Trouble (Band)

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Trouble (Band)
Trouble live am Jalometalli 2008
Trouble live am Jalometalli 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Doom Metal
Gründung 1979
Website http://www.newtrouble.com/
Gründungsmitglieder
Eric Wagner
Bruce Franklin
Gitarre
Rick Wartell
Ian Brown
Jeff „Oly“ Olson
Aktuelle Besetzung
Gesang
Kyle Thomas (seit 2012)
Gitarre
Bruce Franklin
Gitarre
Rick Wartell
Bass
Shane Pasqualla (seit 2008)
Schlagzeug
Marko Lira (seit 2008)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Kory Clarke (2008–2012)
Schlagzeug
Jeff Olson (1979–1986, 1993–2008)
Gesang
Eric Wagner (1979–2008)
Bass
Chuck Robinson (2002–2008)
Bass
Ron Holzner (1986–2002)
Schlagzeug
Barry Stern (1989–1993)
Schlagzeug
Dennis Lesh (1986–1989)
Bass
Sean McAllister (1983–1986)
Bass
Ian Brown (1979–1983)

Trouble ist eine US-amerikanische Doom-Metal-Band, die neben Saint Vitus als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Interpreten des Genres in den 1980er Jahren gilt.[1] Ihre musikalischen Wurzeln liegen eigenen Angaben zufolge bei Bands der frühen 1970er Jahre, wie etwa Deep Purple, Led Zeppelin, Budgie und vor allem Black Sabbath.[2] Trotz öffentlicher Aufmerksamkeit auch in der Presse konnte Trouble niemals große kommerzielle Erfolge erzielen, genießt in der Szene aber bereits seit Jahren einen Kultstatus.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sänger Kory Clarke, Jalometalli 2008

Die Band Trouble stammt aus Chicago (Illinois) und ist seit 1979 aktiv. In den Jahren von 1980 bis 1983 nahm die Band einige Demos und die Single Assassin auf und veröffentlichte 1984 das Lied The Last Judgement auf dem Sampler Metal Massacre IV.

In der Gründungsphase bestand die Band aus Eric Wagner (Gesang), Bruce Franklin (Gitarre), Rick Wartell (Gitarre), Jeff Olsen (Schlagzeug) und Ian Brown (Bass). Brown wurde im Jahr 1983 durch Sean McAllister ersetzt. Auf den beiden ersten Alben Trouble (auch unter dem Namen Psalm 9 bekannt) (1984) und The Skull (1985), beide auf Metal Blade Records veröffentlicht, spielten Trouble straighten, schweren Heavy Metal mit Black-Sabbath-Einflüssen. Die Texte behandeln oftmals christliche Themen; zur Abgrenzung von damaligen Bands, die wegen ihrer satanistischen Texte dem Black Metal zugeordnet wurden, wurde die Band von Metal Blade mit der Bezeichnung White Metal beworben,[4][3] wovon die Mitglieder der Band sich später allerdings distanzierten.[4][5][6]

Allerdings wird die Band nach wie vor häufig dem White Metal zugeordnet,[7][8][9] auch von Musikern wie King Diamond, der mit Trouble auf Tournee ging, ihre Mitglieder allerdings nicht als „Hardcore-Christen“ wahrnahm und ihre Texte für vager als die von Stryper befand[7]. Im Gegensatz zu Bands wie Stryper ging es Trouble auch nie darum, Fans zum Christentum zu bekehren.[10]

1987 erschien die dritte LP Run to the Light, dabei wurden Sean McAllister und Jeff Olsen durch den Schlagzeuger Dennis Lesh und den Bassisten Ron Holzner ersetzt. Die Musik wurde nun flüssiger, ohne allerdings den Doom-Metal-Sektor zu verlassen. Die Band wurde von King Diamond eingeladen, für ihn in Amerika zu eröffnen. Im Verlauf dieser erfolgreichen Tour wurde Def-American-Boss Rick Rubin auf Trouble aufmerksam und nahm die Band unter Vertrag. Dennis Lesh stieg aus und schloss sich der Band Stygian an, mit der er 1992 das Album Planetary Destruction aufnahm; seit 1995 spielt er für Chastain. Barry Stern übernahm Leshs Platz am Schlagzeug.

Gemeinsam produzierte die Band 1990 das erneut nur mit Trouble betitelte Album, das in der Fachpresse als ein Meisterwerk des Doom Metal bezeichnet wurde. Der große Erfolg bei der Hörerschaft blieb allerdings aus. Knapp zwei Jahre später erschien 1992 Manic Frustration, das ähnlich schwerfällig klingt, aber deutlich mehr Abwechslung bietet. Die Platte verkaufte sich, trotz abermals guter Kritiken, noch schlechter als der Vorgänger, was zum Rauswurf bei Def American führte.

