Truck Trial

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Für Trial modifizierter Tatra 813 bei einem Wettbewerb

Truck Trial ist eine Motorsportart, bei der es um das Fahren von Trucks oder zu deutsch LKW in schwerem Gelände geht. Diese Motorsportart ist in den 1980er Jahren entstanden. Man muss mit viel Geschick und Können seinen Truck durch die vorher von den Veranstaltern gesteckten Tore manövrieren. Diese Tore sind jedoch nicht leicht zu erreichen, sodass es den Fahrern und ihren Beifahrern nicht leicht gemacht wird. Bei den Sektionen, die gefahren werden, werden Mensch und Maschine an ihre Grenzen gebracht. Die Wertung findet in verschiedenen Klassen statt.

Truck-Trial-Serien in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit gibt es in Deutschland zwei Truck Trial Serien, das sind zum einen der Europa Truck Trail und die Internationale Truck Trial Meisterschaft.

Europa Truck Trial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Europa Truck Trial ist eine Veranstaltung der OVS GMBH Organisation von Sportveranstaltungen. Diese stellt seit dem Jahr 2011 auch eine kleine Serie den Nationen Cup.

Europameister Ehrentafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P1 P2 S1 S2 S3 S4 S5
1991 Werny - Böhm Kakrda - Král
LIAZ 111.154 D
Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Ribault - Piet
Renault
--------- Paul - Krüger
MAN
---------
1992 Strasser - Garuzzi Kakrda - Birke
LIAZ 111.154 D
Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Bertele - Bahl Auinger - Wehrlin Kröpfel - Anzini☃☃ ---------
1993 Stark - Kirschner Datzberger - ??? Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Bertele - Bahl Filip - Joklík
LIAZ
Kröpfel - Anzini ---------
1994 Bülles - ??? Auinger - Wehrlin Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Bertele - Stark
IVECO
Langenberg - Gemeren
Kröpfel - Anzini ---------
1995 Bülles - Brink
Bülles Trial-Mog
Filip - Záleský
ŠKODA LIAZ AWS
Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Leopold - Gemik
ÖAF
R.Reicher sen. - Medwed
ZIL
Schuilenburg - Jacobi Christiansen - Nilsson
Tatra 813 8x8
1996 Bülles - Brink Rauber
Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Leopold - Emmerich
Langenberg - Flamm Bitzer - Aigner Kampschreur - ???
1997 Bülles - Fritzen
Rauber Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Cacák - Fišer
Praga UV 80
Langenberg - Flamm Kröpfel - Anzini Kampschreur - Bratt
1998 A.Hellgeth - J.Hellgeth
Werner UK 52
Auinger - Holub
Ural-4320
Bormann - Bormann
Mercedes-Benz
Cacák - Bernášek
Praga UV 80
Langenberg - Flamm
Gamma-Goat
Bertele - Hermann
Iveco
Kampschreur - Aalders
Tatra 813
1999 Blodau - Stiegelbauer
Unimog-Spezial
Auinger - Holub
Ural-4320
Heidenreich - Heidenreich
Mercedes-Benz
D.Baum - T.Baum
Mercedes-Benz
Langenberg - Flamm
Gamma-Goat
Kröpfel - Anzini
Steyr
Kampschreur - Aalders
Tatra 813
2000 Bülles - Enders
Bülles Trial-Mog
Auinger - Holub
Ural-4320
Aerts - Glabus
Mercedes-Benz
Ribault - Poupounot
Mercedes-Benz
Heidenreich - Heidenreich
Mercedes-Benz
Orsik - Kniga
MAZ 6317
Bormann - Bormann
MAN
2001 Bülles - Enders
Bülles Trial-Mog
Auinger - Holub
Ural-4320
Rauber - Regenbrecht
Mercedes-Benz
Kottkamp - Kottkamp
Mercedes-Benz
Heidenreich - Heidenreich
Mercedes-Benz
Orsik - Kniga
MAZ
Kampschreur - Aalders
Tatra 813
2002 Blodau - Gruber
Unimog-Spezial
Auinger - Holub
Ural-4320
Brauwers - Marx
Mercedes-Benz
Kottkamp - Kottkamp
Mercedes-Benz
Heidenreich - Heidenreich
Mercedes-Benz
Kniazev - Bolotov
Ural-4320
Jmaev - Petelin
Ural-5323
2003 Franquesa - Bea
Prototyp Unirover
Auinger - Holub
Ural-MAN-4320
Brauwers - Marx
Mercedes-Benz
Alfers - Kaßen
Mercedes-Benz
R.Reicher jun. - Medwed
ZIL-131
Kröpfel - Anzini
Steyr
Heidenreich - Heidenreich
Mercedes-Benz
2004 Vavrik - Fritsch
Jolly Jumper
Funke - Henhapl
Ural-4320 Proto
Brauwers - Renner
Mercedes-Benz
R.Kaßen - Grafe
Mercedes-Benz
Muth - Muth
Steyr
Niedergesäß - Niedergesäß
Iveco
Heidenreich - Heidenreich
Mercedes-Benz
2005 Vavrik - Vavrik
Prototyp Unirover
Auinger - Auinger
Ural-MAN-4320
Brauwers - Müller
Mercedes-Benz
R.Kaßen - Grafe
Mercedes-Benz
R.Reicher jun. - Medwed
Magirus-Deutz
Borzym - Seidl
Ural
HS Schoch Team
MAN
2006 Franquesa - Bea
Prototyp Unirover
Funke - Zöhrer
Ural-4320
Brauwers - Czoelder
Mercedes-Benz
R.Kaßen - Grafe
Mercedes-Benz
Tiefenthaler - Tiefenthaler
Mercedes-Benz
Borzym - Seidl
Ural
Reicher - Höller
Mercedes-Benz
2007 Franquesa - Bea
Prototyp Unirover
Auinger - Auinger
Ural-MAN-4320
Töpfer - Heyde
Mercedes-Benz
Čáp - Švanda
Avia
Tiefenthaler - Tiefenthaler Anzini - Huemer
Steyr
Budde - Müller
Mercedes-Benz
2008 Schlager - Sedlak
Jolly Jumper
Henhapl - Zöhrer Töpfer - Heyde
Mercedes-Benz
Heidenreich - Heidenreich
Mercedes-Benz
Sedro - Lecko
Star 266
Anzini - Huemer
Steyr
Reicher - Resch
Mercedes-Benz
2009 Bülles - Enders
Trialmog
Team HERO Team Mini Mog
Mercedes-Benz
Pražák - Vodička
Mercedes-Benz
SEDRO Team
Star 266
Team Borzym
Ural
HS Schoch team
MAN
2010 Bülles - Enders
Trialmog
Funke Vital Line
Ural-4320
Team Manent
Mercedes-Benz
Pražák - Vodička
Mercedes-Benz
Team Heidenreich
Mercedes-Benz
Team Borzym
Ural
Team Engelbändiger
Mercedes-Benz
2011 Unimog Mania team
Mercedes-Benz
Team Auinger MAN Prototyp 4320 Team Manent
Mercedes-Benz
Pražák - Vodička
Mercedes-Benz
Team Heidenreich
Mercedes-Benz
Team Alsace
Mercedes-Benz
HS Schoch team
MAN

