Trommelwehr

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Schematische Darstellung Trommelwehr
Ein Trommelwehr am Clackamas River, Oregon, USA

Das Trommelwehr (auch: Trommelschütz) gehört zu den beweglichen Wehren mit überströmbaren Verschluss. M. Desfontaines konstruierte diesen Typ von Wehr erstmals, realisiert wurde es im Damery-Wehr auf der Marne 1857.[1] Ein Trommelwehr eignet sich besonders für mittlere Stauhöhen und sehr große Stauweiten. Ein Trommelwehr bedarf zwar eines besonders aufwändigen Wehrunterbaus und einer aufwändigen Steuerung, fügt sich aber gut ins Landschaftsbild ein, da es keine Aufbauten oder sichtbare Antriebe gibt.[2]

Das Trommelwehr hat in Funktionsweise und Bau sehr große Ähnlichkeit mit dem Sektorwehr. Der dreieckförmige Schwimmkörper ist beim Sektorwehr unterwasserseitig drehgelagert, beim Trommelwehr hingegen oberwasserseitig. Ferner hat das Trommelwehr im Gegensatz zum Sektorwehr einen geschlossenen Querschnitt.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Lecher, Hans-Peter Lühr, Ulrich C. E. Zanke: Taschenbuch der Wasserwirtschaft. 8. vollständig neubearbeitete Auflage. Vieweg, Wiesbaden 2003, ISBN 3-528-02580-8.
  • Theodor Strobl, Franz Zunic: Wasserbau. Aktuelle Grundlagen, neue Entwicklungen. Springer, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-540-22300-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vide: Annales des Ponts et Chaussees, 5th series, vol. vi, 1873, p. 98.
  2. Kurt Lecher; Hans-Peter Lühr; Ulrich C. E. Zanke: Taschenbuch der Wasserwirtschaft, Vieweg+Teubner; Auflage: 8., 2001, S. 584
  3. Diese Ähnlichkeit führte historisch mitunter zu abweichenden Übersetzungen. So wird der englische Begriff „Drumgate“ im Zentralblatt der Bauverwaltung, 1926, S. 122 korrekt mit Trommelschütz (Trommelwehr) übersetzt, in anderen Werken (Zeitschrift: Wasserwirtschaft, Wien, 1926. S. 437) mit Sektorwehr.