Trittenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Trittenheim
Trittenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Trittenheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 50′ N, 6° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Schweich an der Römischen Weinstraße
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 10,1 km²
Einwohner: 1064 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54349
Vorwahl: 06507
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 207
Adresse der Verbandsverwaltung: Brückenstraße 26
54338 Schweich
Webpräsenz: www.trittenheim.de
Ortsbürgermeister: Franz-Josef Bollig
Lage der Ortsgemeinde Trittenheim im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Brückenkopf der alten Moselbrücke sowie nördlicher Fährturm

Trittenheim ist eine Ortsgemeinde an der Mittelmosel im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße an. Trittenheim ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trittenheim liegt am flachen Hang einer Landzunge (Gleithang), die durch eine enge Moselschleife gebildet wird. Flussaufwärts befinden sich am linken Flussufer der Weinort Klüsserath, am rechten Moselufer der Weinort Leiwen, flussabwärts liegt der Weinort Neumagen-Dhron am rechten Moselufer.

Zu Trittenheim gehören auch die Wohnplätze Breitwiesermühle und Im Dhrönchen.[3]

Nächstgelegene Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus einer fränkischen Siedlung entstanden, wurde Trittenheim erstmals 893 im Prümer Urbar urkundlich erwähnt und war lange Zeit kurtrierisches Gebiet. Eine Erwähnung findet sich auch in einer Urkunde Papst Eugens III. von 1148, in der der Abtei St. Eucharius ein Gehöft und die Kirche nebst den zugehörigen Zehntrechten in Trittenheim zugesprochen wurden. Ab 1794 stand Trittenheim unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Wechsel in die Verbandsgemeinde Schweich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der geplanten Neustrukturierung der Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz entschieden sich die Trittenheimer Bürger im März 2010 mit über 90 % zum Anschluss an die Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße und damit zum Wechsel in den Landkreis Trier-Saarburg. Der Gemeinderat folgte dem Wunsch und stimmte dem Votum einstimmig zu.[4]

Am 14. September 2011 stimmte die rheinland-pfälzische Landesregierung den Fusionsplänen zu, wodurch die Gemeinde am 1. Januar 2012 aus der aufzulösenden Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron, die zum Landkreis Bernkastel-Wittlich gehörte, in die Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße und somit in den Landkreis Trier-Saarburg wechseln konnte.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Trittenheim ist seit 1961 konstant rückläufig. Die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 761
1835 976
1871 1.026
1905 1.060
1939 1.275
1950 1.389
Jahr Einwohner
1961 1.481
1970 1.477
1987 1.203
1997 1.136
2005 1.111
2014 1.064

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Trittenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zurzeit amtierende Ortsbürgermeister heißt Franz-Josef Bollig.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen goldenen Abtstab. Er steht für den Trittenheimer Johannes Trithemius, der im 15. Jahrhundert Abt des Klosters Sponheim im Kreis Bad Kreuznach war. Das rote Balkenkreuz auf Silber ist das Wappen des Kurfürstentums Trier, das silberne T steht für Trittenheim.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religiöse Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Clemens

Sonstige Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trittenheim ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 236 Hektar bestockter Rebfläche nach Piesport, Zell, Leiwen, Konz, Neumagen-Dhron, Mehring und Bernkastel-Kues die achtgrößte Weinbaugemeinde der Mosel. Es wird traditionell überwiegend Riesling angebaut. Bekannteste Weinlagen sind die „Trittenheimer Apotheke“ und „Trittenheimer Altärchen“. Der Weinbau bildet außerdem die Grundlage für den Tourismus, der ebenfalls einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Trittenheim geboren sind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Trittenheim gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foto der Moselschleife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moselschleife, rechts Trittenheim, links Leiwen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trittenheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 79 (PDF; 2,4 MB)
  4. Trittenheimer Gemeinderat einstimmig für Wechsel in die Verbandsgemeinde Schweich, www.volksfreund.de am 23. März 2010
  5. Aus drei Verbandsgemeinden werden zwei, www.volksfreund.de am 14. September 2011
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Anno 1654 haben zu Ehren Gottes errichtet ... ! Geschichtlicher Hintergrund. chronik-trittenheim.de, abgerufen am 6. Februar 2016.
  8. Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  9. Eintrag zu Hinkelsteinfund am Galigsberg in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 9. Oktober 2015.
  10. Engelbert Schue (1772-1847) Ein Theologe und Domkanonikus aus Trittenheim - Herkunft und Schulbildung. chronik-trittenheim.de, abgerufen am 6. Februar 2016.