Internationale Truck-Trial-Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internationale Truck Trial Meisterschaft ist eine Meisterschaft des TTCD e.V., die Mitglied im DMV ist. Sie wurde im Jahr 2011 gegründet und findet 2012 das erste Mal statt.

ITTM Ehrentafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P1 P2 S1 S2 S3 S4 S5
2012 Trialmog Team Bülles Truck Trial Team Jacháček 4 × 4 Aupitz II Mr. Q S.O.S. GAZ 66 Team TTT Tatra Stanek HK's Engelbändiger
2013 ---------- Truck Trial Team Jacháček 4x4 Aupitz II Truck Trial Team Bössel BVS-Team Seehausen Truck Trial Team Lindemann HK`s Engelbändiger
2014 ---------- Truck Trial Team Jacháček 4x4 Aupitz II Truck Trial Team QP GAZ Team Chemnitz SIL TTT Chemnitz HK`s Engelbändiger
2015 UNIMOG-MANIA Vili Mek 4x4 Aupitz II HSK I S.O.S. GAZ 66 Team SIL TTT Chemnitz HK`s Engelbändiger
2016 ??? ??? ??? ??? ??? ??? ???

Klassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einteilung in Klassen erfolgt in der Hauptsache anhand der Kriterien Spurweite und Radstand sowie ob es sich um serienmäßige bzw. seriennahe Fahrzeuge handelt (Klassen S1–S5). Fahrzeuge, die nicht serienmäßig oder seriennah sind, werden in die Prototypenklassen P1 und P2 eingeteilt.

