Anstieg zu erwarten.[22] Bei Erhebungen zum durchschnittlichen Einkommen der Bevölkerung liegt Triest regelmäßig als führende Stadt des Nordosten Italiens vor Bozen, Padua, Vicenza und Venedig.[23]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand zwischen den Jahren 1617 und 2009. Bis 1857 handelt es sich meist um Schätzungen,[24] ab 1869 um Volkszählungsergebnisse von Statistik Austria und ab 1921 vom ISTAT.

Jahr Einwohner
1617 3.000
1693 10.183
1717 5.600
1735 3.865
1758 6.424
1765 6.518
1775 10.664
1792 22.920
1800 20.900
1810 29.908
1812 20.633
Jahr Einwohner
1820 33.550
1830 42.913
1837 51.982
1845 58.322
1850 63.931
1857 64.096
1869 70.274
1880 74.544
1890 120.333
1900 134.143
1910 160.993
Jahr Einwohner
1921 239.558
1931 250.170
1936 248.307
1951 272.522
1963 277.644
1971 271.879
1981 252.369
1991 231.100
2001 211.184
2005 206.590
2009 205.507

Volksgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triest vereint aufgrund seiner geografischen Lage und Vergangenheit verschiedene Völker und Sprachen.

Bereits seit dem 18. Jahrhundert wurde Triest von verschiedenen Volksgruppen bewohnt, die sowohl ihre Kulturen und Religionen als auch die eigenen Traditionen mitbrachten. Am Ende des 19. Jahrhunderts bildeten die Italiener die Mehrheit der Triestiner Bevölkerung (62 %), gefolgt von Slowenen (14 %) und Deutschösterreichern (10 %). Die übrige Bevölkerung setzte sich aus Griechen, Engländern, Armeniern und Türken zusammen. 1867–1918 hatten Triestiner aller Muttersprachen einheitlich die österreichische Staatsbürgerschaft.

Auch heute bilden Italiener die Mehrheit der Bevölkerung und verleihen dem Stadtbild einen vorwiegend italienischen Charakter, der allerdings nach wie vor von einer größeren Minderheit von Slowenen und Kroaten und einem kleinen Anteil von Österreichern und Griechen beeinflusst wird. Seit einigen Jahren sind auch andere Nationalitäten wie Albaner, Chinesen und Afrikaner in Triest vertreten und prägen zunehmend einzelne Stadtviertel.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtbevölkerung spricht vor allem Italienisch bzw. Triestinisch, in einigen Vororten und im Umland wird Slowenisch gesprochen. Eine sehr kleine Minderheit spricht noch Deutsch. Die italienische Sprache war lange Zeit in Triest und seiner Umgebung nicht richtig ausgeprägt. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die friulanische Varietät Tergestino gesprochen. Das Tergestino verschwand, als die Bedeutung anderer Sprachen und Dialekte wie Venezianisch, Slowenisch und Deutsch zunahm.

Es entwickelte sich ein neuer italienischer Dialekt, das so genannte Triestinisch (italienisch Triestino, mundartlich Triestín). Dieser Dialekt ähnelt dem Venezianischen, enthält aber auch Elemente der friulanischen, slowenischen, kroatischen, deutschen und griechischen Sprache. Der italienische Schriftsteller Claudio Magris bezeichnet den Dialekt fast als eigene Sprache.[25]

Im Gegensatz zu vielen anderen Dialekten ist der Triestiner Dialekt in den vergangenen Jahren nicht zurückgegangen, sondern wird noch heute von der gesamten Triestiner Bevölkerung aktiv gesprochen.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Händler und Passagiere am Molo San Carlo, etwa um 1900
Der Hafen Porto Vecchio
Die Börse von Triest (2004)
Verkehrserschließung, 1912
Assicurazioni Generali, Fassadendetail an der Casa Stratti

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hafen von Triest ist einer der größten italienischen Häfen, bedeutender Seehafen der oberen Adria und neben Gioia Tauro der einzige Tiefwasserhafen (18 Meter) im zentralen Mittelmeer für Schiffe der siebten Generation.[26] Aufgrund seiner geografischen Lage ist er wichtigster Handelshafen für Österreich, Südbayern, Tschechien und die Slowakei.

Insgesamt beläuft sich der Verkehr im Hafen auf ein Volumen von 48 Mio. Tonnen pro Jahr, davon 35 Mio. Tonnen Rohöl, das über das wichtigste Ölterminal im Mittelmeerraum – das Terminal SIOT – und über die Transalpine Ölleitung in Richtung Österreich (Schwechat) und Deutschland (Ingolstadt) mit einer Abzweigung nach Tschechien weitergeleitet wird.

Das restliche Verkehrsaufkommen besteht aus verschiedenen Waren (ca. fünf Millionen Tonnen), Kohle, Holz, Mineralstoffen, Getreide, Kaffee und Ölsamen.

Neben der Funktion als Umschlagplatz von Rohöl und anderen Waren dient der Hafen von Triest auch als Fähr- und Kreuzfahrthafen.

Die Bedeutung des Hafens von Triest als Seehafen und Umschlagplatz wuchs ab dem 18. Jahrhundert mit der 1719 erfolgten Erhebung der Stadt zum Freihafen durch Kaiser Karl VI. Die Eröffnung des Sueskanals im Jahre 1869 stärkte Triests Stellung als Handels- und Wirtschaftszentrum. Denn der günstigste und kürzeste Seeweg vom Mittleren und Fernen Osten nach Europa führte über den Sueskanal durch das Mittelmeer, die Adria hinauf nach Triest. Der Hafen von Triest wurde somit zum Tor Europas und ermöglichte dem mitteleuropäischen Wirtschaftsgebiet, nicht zuletzt aufgrund neuer Eisenbahnverbindungen nach Triest gegen Ende des 19. Jahrhunderts, den direkten Zugang zu fernen Ländern in Asien.