Die Band nahm auf eigene Kosten die vier Lieder beinhaltende Mini-CD One for the Road auf, die sie getreu dem Titel bei den Konzerten der 1994er Deutschlandtour am Merchandise-Stand selbst verkaufte. Sie fand sehr guten Absatz und verhalf Trouble zu einem neuen Plattenvertrag. Außerdem kehrte das Gründungsmitglied Jeff Olson zur Band zurück. 1995 erschien das von Vince Wojno (Machine Head) gemixte Album Plastic Green Head. Im strömenden Regen trat die Band im Jahr 1995 zum dritten Mal auf dem Dynamo Open Air auf. Danach brach sie allerdings auseinander; Sänger Eric Wagner wurde wenig später Mitglied bei der Band Lid.

Es wurde einige Zeit ruhig um die ehemaligen Mitglieder von Trouble. Im Jahre 2003 erfolgte eine Wiedervereinigung der Band. Trouble trat daraufhin mehrmals bei verschiedenen Festivals, unter anderem dem des Aardschock-Magazins, auf. Nach verschiedenen technischen und privaten Schwierigkeiten zogen sich die Aufnahmen zum neuen Album über längere Zeit hin.

2005 erschien bei White Stallion Records die Compilation Demos & Rarities 1980-95 mit älterem Material und teilweise unveröffentlichten Liedern in einer Auflage von 500 Exemplaren. 2006 erschien dort die ebenfalls auf 500 Exemplare limitierte Compilation Demos & Rarities 1985-94.

Im Jahr 2006 wurde die DVD Live in Stockholm veröffentlicht, und Escapi Music legte das Debüt von 1984 unter dem Titel Psalm 9 und The Skull von 1985 mit einer aufwendigeren Aufmachung wieder neu auf. Im März 2007 erscheint endlich das Album Simple Mind Condition. Danach ging die Band auf USA- und Europa-Tournee. Kurz danach erschien ein Unplugged-Album.

Am 2. Mai 2008 wurde verkündet, dass Eric Wagner die Band freundschaftlich verlassen habe und durch Kory Clarke (Warrior Soul) ersetzt wurde. Während der US-Tour 2008 gab dann auch Schlagzeuger Jeff Olson bekannt, dass er nicht mehr weiter mit Trouble zusammenarbeite. Als Ersatz kam Marko Lira, der Schlagzeuger von Rick Wartells Band Wet Animal.

Nach knapp vier Jahren stieg Sänger Kory Clarke im Februar 2012 wieder aus der Band aus. Seinen Platz nahm Kyle Thomas (Exhorder, Floodgate, Alabama Thunderpussy) ein, der schon Ende der 1990er Jahre mehrfach mit Trouble auf der Bühne gestanden hatte.[11] Mit Thomas nahm die Band dann auch ihr achtes Studioalbum The Distortion Field auf, das im Sommer 2013 veröffentlicht wurde.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980: Demo
  • 1982: Demo
  • 1983: Demo
  • 1983: Live Demo
  • 1994: One for the Road
  • 1985: Demo

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Psalm 9 (Metal Blade Records)
  • 1985: The Skull (Metal Blade Records)
  • 1987: Run to the Light (Metal Blade Records)
  • 1990: Trouble (Def American Recordings)
  • 1992: Manic Frustration (Def American Recordings)
  • 1995: Plastic Green Head (Bullet Proof Records)
  • 2007: Simple Mind Condition (Escapi Music)
  • 2009: Unplugged (ICS SAOL H’Art)
  • 2013: The Distortion Field (FRW Records)

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Assassin
  • 2007: Unplugged (EP)

Live-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Live in Los Angeles 2008 (ICS SAOL H’Art)

Kompilationen und Box Sets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Demos & Rarities 1980-95 (White Stallion Records)
  • 2006: Demos & Rarities 1984-94 (White Stallion Records)

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Live in Stockholm (DVD)

Samplerbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holger Stratmann (Hrsg.): RockHard-Enzyklopädie. RockHard-Verlag, Dortmund 1998, ISBN 3-9805171-0-1, S. 427.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ian Christe: Sound of the Beast: The Complete Headbanging History of Heavy Metal. Harper Collins, New York 2003, ISBN 978-0-380-81127-4, S. 345 f.
  2. Shan Siva: Supershine (Memento vom 7. Juli 2011 im Internet Archive).
  3. a b William Phillips, Brian Cogan: Encyclopedia of Heavy Metal Music and Culture. Greenwood Publishing, 2009, ISBN 978-0-313-34800-6, S. 236.
  4. a b Luxi Lahtinen: Interview with Trouble.
  5. Mike Meyer: Trouble. Unlucky Number Seven.
  6. A Brief History of Christian Metal.
  7. a b Mark Putterford: A Kind of Magic. In: Kerrang!, 1987, S. 10f.
  8. Doom-Metal.com: The history of Doom-Metal. Archiviert vom Original am 12. Oktober 2007, abgerufen am 22. Januar 2010 (englisch).
  9. Götz Kühnemund: A History of Horror. In: Rock Hard, Nr. 282, November 2010, S. 20–27.
  10. Blabbermouth.net: Trouble Drummer Talks Touring Plans, Retro Grave Project.
  11. Blabbermouth.net: Singer Kory Clarke Quits Trouble, Trouble Taps Former Exhorder Singer.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trouble – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien