Trockenfeldbau

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Trockenfeldbau und Terrassenfeldbau in Katalonien

Der Trockenfeldbau, englisch dry farming, ist eine Form des Bodenbaus, die ohne künstliche Bewässerung in (semi-)ariden Gebieten stattfindet. Als Sonderform des Regenfeldbaus[1][2] wird sie in Gebieten mit sehr geringem Niederschlag nahe der agronomischen Trockengrenze – regional unterschiedlich bei etwa 250–500 mm/a[3] – betrieben, wobei die Niederschläge auch über längere Perioden (zum Teil über mehrere Jahre) aussetzen können.

Die an diese Umweltbedingungen angepassten Pflanzen befriedigen ihren Wasserbedarf somit ausschließlich über Wasser, das von Niederschlägen stammt, sowie über im Boden gespeicherte Feuchtigkeit. Zum Teil wird das Regenwasser auch in Zisternen, Gefäßen oder Schlammbecken gespeichert. Meist bildet sich ein Feuchte-Gradient zwischen Luftfeuchtigkeit und Boden und zwischen Erdoberfläche und Grundwasser aus. Die Bodenfeuchte nähert sich dem Feuchtegehalt der Luft an. In der Nacht kühlt die Erdoberfläche aus, Luftfeuchtigkeit kann als Tau kondensieren oder diffundiert direkt in den Boden.

In Südeuropa, insbesondere in Spanien und Italien, wurde und wird diese Art der Feldwirtschaft traditionell betrieben. Vor allem Getreide wie Gerste und Hirse sowie Oliven, Mandeln und der Johannisbrotbaum sind gut an das trockene Klima angepasst. Weitere Gebiete, in denen Trockenfeldbau betrieben wird, sind u. a. die Great Plains, die Steppen im Süden Russlands und Argentiniens sowie große Teile Afrikas.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trockenfeldbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.spektrum.de/lexikon/geographie/dry-farming/1810
  2. http://www.spektrum.de/lexikon/geographie/regenfeldbau/6507
  3. http://www.jarts.info/index.php/tropenlandwirt/article/viewFile/1292/482