1914 hatten 12 Schifffahrtsgesellschaften mit insgesamt 716.198 Bruttoregistertonnen (BRT) ihren Sitz in Triest. Die größten davon waren:

In den letzten Jahren erhielt der Hafen von Triest verstärkt Konkurrenz durch den nahegelegenen Hafen Koper in Slowenien und durch den Hafen Rijeka in Kroatien (tiefste Zufahrt für Schiffe in der Adria). Der Hafen von Triest ist in fünf Freihandelszonen unterteilt, von welchen drei privatwirtschaftlich betrieben werden. Er verfügt über 12 Kais und 47 operative Anlegeplätze.

2014 besuchten Triest 332.000 Touristen (davon u. a. 185.000 Italiener, 32.000 Österreicher, 19.000 Deutsche, 8.000 Briten, 7.000 US-Amerikaner), was seit 2010 einen Zuwachs von 25,24 Prozent bedeutet.[27]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom heutigen Bahnhof Trieste Centrale (ursprünglich Triest Südbahnhof), welcher sich an der Stelle des ersten Südbahnhofes befindet, gibt es stark genutzte Bahnverbindungen Richtung Venedig/Mestre bzw. Mailand und Udine. Triest ist Teil der Planungen zum TEN-Korridor V, soll an das italienische TAV-Netz angeschlossen werden und hinsichtlich einer schnellen Verbindung bzw. Bahntrasse nach Ljubljana laufen Verhandlungen.

Das Schienenverkehrsnetz der Stadt Triest basiert historisch gesehen auch auf Bahnstrecken aus der altösterreichischen Zeit. Die Südbahngesellschaft erreichte Triest nach Überbrückung des Semmerings bereits 1857.[28][29][30] Um die Monopolstellung der privaten Südbahn zu brechen, errichteten die k.k. Staatsbahnen (kkStB) eine zweite Bahnverbindung, die die Tauern, die Karawanken und den Wocheinerpass zu überwinden hatte. Diese Bahnverbindung wird meist als Wocheinerbahn oder Neue Alpenbahn bezeichnet. Der Endbahnhof Trieste San Andrea (ursprünglich: Triest Staatsbahnhof, seit 1923 Campo Marzio, gelegen an der äußersten Westspitze im Hafen und südwestlich des Südbahnhofs) ist seit 1959 nicht mehr in Betrieb, beherbergt aber seit 1984 das Triester Eisenbahnmuseum.

Vor dem Ersten Weltkrieg war Triest angebunden an internationale D-Züge, die von Berlin (Anhalter Bahnhof) nach Triest im damaligen Österreich-Ungarn fuhren. Diese hatten wiederum Anschlüsse an die Schiffe des österreichischen Lloyds von Triest nach Alexandria in Ägypten. Noch bis ca. 1975 führte die ÖBB mit dem Triebwagenschnellzug Miramare (Dieseltriebwagen Blauer Blitz) eine Direktverbindung von Wien über Graz, Maribor und Ljubljana nach Triest. Derzeit gibt es im Gegensatz zur Zeit des Kalten Krieges und der 1990er Jahre keine schnelle Direktreiseverbindung von Triest Richtung Laibach, Graz oder Budapest und Wien. Ein Reiseangebot von Wien aus verlangt im Herbst 2013 das Umsteigen in Udine, zwei andere führen mit mehrmaligem Umsteigen über Salzburg und die Tauernbahn. Die Slowenischen Staatsbahnen (SŽ) haben jedoch großes Interesse, mit ihren Pendolini von Ljubljana nach Triest zu fahren, was technisch problemlos möglich ist (SŽ und FS verwenden dasselbe elektrische System, 3000 V Gleichstrom), doch die italienische FS begründet ihre ablehnende Haltung mit mangelnder Fahrgastnachfrage. Offenbar wird um die Höhe des Infrastrukturbenutzungsentgeltes für die Benützung von 36 km Bahnlinie (10 km Luftlinie, aber 370 m Höhenunterschied) auf italienischem Staatsgebiet zwischen Sezana und Trieste C. gestritten.[31] Viele bestehende alte Bahngleise werden selten benutzt und kaum gepflegt.

Die Verbindung mit dem Triester Hinterland in Istrien erfolgte u. a. mit der Schmalspurbahn Triest–Parenzo (heute Poreč), auch „Parenzana“ genannt. Diese Bahnstrecke ist seit 1935 stillgelegt, die Trasse wird (von der Europäischen Union gefördert) als internationaler Radwanderweg („Weg der Gesundheit und Freundschaft“) genutzt.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das normalspurige Straßenbahnnetz von Triest bestand von 1876 bis 1970. An schienengebundenen Nahverkehrsmitteln existiert lediglich noch die meterspurige Straßen-Bergbahn Tranvia di Opicina nach Opicina. Ursprünglich wurde der Steilstreckenabschnitt mit Zahnradlokomotiven betrieben; 1928 wurde der Betrieb durch eine Schienenseilbahn ersetzt. Die Opicina-Bahn, weltweit eine der letzten Bahnen, bei der herkömmliche Straßenbahnwagen einen Steilstreckenabschnitt mit dem Seilzugprinzip bewältigen, wurde zwischen Oktober 2012 und August 2014 einer Generalsanierung unterworfen; es bestand ein Schienenersatzverkehr. Die lange Sanierungszeit, ungeklärte Kosten und Proteste von Einheimischen und Touristen über unprofessionelle Vorgangsweise von Stadtverwaltung und öffentlichem Betreiber sorgten für heftige Diskussionen.

Trieste Trasporti S.p.A. ist der Konzessionär des öffentlichen Nahverkehrs in der Provinz Triest. Die Gesellschaft gehört zu 60 % der öffentlichen Hand und zu 40 % der privaten Arriva.

Hauptartikel: Trieste Trasporti

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der internationale Flughafen von Triest (TRS) befindet sich 33 km nordwestlich von Triest bei der Gemeinde Ronchi dei Legionari in der Provinz Görz.

