Tromm

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Tromm
Tromm-Gebirgszug vom Weschnitztal aus

Tromm-Gebirgszug vom Weschnitztal aus

Höhe 577 m ü. NHN
Lage Kreis Bergstraße, Hessen, Deutschland
Gebirge Odenwald
Dominanz 7,7 km → Hardberg
Schartenhöhe 154 m ↓ Kreidacher Höhe
Koordinaten 49° 36′ 16″ N, 8° 48′ 10″ OKoordinaten: 49° 36′ 16″ N, 8° 48′ 10″ O
Tromm (Hessen)
Tromm
Besonderheiten Ireneturm (AT)

Die Tromm ist mit 577 m ü. NHN[1] der sechsthöchste Berg des Odenwaldes (nach Katzenbuckel, Neunkircher Höhe, Hardberg, Stiefelhöhe und Hart) und liegt im Südosten des Kreises Bergstraße in Südhessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tromm liegt im mittleren Odenwald zwischen dem Weschnitztal mit der Gemeinde Rimbach im Westnordwesten und dem Ulfenbachtal mit der Gemeinde Grasellenbach und dem Wald-Michelbacher Ortsteil Affolterbach im Osten. Der Gipfel der Tromm liegt auf der Gemarkung von Rimbach. Am Osthang des Tromm-Höhenzuges liegt der Ortsteil Tromm der Gemeinde Grasellenbach.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bewaldete, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Tromm-Höhenzug besteht aus einer kristallinen Gebirgsscholle des Vorderen Odenwaldes an der Grenze zum östlich anschließenden Buntsandstein-Odenwald und gibt einer seiner naturräumlichen Untereinheiten, dem Tromm-Odenwald, den Namen. Die Tromm weist zahlreiche markante Felsengruppen auf, die herausgewittertes Urgestein (Trommgranit) sind. (Weiteres unter: Geologie des Odenwaldes)

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Westhang der Tromm liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Tromm (FFH-Nr. 6318-304; 3,2167 km²), einem Natura 2000-Gebiet.[1]

Ireneturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1910 westlich der Gipfelhöhe errichtete, (heute) 27 m (ursprünglich 23 m) hohe Ireneturm, ein Aussichtsturm, benannt nach der Prinzessin Irene von Hessen-Darmstadt, ist eines der Wahrzeichen der Region Überwald. Er liegt in der Gemarkung von Zotzenbach, einem Ortsteil von Rimbach, während die eigentliche Gipfelhöhe zur Gemarkung Kocherbach, einem Ortsteil von Wald-Michelbach, gehört. Zum 100-jährigen Jubiläum des Turms im Jahr 2010 wurde das Eigentum der Gemeinde Rimbach übertragen. Seit dem 2. Mai 2013 ist der Ireneturm aus Sicherheitsgründen gesperrt. Er besteht im Wesentlichen aus Weichholzelementen, in die der Borkenkäfer und Fäulnis eingedrungen sind.[2] Nachdem seit 2015 fest steht, dass der Turm nicht mehr saniert werden kann, wurde 2017 beschlossen, einen neuen, etwas höheren Turm zu errichten. Dieser soll zu 80 % mit Fördergeldern für das Projekt Geozentrum Tromm finanziert werden.[3]

Wintersport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Tromm befindet sich eine flache, 600 Meter lange Skipiste. Früher war auf den Tromm der längste Skilift des Odenwaldes mit etwa 500 Metern Länge. Die Talstation auf der Tromm wurde jedoch durch einen Blitzeinschlag komplett zerstört. Die Liftanlage selbst ist derzeit noch nicht abgebaut. Früher waren auf der Tromm noch 15 weitere Rucksacklifte in Betrieb; sie wurden aber nach und nach wieder abgebaut und in anderen Skigebieten wieder errichtet. Heute befindet sich an der 900 Meter langen Hardbergpiste der längste Skilift des Odenwaldes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tromm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Bergsträßer Anzeiger vom 2. Mai 2013: Ireneturm ab sofort geschlossen, abgerufen am 2. September 2013
  3. Ireneturm: Finanzierung des Neubaus auf der Tromm gesichert auf echo-online.de vom 17. Mai 2015, abgerufen am 25. Oktober 2017