Trommersche Probe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Trommer's test.jpg

Die Trommersche Probe (auch Reduktion nach Trommer, Trommer-Test, Trommer-Probe) ist eine chemisch-analytische Methode und dient dem Nachweis von Zuckern (Aldosen und Ketosen).[1] Sie wurde 1841 von Karl August Trommer (1806–1879)[2] zum Nachweis von Glucose im Harn entwickelt. Natronlauge (oder Kalilauge) und Kupfersulfat werden zusammen mit der Probelösung erhitzt. In Gegenwart reduzierender Substanzen entsteht eine gelbrote wolkige Trübung von Kupfer(I)-hydroxid bzw. und braunroter Niederschlag von Kupfer(I)-oxid, was eine positive Trommersche Probe bedeutet.[2]

Kupfer(II)-Ionen werden bei der Trommer-Probe zu Kupfer(I)-Ionen reduziert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reduktion von Kupfersulfat zu Kupferoxid ist auch das Prinzip anderer Indikatorreaktionen. Beispielhaft seien genannt:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Peter Nuhn: Naturstoffchemie, S. Hirzel Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2. Auflage, 1990, ISBN 3-7776-0473-9, S. 186.
  2. a b Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 6: T–Z. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 1988, ISBN 3-440-04516-1, S. 4375.