Der Flughafen nimmt als größter Flughafen von Friaul-Julisch Venetien eine strategisch bedeutsame Rolle für die gesamte Region ein. Aufgrund seiner geografischen Lage liegen neben der Region Friaul-Julisch Venetien mit ihren 1,2 Mio. Einwohnern auch Teile der Region Veneto und Kärnten sowie Gebiete in Slowenien und Kroatien im Einzugsbereich des Flughafens, das somit insgesamt ca. fünf Millionen Einwohner umfasst. Unter anderem gibt es Flugverbindungen nach Rom (Alitalia), Mailand MXP (Air Alps) u. v. a. m.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Unternehmen und Konzerne haben ihren Hauptsitz in Triest:

Weitere prominente Unternehmen wie Wärtsilä (mit der ehemaligen Fabrik von Grandi Motori Trieste), AcegasApsAmga (Hera Group), Autamarocchi SpA, Banca Generali SpA, Genertel, HERA Trading, Nuovo Arsenale Cartubi Srl, Jindal Steel and Power Italia SpA, Pacorini SpA, Siderurgica Triestina (Arvedi Group) und die TBS Group produzieren bzw. haben ihre Niederlassung in Triest. Triest ist Sitz vieler junger Start-Up Unternehmen entsprechend der Verknüpfung von Forschung und Entwicklung mit Hilfe der örtlichen Gründerzentren.

In Triest gibt es mehr als 50 Unternehmen die sich mit dem Handel, Verarbeitung und Technologie aber auch Ausbildung und Forschung hinsichtlich Kaffee beschäftigen und viele dieser Unternehmen sind im „Trieste Coffee Cluster“ zusammengeschlossen.[32] Auch wurde die 1999 in Neapel gegründete Illy Università del caffè im Jahr 2002 nach Triest verlegt. Triest wird als Italiens Hauptstadt in Sachen Kaffee bezeichnet, insbesondere weil hier auch ein großer Teil des italienischen Kaffeeimports (ca. 2 bis 2,5 Millionen Säcke) umgeschlagen wird.[33]

Ferner gibt es in Triest viele junge Unternehmen, die sich mit Design beschäftigen. Seit 2002 findet im Juli der Nachwuchs-Modedesigner-Wettbewerb ITS (International Talent Support) statt.[34][35]

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regierungspalast auf dem Platz der Italienischen Einheit, Triest

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Bürgermeister standen der Stadt seit 1949 vor.

Amtszeit Bürgermeister Partei
1949–1957 Gianni Bartoli Democrazia Cristiana
1958–1966 Mario Franzil Democrazia Cristiana
1967–1977 Marcello Spaccini Democrazia Cristiana
1978–1983 Manlio Cecovini Partito Liberale Italiano
1983 Deo Rossi Democrazia Cristiana
1983–1986 Franco Richetti Democrazia Cristiana
1986 Arduino Agnelli Partito Socialista Italiano
1986–1988 Giulio Staffieri Lista per Trieste
1988–1992 Franco Richetti Democrazia Cristiana
1992–1993 Giulio Staffieri Lista per Trieste
1993–2001 Riccardo Illy
2001–2011 Roberto Dipiazza Forza Italia
2011-2016 Roberto Cosolini Partito Democratico
seit 2016 Roberto Dipiazza Dipiazza per Trieste

Verwaltungsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Triest ist seit 1976 in sieben Verwaltungsbezirke (circoscrizioni) eingeteilt, die jeweils mehrere Stadtteile (rioni) oder Ortschaften (frazioni) umfassen:

Verwaltungsbezirk Stadtteile und Ortschaften
1. Altopiano Ovest Santa Croce (Križ), Prosecco (Prosek), Contovello (Kontovel)
2. Altopiano Est Villa Opicina (Opčine), Banne (Bani), Trebiciano (Trebče), Padriciano (Padriče), Gropada, Basovizza (Bazovica)
3. Roiano – Gretta – Barcola – Cologna – Scorcola Miramare (Miramar), Grignano (Grljan), Barcola (Barkovlje), Gretta (Greta), Roiano (Rojan), Scorcola, Cologna, Guardiella (Vrdela
4. Città Nuova – Barriera Nuova – San Vito – Città Vecchia Città Nuova (Borgo Teresiano), Città Vecchia, Barriera Nuova, Borgo Giuseppino, San Vito
5. Barriera Vecchia – San Giacomo Barriera Vecchia (Stara mitnica), San Giacomo (Sv. Jakob), Chiarbola (Čarbola)¹, Santa Maria Maddalena Superiore¹
6. San Giovanni – Chiadino – Rozzol Rozzol, Chiadino (Kjadin), Guardiella (Vrdela)¹, Longera (Lonjer)
7. Servola – Chiarbola – Valmaura – Borgo San Sergio Santa Maria Maddalena Superiore¹, Santa Maria Maddalena Inferiore, Chiarbola (Čarbola)¹, Servola (Škedenj)

¹ nur ein Teil gehört dem Verwaltungsbezirk an

Stadtwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtwappen von Triest zeigt die Stoßwaffe des Heiligen Sergius, die angeblich im Dom San Giusto aufbewahrt wird.[36]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Venedig gibt es seit dem 10. Januar 2008 eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit, mit der slowenischen Hauptstadt Ljubljana seit dem 18. Februar 2008.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus auf der Piazza dell’Unità d’Italia
Opernhaus Teatro Verdi
Rückseite des Palazzo del Tergesteo

Piazza dell’Unità d’Italia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herz der Stadt bildet die Piazza dell’Unità d’Italia („Platz der Einheit Italiens“). Dieser ans Meer grenzende rechteckige Hauptplatz wird auf drei Seiten von neoklassizistischen Prachtbauten umsäumt: dem Palazzo del Governo (1904), der Casa Stratti, dem Palazzo del Municipio (Rathaus; erbaut von Giuseppe Bruni 1875), dem Palazzo Pitteri (1790), dem Hotel Duchi d’Aosta (1873) und dem Palazzo del Lloyd Triestino (erbaut von Heinrich von Ferstel 1883). In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen, der 1750 von Mazzoleni errichtet wurde und die damals bekannten vier Kontinente darstellt. Daneben erhebt sich eine Säule Kaiser Karls VI., dessen linke Hand auf den Hafen zeigt. Karl VI. hatte mit der Schaffung des Freihafens die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt im 18. Jahrhundert gefördert.

