Trixi Worrack

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Trixi Worrack Straßenradsport
Trixi Worrack (2015)
Trixi Worrack (2015)
zur Person
Vollständiger Name Beatrix Worrack
Geburtsdatum 28. September 1981
Nation Deutschland
Disziplin Straße/Querfeldein/Bahn
Wichtigste Erfolge

UCI-Straßen-Weltmeisterschaften

2015 Weltmeister Weltmeisterin - Mannschaftszeitfahren
2014 Weltmeister Weltmeisterin - Mannschaftszeitfahren
2013 Weltmeister Weltmeisterin - Mannschaftszeitfahren
2012 Weltmeister Weltmeisterin - Mannschaftszeitfahren
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften (U23)
1998 Weltmeister Weltmeisterin Einzelzeitfahren 1998
Infobox zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2016

Beatrix „Trixi“ Worrack (* 28. September 1981 in Cottbus) ist eine deutsche Radrennfahrerin, die auf Straße, Bahn und bei Querfeldeinrennen aktiv ist. Sie ist fünffache Weltmeisterin und achtfache deutsche Meisterin (Stand 2015).

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Worrack wuchs in Dissen im Spreewald auf, wo sie heute noch lebt (Stand 2015).[1] Mit 14 Jahren begann sie, Radrennen zu bestreiten. Insgesamt wurde sie fünf Mal deutsche Junioren-Meisterin. Bei Juniorenweltmeisterschaften gewann sie je eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Nach ihrer Juniorinnenzeit fuhr sie drei Jahre im Bundesliga-Team Red Bull und wechselte dann 2003 zur Equipe Nürnberger, welches im Jahr 2010 Noris Cycling hieß, 2011 zum Team AA Drink-leontien.nl und 2012 zum Team Specialized-lululemon.

Im Erwachsenenbereich erzielte Worrack internationale zahlreiche Erfolge. Sie gewann bedeutende Etappenrennen, wie z.B. die Tour de l’Aude, das prestigeträchtige Eintagesrennen Primavera Rosa, der weiblichen Ausgabe des Radklassikers Mailand–Sanremo sowie den Giro della Toscana. Dreimal – 2004, 2008 und 2012 – startete sie bei Olympischen Spielen; ihr beste Platzierung war der neunte Platz im Einzelzeitfahren bei den Spielen 2012 in London.

Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2005 war sie als Anfahrerin maßgeblich am Erfolg ihrer Teamkameradin Regina Schleicher beteiligt und belegte selbst den zehnten Platz.[2] Im Jahre 2006 wurde sie bei der Straßen-WM Vizeweltmeisterin im Sprint einer 15köpfigen Spitzengruppe hinter Marianne Vos.[3]

Insgesamt wurde Trixi Worrack fünf Mal Weltmeisterin im Mannschaftszeitfahren, zuletzt 2015, bei den Straßenweltmeisterschaften im US-amerikanischen Richmond mit ihrem Team Velocio-SRAM.

Im März 2016 stürzte Worrack beim Trofeo Alfredo Binda schwer; bei einer Operation musste ihr eine Niere entfernt werden.[4][5] In einem Interview zehn Tage nach der Operation erklärte sie in einem Interview, dass sie trotz dieses schweren Eingriffs plane, mit dem Radsport weiter zum machen.[6] Am 11. Juni 2016 betritt sie mit dem Albstadt-Frauen-Etappenrennen ihr erstes Rennen nach der Operation.[7] Wenige Tage später gaben die Ärzte ihre Erlaubnis für einen Start von Worrack bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.[8]

Ungeachtet der gesundheitlichen Beeinträchtigung errang Trixi Worrack Ende Juni 2016 den Titel der deutschen Meisterin im Einzelzeitfahren.

Palmarès[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998
1999
2000
2001
  • eine Etappe Women’s Challenge
2002
  • Europameister U23-Europameisterschaften Straßenrennen
2003
2004
2005
2006
2007
2008
Trixi Worrack wird deutsche Meisterin im Straßenrennen (2015)
2009
2010
2011
2012
2013
Weltmeister UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2013 - Mannschaftszeitfahren (mit Lisa Brennauer, Katie Colclough, Carmen Small-McNellis, Evelyn Stevens und Ellen van Dijk)
2014
Weltmeister Weltmeisterin - Mannschaftszeitfahren (mit Chantal Blaak, Lisa Brennauer, Karol-Ann Canuel, Carmen Small-McNellis und Evelyn Stevens)
2015
2016

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trixi Worrack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Trixi Worrack. In: trixi-worrack.de. 11. Mai 2015, abgerufen am 27. November 2015.
  2. faz.ne vom 24. September 2005: Das Team macht Regina Schleicher zur Weltmeisterin
  3. radsport-news.com vom 23. September 2006: Worrack mit WM-Silber "ein wenig enttäuscht"
  4. Felix Mattis: Worrack schwer verletzt: Not-OP an der Niere. In: radsport-news.com. 22. März 2016, abgerufen am 22. März 2016.
  5. Worrack musste in Not-OP die linke Niere entfernt werden. In: radsport-news.com. 29. März 2016, abgerufen am 29. März 2016.
  6. Ich habe ja auch nur ein Herz. In: radsport-news.com. 31. März 2016, abgerufen am 24. Juni 2016.
  7. Felix Mattis: radsport-news.com – Brennauer jubelt bei Worracks Comeback in Auenstein. In: radsport-news.com. 11. Juni 2016, abgerufen am 11. Juni 2016.
  8. Ärzte geben nach Nieren-OP Erlaubnis: Worrack nach Rio. In: rad-net.de. 14. Juni 2016, abgerufen am 14. Juni 2016.