Trim (Hvar)

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Der Trim ist ein kleines Haus aus Trockenmauerwerk mit einem Kraggewölbe aus Stein, das einer neolithischen Tradition entstammt. Die Form hat sich bis heute im ursprünglichen Bauprinzip auf der Insel Hvar erhalten. Es gibt stufenförmige und runde Trims (die häufigere Form) auf Hvar. Je nach Standort und Zweck gibt es auch Varianten der Hauptformen wie Hütten mit einem Schutzwall vor dem Eingang und anderes mehr

Verbreitung rustikale Kraggewölbebauten

Im westlichen Teil der Insel Hvar gibt es mehr als 90 dieser Steinhäuser. Derartige Gebäude können auch in Istrien und Dalmatien unter der Bezeichnung Kažun und Bunje gefunden werden. Die Hütten wurden für verschiedene Zwecke genutzt, als Stallung für Haustiere oder als Unterschlupf für Menschen während der Feldarbeit. Gleichartige Gebäude mit derselben Technik und ähnlicher Nutzung finden sich in Frankreich, Italien, Slowenien, Spanien und auf Malta (Girna), aber auch in Irland und Schottland sowie in Teilen der Schweiz.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre archäologische, architektonische und völkerkundliche Relevanz wurden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erforscht. Der deutsche Gelehrte Gerhard Rohlfs forschte mehr als 30 Jahre über Strukturen mit kuppelförmigen Decken in Europa. 1957 veröffentlichte er das Ergebnis in dem Buch: Primitive Kuppelbauten in Europa. Er vermittelt Informationen über ähnliche Hütten (Trullo) in Italien, auf Sardinien, in Spanien, Portugal, Frankreich, Irland, auf den Hebriden und in anderen Ländern. Er zeigte mittels Vergleich auf, wie sehr das alte Europa von kuppelförmigen Deckenbauten überzogen war.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Rohlfs: Primitive Kuppelbauten in Europa (= Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse. Abhandlungen. N. F. 43, ISSN 0005-710X). Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1957.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]