Der Palazzo Pitteri (erbaut von Ulderico Moro 1790), der Brunnen (1750) und die Säule (1728) sind die einzigen Erinnerungen an das 18. Jahrhundert und bilden eine „barocke Ecke“ auf dem Platz. Das Zentrum der Stadt – rund um die heutige Piazza dell’Unità d’Italia – wurde um 1900 völlig neu gestaltet.

Gut sichtbar von der Mole an der Piazza dell’Unità d’Italia Richtung Porto Vecchio schwimmt der 71 m hohe, im Jahr 1910 geplante, 1920 fertiggestellte und 1994 ausgemusterte Industriekran "Ursus".[37]

Oper und Börse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Opernplatz Piazza Verdi grenzt unmittelbar an die Piazza dell’Unità d’Italia. Hier befindet sich das Triestiner Opernhaus Teatro Verdi, das im Jahre 1798 von dem neoklassizistischen Architekten Matteo Pertsch begonnenen und nach dem italienischen Komponisten Giuseppe Verdi benannt wurde. Die Uraufführungen von Verdis Melodramen Il corsaro (Der Korsar, 1848) und Stiffelio (1850) fanden im Triestiner Opernhaus statt. Die Triestiner Oper stand architektonisch noch am Anfang der für das 19. Jahrhundert bezeichnenden Entwicklung dieser Gattung. Noch heute ist sie eines der meistbesuchten Opernhäuser Italiens.

Den Hintergrund des Theaterplatzes bildet die Alte Börse, die 1806 von dem Architekten Antonio Molari erbaut wurde. Ihre Vorderseite wurde in Anlehnung an eine dorische Tempelfront mit Portikus errichtet. Auf dem Platz vor der Börse, der Piazza della Borsa, steht auf einer Säule die Statue Kaiser Leopolds I., der wie andere Habsburger am Aufschwung der Stadt beteiligt war. Heute befindet sich im Gebäude der Alten Börse die Triestiner Handelskammer.

Altstadt und Colle di San Giusto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathedrale von San Giusto

Der Hauptplatz Triests, die Piazza dell’Unità d’Italia, zieht sich bis zum Hügel von San Giusto hin. Am Fuße des Hügels befindet sich die Città Vecchia (Altstadt), der älteste Stadtteil Triests. Die in den vergangenen Jahren wieder renovierte Altstadt besteht heute nur aus wenigen Gassen. Mussolini hatte diesen Teil der Stadt bewusst verkommen oder zerstören lassen, um die antiken Reste aus der Triestiner Vergangenheit freizulegen. Hierzu gehören unter anderem die Ruinen des Teatro Romano, des römischen Theaters aus dem 1. Jahrhundert n. Chr..

In der Nähe des römischen Theaters befindet sich die barocke Jesuitenkirche Santa Maria Maggiore. Neben der Jesuitenkirche steht der kleine, romanische Bau der Kapelle San Silvestro, dessen unverputztes, aber doch präzise geformtes Äußeres durch seine Schlichtheit beeindruckt.

Arco di Riccardo in Triest
Canal Grande nachts
Innenansicht der serbisch-orthodoxen Kirche San Spiridone

Hinter den Kirchen befindet sich der Arco di Riccardo (Richardsbogen), das älteste Monument Triests. Das über sieben Meter hohe Tor ist der letzte noch erhaltene Bestandteil der römischen Stadtmauer, die unter Kaiser Augustus im 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet und 33 n. Chr. verschönert wurde.

Oberhalb der Stadt, auf der Anhöhe von San Giusto, befindet sich das wichtigste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt, die Kathedrale von San Giusto. An der Stelle des heutigen Doms wurde bereits im 5. Jahrhundert eine frühchristliche Basilika errichtet, die zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert durch zwei Parallelkirchen ersetzt wurde. Die linke war der heiligen Jungfrau Maria, die rechte dem heiligen Justus (italienisch San Giusto) geweiht. Im 14. Jahrhundert wurden beide Kirchen zur heutigen Kathedrale von San Giusto vereint. Das Bodenmosaik der Basilika aus dem 5. Jahrhundert ist teilweise heute noch in der Kirche zu bewundern.

Der Kirchenhügel wird von einer mächtigen Burg überragt, dem zweiten Wahrzeichen der Stadt. Das Kastell von San Giusto wurde in der heutigen Form 1470 unter dem Habsburgerkaiser Friedrich III. begonnen, aber erst 1630 beendet. Bereits 2000 v. Chr. gab es ein „castelliere“. Eine erste Festung wird 1253 erwähnt, die von den Venezianern 1371 zerstört und durch eine neue Bastion ersetzt wurde. Diese ist kurz darauf von den Triestinern wieder in Schutt und Asche gelegt worden.

San Giusto ist ferner die Grablege einer Reihe carlistischer Prätendenten des spanischen Throns.

Borgo Teresiano[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Borgo Teresiano (Theresienvorstadt) stellt die „Neustadt“ zwischen Piazza d’Unità d’Italia (früher Piazza Grande) und dem Hauptbahnhof dar und wurde von Kaiserin Maria Theresia von Österreich gegen Mitte des 18. Jahrhunderts auf trockengelegten Salinen im Zuge der damaligen Stadterweiterung erbaut. Zentrum des Borgo Teresiano sind der Canal Grande, der rechtwinkelig von der Uferstraße in die Stadt führt, mit der klassizistischen Kirche Sant'Antonio Nuovo, (erbaut von Pietro Nobile 1842) als Abschluss und die Via San Nicolo mit der Kirche San Nicolò dei Greci.

