Trinkwassernotbrunnen

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Trinkwassernotbrunnen mit Trinkwassereimern des Zivilschutzes in Fürth (2013)

Ein Trinkwassernotbrunnen, auch Straßenbrunnen, ist eine Einrichtung des Bundes in Deutschland, um im Notfall (Reduzierung oder Totalausfall) die öffentliche Wasserversorgung der Bevölkerung in Großstädten und Ballungszentren mit ausreichend Trinkwasser sicherzustellen.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bund unterhält seit 1970 auf Basis des Wassersicherstellungsgesetzes[1] rund 4800 Trinkwassernotbrunnen[2] im gesamten Bundesgebiet, davon ungefähr 900 der etwa 2000 Straßenbrunnen Berlins.[3] Das WasSiG sieht nicht nur die Sicherstellung des Trinkwassers vor, sondern bezieht die Nutzung als Betriebswasser („im unentbehrlichen Umfang“) und von Löschwasser mit ein.[1]

Diese Brunnen sind „ursprünglich für den Verteidigungsfall konzipiert“, können jedoch auch in jeder anderen Gefahrensituation eingesetzt werden. Trinkwassernotbrunnen sind unabhängig vom öffentlichen Wassernetz und erhalten ihr Wasser aus einem eigenen Brunnen oder gefassten Quellen. Die Förderung des Wassers kann im Handbetrieb oder durch eine elektrische Pumpe erfolgen.[4] In Berlin werden außer diesen „Bundesbrunnen“ weitere solcher „Plumpen“ vom Land Berlin als Einrichtungen des Zivilschutzes betrieben.

Um Straßenbrunnen am Laufen zu halten, sollte mit ihnen regelmäßig gepumpt werden, da eine Störung durch verschiedene Einflüsse zum Ausfall führen kann. Zu solchen Nutzungen sind das Gießen von Straßenbäumen oder die Abkühlung an heißen Sommertagen geeignet. Zum Autowaschen ist eine Verwendung verboten, ebenso wie generell das Waschen im öffentlichen Straßenraum untersagt ist. Das Risiko liegt dabei allerdings in Schmutz- und Schadstoffen, die aus dem Fahrzeug nicht in den Boden und so ins Grundwasser gelangen sollten. Jedoch sind Straßenbrunnen auch durch Vandalismus oder Anfahrschäden beim Parkenvon PKW gefährdet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Text des Wassersicherstellungsgesetzes.
  2. Trinkwasser-Notbrunnen in Deutschland, M. Langenbach, P. Fischer, bbr 11-2008.
  3. Berliner Straßenbrunnen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, abgerufen am 26. August 2011.
  4. Trinkwasser-Notversorgung. (PDF, 3,3 MB) Faltblatt. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), 2016, S. 2, abgerufen am 9. August 2018.