Serienmäßig oder seriennah[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S1: z. B. kleine Unimogs 406 mit kurzem Radstand
  • S2: z. B. große Unimogs 416 mit langem Radstand
  • S3: z. B. IFA W50 LA – große 2-3 Achser
  • S4: z. B. Tatra 813 6x6 – 3 Achser
  • S5: z. B. Tatra 813 8x8 – große 4 Achser

Prototypen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P1: Fahrzeuge ähnlich Klasse S1
  • P2: Fahrzeuge mit größeren Radständen und Spurweiten als P1

Reglement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Truck Trail wird ein Parcours genannt Sektion in einem vorgegebenen maximalen Zeitlimit gefahren. In den meisten Fällen ist diese Zeit ausreichend und wird deutlich unterschritten.

In den Sektionen sind einzelne Tore gesteckt, wobei die linke Torstange in Fahrtrichtung weiß markiert ist. Die Teilnehmer können sich eine eigene Reihenfolge der Tore in der Sektion aussuchen und diese dann möglichst Fehlerfrei fahren. Dabei ist nur zu beachten, dass durch das Eingangstor eingefahren wird und durch das Ausgangstor die Sektion wieder verlassen wird.

Für Fahrtrichtungswechsel, Berührungen der Torstangen sowie Bande, Brechen einer Torstange, falsch durchfahren eines Tores, auslassen eines Tores und überschreiten des Zeitlimits gibt es Strafpunkte. Das Team in seiner Klasse mit den wenigsten Strafpunkten am Ende eines Wettkampfwochenendes wird der Sieger des Laufes und sammelt dadurch Meisterschaftspunkte.

Übersichtstabelle der Strafpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strafpunkte Beschreibung
1 Anhalten länger als 15 sec. bis max. 3 min., unabhängig von anschließendem Fahrtrichtungswechsel
3 Fahrtrichtungswechsel durch Fahren, Rollen oder Rutschen von mehr als 10 cm
8 Berühren einer Torstange oder der Absperrung mit einem Teil des Fahrzeuges. Eine Torstange gilt, solange kein Fahrtrichtungswechsel vorliegt, als nur einmal berührt, auch wenn das Fahrzeug die Stange mehrmals berührt.
20 Torstange umgefahren, auch durch indirekte Einwirkung des Fahrzeuges z.B. durch Geröll, Baumstamm o.ä. (Stange muss an mindestens zwei Punkten aufliegen, oder von einem Rad Überrollt sein oder von mindestens einer Achse überfahren sein)
20 jedes in falscher Richtung durchfahrene Tor, mit Ausnahme der Tore mit Sondermarkierungen
20 jedes zum zweiten mal in richtiger Richtung durchfahrene Tor, mit Ausnahme der Tore mit Sondermarkierungen
20 jedes durchfahrene Tor einer anderen Klasse
20 Abbrechen einer Torstange, auch durch indirekte Einwirkung des Fahrzeuges z.B. durch Geröll, Baumstamm o.ä. (sichtbarer Bruch)
20 Berühren von Torstangen bzw. der Absperrung aus dem Fahrerhaus heraus
20 nicht rechtzeitig startbereit
80 jedes nicht durchfahrene Tor
100 für Teams im Doppelstart, welche die Sektion mit falscher Startnummer befahren
50 für Teams, die auf Grund von Reparaturen nachstarten
40 + 80 x Anzahl der nicht durchfahrenen Tore bei:
40 + 80 länger als 3 min. Stehen
40 + 80 Befahren der Sektion ohne aufgesetzten oder geschlossenen Helm bzw. angelegten Sicherheitsgurt, ab dem Zeitpunkt an welchem der Verstoß durch den Kommissar bemerkt wurde (Abbruch)
40 + 80 Öffnen oder Ablegen von Sicherheitsgurt oder Helm
40 + 80 Aufgabe in der Sektion (gilt erst nach Bestätigung durch den Kommissar)
40 + 80 Absperrband zerreißen, auch durch indirekte Einwirkung des Fahrzeuges z.B. durch Geröll, Baumstamm o.ä.
40 + 80 Abbruch durch den Kommissar nach Überschreiten der Maximalzeit
40 + 80 Absperrstange umfahren (siehe Torstange)
40 + 80 Absperrstange abbrechen (siehe Torstange)
150 + 80 x Anzahl der nicht durchfahrenen Tore bei: Verweigern
100 Bei Nichtbefolgen von Anweisungen der Sportkommissare bzw. Nichteinhalten von Reglementpunkten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]