Literarisch-intellektuelles Zentrum Triests war beziehungsweise ist die bestehende „Libreria Antiquaria Umberto Saba“ Ecke Via Dante Alighieri im Haus Via San Nicolo Nr. 30, in dem schon James Joyce wohnte, das Haus Via San Nicolo Nr. 32, in dem sich die Berlitz School befand, wo James Joyce unterrichtete und mit Italo Svevo in Kontakt kam, und das Haus Via San Nicolo Nr. 31, wo Umberto Saba im ehemaligen Cafe-Milchgeschäft Walter seine Arbeitspausen verbrachte. Nördlich des Canal Grande ist ein kleines Chinatown entstanden. Südlich des Kanals liegt die Piazza del Ponte Rosso mit dem spätbarocken Giovanni-Brunnen, ehedem ein Teil der unter Maria Theresia 1753 neu gebauten Wasserleitung. Die Piazza Ponterosso – wie sie die Triestiner nennen – ist heute malerischer Marktplatz für viele Bauern aus der Umgebung von Triest. Direkt am Kanalufer reiht sich die serbisch-orthodoxe Kirche San Spiridione ein (erbaut 1861–1866 von Carlo Maciachini). Die Triestiner Synagoge wurde 1912 fertiggestellt und stellt eines der bedeutendsten jüdischen Gotteshäuser Europas dar.

Borgo Giuseppino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtviertel Borgo Giuseppino (Josephsvorstadt) erstreckt sich einerseits vom Hauptplatz Piazza dell’Unità d’Italia bis zum Campo Marzio und andererseits von der Uferpromenade bis zur Piazza Attilio Hortis. Zentrum des Viertels bildet die Piazza Venezia. Nach dem Borgo Teresiano ist das Borgo Giuseppino die zweite planmäßige Erweiterung der Stadt am Ende des 18. Jahrhunderts. Im Gegensatz zum Borgo Teresiano, das primär als Handelszentrum konzipiert wurde, ist das Borgo Giuseppino kleiner und vorwiegend durch öffentliche Gebäude und Plätze geprägt. An der Piazza Venezia befindet sich der Palazzo Revoltella mit dem gleichnamigen Museum, an der Piazza Attilio Hortis ist die Stadtbibliothek Biblioteca Civica Attilio Hortis und das naturgeschichtliche Museum Museo di Storia Naturale untergebracht.

Wallfahrtskirche Monte Grisa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche auf Monte Grisa

Der Bischof von Triest, Antonio Santin, erfüllte ein 1945 abgelegtes Gelübde und ließ eine Wallfahrtskirche auf dem Monte Grisa erbauen.

Außerhalb der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Faro della Vittoria (Siegesleuchtturm) ist ein Leuchtturm, der zwischen 1924 und 1928 von dem Architekten Arduino Berlam zum Gedenken an die auf See Gefallenen errichtet wurde.

Die Tranvia di Opicina ist eine historisch und technisch außergewöhnliche Berg- und Straßenbahn, die am 10. September 1902 eröffnet wurde, um das unmittelbare Hinterland der Stadt bis zum Villenvorort Villa Opicina zu erschließen. 1913 beförderte die Trambahn 459.000 Fahrgäste. Heute hat sie aber ihre Bedeutung als wichtiges Verkehrsmittel verloren und ist auf hohe Subventionen angewiesen. Von den Triestinern hoch geschätzt, wird sie in zahlreichen italienischen und slowenischen Volksliedern besungen.

In der ca. 15 Kilometer entfernten Nachbargemeinde Sgonico befindet sich die Grotta Gigante, die seit 1995 als „Größte Schauhöhle der Welt“ im Guinness-Buch der Rekorde aufgeführt ist und aus diesem Grund auch Riesenhöhle von Triest genannt wird.

Im Stadtteil Rozzol Melara gibt es den großen Sozialbaukomplex Il Quadrilatero, der zwischen 1968 und 1983 erbaut aber nie fertiggestellt wurde. Er ist wegen seiner auffälligen Architektur mit offensichtlichem Le Corbusier-Bezug und großen sozialen Spannungen bekannt.[38]

Schlösser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt auf den Klippen am Golf von Triest – in Sichtweite des Hafens – befindet sich das Schloss Miramare, das Erzherzog Maximilian von Habsburg, der Bruder Kaiser Franz Joseph I. und spätere Kaiser von Mexiko, seiner Gattin Charlotte von Belgien erbaute.

In der Nachbargemeinde Duino-Aurisina befindet sich das Schloss Duino, ehemaliger Sitz der Patriarchen von Aquileia und heute im Besitz der Familie von Thurn und Taxis. Während seines Aufenthalts in Triest von Oktober 1911 bis Mai 1912 begann Rilke hier seine Duineser Elegien.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum Revoltella mit dem gleichnamigen Museum an der Piazza Venezia

Triest besitzt zahlreiche Museen, von denen die meisten der Stadt gehören, mit Ausnahme der staatlichen Sammlung Miramare, der Nationalgalerie für Antike Kunst sowie einiger privater Sammlungen. Die meisten der Museen in Triest sind ehemalige Wohnstätten von reichen Bürgern, die nach deren Tod der Stadt vermacht wurden. Im Unterschied zu Schlössern und Burgen zeigen sie Mode und Geschmack des Bürgertums in verschiedenen Epochen und sind ein Zeugnis dafür, dass in Triest vor allem reiche Kaufleute und Bankiersfamilien Kunst, Literatur und Wissenschaft förderten.

Zu den Kunst- und Milieusammlungen in Triest zählen:

  • Das Städtische Museum Revoltella – Galerie für Moderne Kunst (Civico Museo Revoltella – Galleria d’Arte Moderna) ist eines der größten und bedeutendsten Museen der Stadt Triest. In der ehemaligen Stadtresidenz des Barons Pasquale Revoltella untergebracht enthält es die Gemälde, Skulpturen und Wohneinrichtung des Barons aus dem 19. Jahrhundert sowie Werke aus dem 20. Jahrhundert.
  • Die Nationalgalerie für Alte Kunst (Galleria Nazionale d’Arte Antica) umfasst Gemälde und Zeichnungen der italienischen Schule (15. – 19. Jahrhundert).
  • Das Städtische Museum Morpurgo (Civico Museo Morpurgo) und das Städtische Museum Sartorio (Civico Museo Sartorio) umfassen die komplett eingerichteten, aus dem 19. Jahrhundert stammenden Wohnungen der Bankiersfamilien Morpurgo und Sartorio und deren Kunstsammlungen.

Zu den geschichtlichen Museen gehören:

  • Das Städtische Museum des Risorgimento mit Guglielmo-Oberdan-Gedenkstätte (Museo del Risorgimento – Sacrario a Guglielmo Oberdan) zeigt Dokumente, Fotografien und Erinnerungsgegenstände aus der nationalen Einheitsbewegung in Triest.
  • Das Städtische Museum Risiera di San Sabba stellt eine im Jahre 1969 eröffnete nationale Gedenkstätte und Ausstellung über das ehemalige NS Konzentrationslager dar.
  • Das Städtische Theatermuseum Carlo Schmidl (Civico Museo Teatrale Carlo Schmidl) befindet sich im ersten Stock von Palazzo Gopcevich und umfasst Musikinstrumente, Opernkostüme und andere Zeugnisse musikalischen Schaffens aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
  • Das Museum der Handelskammer Triest (Museo Commerciale di Trieste) wurde 1906 eingerichtet und 2005 wiedereröffnet. Es befindet sich im zweiten Stock des Palazzo Dreher und umfasst die Geschichte des Hafens und des Handels in Triest seit 1755.

Zu den wissenschaftlichen Museen zählen:

  • Das Meeresmuseum (Museo del Mare) wurde 1904 gegründet und zeigt die Geschichte der Schifffahrt und verschiedene Formen des Fischfangs in der Adria. An Ereignisse in Triest wie die Testfahrt des ersten Schiffspropellers von Josef Ressel und an den Nobelpreisträger für Physik Guglielmo Marconi wird unter anderem erinnert.
  • Das Städtische Museum für Naturgeschichte (Civico Museo di Storia Naturale) wurde 1846 ins Leben gerufen und umfasst eine Sammlung mit Exemplaren aus Zoologie, Mineralogie, Botanik, Geologie und Paläontologie. Von Bedeutung ist die paläontologische Sammlung aus dem Karst mit Fossilienresten eines 75 Millionen Jahre alten Fleisch fressenden Dinosauriers aus Villaggio del Pescatore (Duino-Aurisina).
  • Das Eisenbahnmuseum Trieste Campo Marzio (Museo Ferroviario di Trieste Campo Marzio) wurde 1984 im Bahnhofsgebäude der ehemaligen k&k Staatsbahn eröffnet und zeigt Lokomotiven, Waggons und Material zur Geschichte der Triestiner Eisenbahn und der Linie Wien-Triest.
  • Das Mitteleuropäische Post- und Telegrafenmuseum im Postgebäude umfasst Dokumente und Einrichtungen der österreichischen und italienischen Postgeschichte.
Caffè degli Specchi an der Piazza Unità
Caffè Tommaseo neben der griechisch-orthodoxen Kirche San Nicolò dei Greci

Kaffeehäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter venezianischem Einfluss entstanden in Triest seit dem 'settecento' traditionsreiche Kaffeehäuser. Die älteste urkundliche Erwähnung findet sich 1768 für das Kaffeehaus des Benedetto Capano in der heutigen Via San Nicolò. In späteren Jahrhunderten nahm diese alte Tradition auch habsburgische Einflüsse auf, insbesondere in der Innenraumgestaltung. Heutzutage kann man noch Kaffeehäuser aus dem 19. Jahrhundert besuchen:

  • Das Caffè Tommaseo am Lungomare ist seit 1830 in Betrieb und zählt damit zu den ältesten in ganz Italien. Ursprünglich nach seinem Inhaber Tomaso Marcato Caffè Tomaso genannt, wurde der Name des Kaffeehauses 1848 zu Ehren des dalmatischen Schriftstellers Niccolò Tommaseo umbenannt.
  • In einem der Prachtbauten an der Piazza dell’Unità d’Italia, der Casa Stratti, befindet sich das Caffè degli Specchi (Spiegel-Café), das bekannteste Kaffeehaus Triests, das im Jahre 1839 von dem Griechen Nicolò Priovolo eröffnet wurde. In ihm verkehrten Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke, Franz Kafka und James Joyce. Im Oktober 2011 wurde das Caffe kurzfristig wegen finanzieller Probleme des Eigentümers Andrea Sessa geschlossen. [39] Daraufhin sperrte es mit neuem Pächter der Firma Peratoner aus Pordenone wieder auf, wobei wirtschaftliche Probleme weiterbestehen, da die jährliche Pacht € 150.000 (Hauseigentümer Assicurazioni Generali) ausmacht und die Umsätze zu gering sein sollen.[40]
  • In der Via Cesare Battisti befindet sich das Jugendstilcafe Antico Caffè San Marco, das 1914 eröffnet wurde.

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben italienischen Schulen gibt als internationale englischsprachige Alternativen die International School of Trieste, die European School of Trieste und das United World College of the Adriatic, die MIB School of Management Trieste und die auch slowenischsprachige Einrichtung Liceo scientifico statale „France Prešeren“.

Triest ist Sitz zahlreicher internationaler Forschungseinrichtungen und hat laut Erhebungen aus dem Jahr 2005 in Europa die höchste Anzahl von Forschern entsprechend der Einwohner, nämlich 37,1 ‰. Viele der Forschungseinrichtungen sind Teil des Sistema Trieste und in internationalen Partnerschaften (CEI University Network, E-Eric etc.) verankert. Die Förderungen der Triestiner Forschung erfolgen international (u. a. durch die UNESCO oder die IAEA), europäisch (z. B. im Rahmen des European Research Area ERA oder des Europäischen Rahmenprogramms), national (u. a. PRIN 2007 und überprüft durch CIVR), durch die Region Friaul-Julisch Venetien, die Provinz Triest und die Stadt Triest. Die Forschung ist Teil europäischer Netzwerke wie zum Beispiel des Adria-Danubio Consortiums for the Corridor V, der Virtual University of Adriatic-Ionian Basin UNIADRION, der AlpeAdria University Initiative ALADIN und des Alpe-Adria Cooperative E-learning Space. Im September wird jährlich die Wissenschafts- bzw. Zukunftstechnologiemesse „Trieste Next – European Science Forum“ veranstaltet. Die Stadt Triest versucht unter der Bezeichnung „Trieste Città della Conoscenza – Trieste City of Knowledge“ viele Aktivitäten zur Forschungsförderung zu bündeln.

Die Central European Initiative (in deutscher Amtssprache: Zentraleuropäische Initiative), eine informelle Kooperation von Staaten Mitteleuropas auf den Gebieten Kultur, Technik und Naturwissenschaften, hat ihren Sitz in Triest.

Triest ist eine wichtige Universitätsstadt mit einer sehr hohen Anzahl von Studenten (über 25.000 und davon ein hoher Anteil von internationalen Studenten) im Vergleich zur Bevölkerung. Infolge der Verknüpfung von Forschung, Wirtschaft und Förderung gibt es in Triest eine wachsende Anzahl von Spin-off-Unternehmen (Partnerschaften in die Produktionswelt bestehen u. a. mit den Firmen Cimolai, Danieli, Eni, Fincantieri, Generali, Illy, Mitsubishi, Vodafone)[41] und anteilmäßig die höchste Anzahl von Startup-Unternehmen in Italien, wobei die Stadt auch als Italiens Silicon Valley bezeichnet wird.[42]

An Forschungs- und Bildungseinrichtungen herauszuheben sind:

Literaturwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triest hat trotz seiner bescheidenen Größe seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine beachtliche literarische Präsenz entwickelt.

Die Stadt ist Heimat von bedeutsamen italienischen Schriftstellern und Dichtern wie Italo Svevo, Scipio Slataper, Umberto Saba, Claudio Magris und Susanna Tamaro sowie einiger slowenischer Vertreter wie Boris Pahor und Alojz Rebula, die in der Stadt lebten und schrieben.

Auch anderssprachige Schriftsteller verkehrten in Triest. Der irische Schriftsteller James Joyce hielt sich mit Unterbrechungen von 1904 bis 1920 in der Stadt auf, sein Bruder Stanislaus Joyce war Literaturprofessor an der dortigen Universität und lebte und starb in Triest. Der Österreicher Rainer Maria Rilke schuf während seines Aufenthalts von Oktober 1911 bis Mai 1912 im nahe liegenden Schloss von Duino seine Duineser Elegien.

Weitere deutsch- und englischsprachige Schriftsteller, die einen Teil ihres Lebens in Triest verbrachten oder heute noch verbringen:

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Triest ist der Fußballverein US Triestina beheimatet, der aktuell in der Serie D spielt. Im Stadio Giuseppe Grezar, der ehemaligen Heimstätte der US Triestina, fand zudem das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 1934 zwischen der Tschechoslowakei und Rumänien (2:1) statt.

Triestiner Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich dabei um eine multikulturelle Küche, in der auch durch den jahrhundertelangen mitteleuropäischen aber auch hafenbedingten Einfluss, verschiedene Ethnien zum Ausdruck kommen. Typische Speisen sind zum Beispiel die Jota, Minestra de Bisi Spacai, Rotolo di Spinaci in Straza, Sardoni Impanai, Capuzi Garbi, Capuzi Garbi in Tecia und Fritto Misto Mare beziehungsweise als Süßspeisen Presnitz, Fave Triestine, Titola, Crostoli Speciale, Struccolo de Pomi, Kugelhupf, Rigo Jancsi und die Triester Torte.

Als für Triest typische Lokalarten sind zu nennen das Buffet, ein städtisches kleines Gasthaus mit schnellservierten fertigen einheimischen Speisen (neben „italienischen“ Gerichten auch frische Beinschinkenarten, Leberkäse, Gulasch, Braten, gesottenen Kaiserfleisch, Zunge, Stelze und Bauchfleisch), und die Osmizza, eine gelebte Urform des mitteleuropäischen bzw. habsburgischen Heurigen mit geblockten kurzen Öffnungszeiten zum Verzehr und Vertrieb selbstproduzierter vorwiegend kalter bäuerlichen Erzeugnissen aus dem Triestiner Karst.

Als lokale Kaffeespezialität gilt der „Capo Triestino“ (auch „Capo in B“ oder „Capo in bicchiere“), welchen schon Intellektuelle wie James Joyce oder Italo Svevo geschätzt haben sollen. Diesen Miniatur-Cappuccino in einer Glastasse nimmt man meistens an der Bar ein.[45]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Persönlichkeiten der Stadt sind in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Triest aufgeführt.

Nach Triest benannte Orte oder Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triest-Park in Berlin

In Berlin-Dahlem gibt es einen Triest-Park.

In München-Ramersdorf-Perlach gibt es eine Triester Straße.

In Nürnberg-Schweinau gibt es eine Triester Straße.

In Wien ist die Triester Straße die bekannteste Ausfallstraße Richtung Süden bzw. Südautobahn; sie verläuft, von der Südbahn ausgehend, durch den 10. Bezirk, Favoriten, und den 23. Bezirk, Liesing, bis zur südlichen Stadtgrenze und setzt sich als ehemalige Bundesstraße 17 südwärts fort. Die Triester Straße bestand schon 1879 als Reichsstraße von Wien Richtung Triest.

In Graz ist die Triester Straße eine der wichtigsten Ausfallstraßen und zugleich auch die zweitlängste Straße der Stadt. Die Grazer Triester Straße beginnt beim Karlauer Platz in Graz-Gries und endet in Graz-Puntigam an der südlichen Stadtgrenze mit der Hausnummer 509, wo sie nach Feldkirchen bei Graz übergeht. Dort führt sie mit den Hausnummern von 1 bis 395 in Nord-Süd-Richtung durch das gesamte Gemeindegebiet.

In Laibach, der Hauptstadt Sloweniens, verläuft die Tržaška cesta (Triester Straße) vom Trg Mladinskih delovnih brigad genannten Platz Richtung Südosten parallel zur ehem. österreichischen Südbahn bis zur Ortschaft Brezovica pri Ljubljani.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. vgl. jährliches Ranking der Tageszeitung „24 ore“, u.a. http://www.ilsole24ore.com/speciali/qvita_2012/home.shtml?refresh_ce=1
  3. Laura Toneros: „Triest: Termiten befallen Häuser in der Viale Battisti“, Il Piccolo vom 29. April 2013
  4. Triest: Vermutlich ältestes Römerlager Italiens entdeckt in Der Spiegel vom 17. März 2015
  5. Theodor Mommsen: Inscriptiones Galliae Cisalpinae Latinae. de Gruyter, Berlin 1972, Reprint: Reimer, Berlin 1959, 2000, S. 53.
  6. a b Ugo Cova: Triest. In: Daten und Fakten der österreichischen Geschichte. Geschichte der Kronländer. Archiv Verlag, abgerufen am 1. Juli 2009.
  7. Historische Rechtstexte auf der Website der Österreichischen Nationalbibliothek, auch in italienischer Sprache
  8. Marina Rossi: La scossa di Oberdan a quella città «imperiale». In: Corriere della Sera. 3. April 2010, abgerufen am 2. September 2014 (italienisch).
  9. David Gilmour, Auf der Suche nach Italien (2013), S. 303 ff.
  10. Simona Colarizi: Il sacrificio di Oberdan naufragò nell’Italietta senza sogni e prestigio. In: Il Piccolo. 23. November 2013, abgerufen am 2. September 2014 (italienisch).
  11. Sabine Rutar: Kultur – Nation – Milieu. Sozialdemokratie in Triest vor dem Ersten Weltkrieg. Klartext, Essen 2004, ISBN 3-89861-116-7, S. 54.
  12. Uwe Rada, Die Adria (2014), S. 261.
  13. Aram Mattioli: Unter Italiens Stiefel. Die Zeit vom 19. Oktober 2006
  14. Rolf Wörsdörfer: Krisenherd Adria 1915–1955. Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2004, S. 81.
  15. Christiane Kohl: Die Zukunft hat schon angelegt: Süddeutsche Zeitung vom 22. Oktober 2004
  16. Carla Reschia, Unterschriftenboom in Triest, La Stampa vom 31. Mai 2013.
  17. Gabriella Ziani: Autonome Stadt mit einem von der UNO ernannten Gouverneur. Il Piccolo vom 22. Juni 2013.
  18. Il Piccolo: Trieste, imbrattata la rosa dei venti, 5. April 2013.
  19. Gabriella Ziani: Porto Vecchio – Millionen ausgegeben. Il Piccolo, 9. März 2013.
  20. Immer mehr unverkaufte Häuser in Triest. Il Piccolo vom 7. Oktober 2014.
  21. Arbeitslosigkeit junger Menschen in Triest: Il Piccolovom 26. Juni 2014;
  22. Ugo Salvini: Die Stadt wird immer älter! Il Piccolo vom 13. Oktober 2013
  23. vgl. Gianpaolo Sarti "I triestini sono i più ricchi del Nordest" in: Il Piccolo vom 2. April 2016
  24. Eugen Gelcich: Studien über die Entwicklungs-Geschichte der Schiffahrt mit besonderer Berücksichtigung der nautischen Wissenschaft. Laibach 1882
  25. Claudio Magris im Gespräch mit Martin Schulz, FAZ vom 23. April 2014, S. 12
  26. Andreas Deutsch: Verlagerungseffekte im containerbasierten Hinterlandverkehr. University of Bamberg Press, 2014, ISBN 978-3-86309-160-6, S. 143 [1] in der Google-Buchsuche.
  27. Giuseppe Palladini, Il Piccolo 3. April 2015
  28. Die Südbahn und ihr Verkehrsgebiet in Oesterreich-Ungarn. Herausgegeben von der K.K.Priv. Südbahn-Gesellschaft. Verlag Rudolf Rohrer, Wien und Brünn und Leipzig
  29. Topographia Austriaca, Bd. 8: Südbahn-Album. Malerische Ansichten in der Nähe der k.k.Südbahn von Wien bis Triest (um 1856). Nach der Natur aufgenommen von Chapuy und Fiedler, und von bewährten Künstlern in Stahl gestochen. (Reprint). Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt 1991 (ISBN 3-201-01548-2)
  30. Hannes Nothnagl und Barbara Habermann: An der Südbahn. Sutton Verlag, (Erfurt) 2007 (ISBN 3-86680-218-8)
  31. Karl Schambureck: Machbar und attraktiv: EC Miramare Wien–Triest via Laibach in Regionale Schiene 1/2014, S. 47
  32. triestecoffeecluster.com
  33. Helmut Luther: Warum Kaffeetrinken in Triest anspruchsvoll ist, in Die Welt vom 16. Februar 2015
  34. vgl. Adenberger/Hilpold: Nachwuchsdesigner: Die neue Garde, in: Der Standard vom 24. Juli 2014
  35. Lisa Riehl: Modekrönung in Trieste – ITS Fashion Awards 2013, in: Elle vom 18. Juli 2013.
  36. Dumont: Friaul und Triest. 2011, S. 358
  37. orf.at: Ursus: Vom Industriekran zum Wahrzeichen?
  38. Wohnbau 'Quadrilatero'. In: AZW tour 76. Triest - litorale, cittá, altipiano 30.3.-1.4.2001. Architekturzentrum Wien, 2001, abgerufen am 2. September 2014.
  39. Austria Presse Agentur, Meldung vom 31. Oktober 2011, 15.49 Uhr. Titel: „Adieu Spiegel-Cafe: Triest verliert sein bekanntestes Kaffeehaus“.
  40. Gabriella Ziani, Ill Piccolo vom 31. März 2013 „Caffe degli Specchi – Wir sind auf den Knien“
  41. Fabrizio Somma: Trieste – Dall’Emporio al Futuro. 2009, S. 266.
  42. Filippo Santelli: Start up, sono Trento e Trieste le capitali dell'innovazione. In: La Repubblica vom 25. April 2014.
  43. Kugler: Ein tiefer Blick per „X-Rays“, in: Die Presse vom 24. November 2013.
  44. dazu Piero Pieri „Der FERMI-Laser aus Triest“, in BR vom 31. Januar 2016.
  45. Kaffee-Inspirationen: Kaffeebuch mit exklusiven Rezepten (2013) von der Università del Caffè di Trieste, S. 62