Trude Dybendahl

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Trude Dybendahl Skilanglauf
Voller Name Trude Dybendahl (bis 1994; ab ?)
Trude Dybendahl-Hartz (1994 bis ?)
Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 8. Januar 1966
Geburtsort DrammenNorwegen
Größe 173 cm
Gewicht 69 kg
Karriere
Verein Kjelsås IL
Nationalkader seit 1986
Status zurückgetreten
Karriereende 1998
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 1988 Calgary Staffel
0Silber0 1992 Albertville Staffel
0Silber0 1994 Lillehammer Staffel
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 1991 Val di Fiemme 5 km klassisch
0Silber0 1991 Val di Fiemme 15 km klassisch
0Bronze0 1991 Val di Fiemme Staffel
0Bronze0 1993 Falun 5 km klassisch
0Bronze0 1993 Falun Staffel
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 2. März 1986
 Weltcupsiege im Einzel 7  (Details)
 Gesamtweltcup 3. (1989/90)
 Sprintweltcup 5. (1996/97)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Sprintrennnen 1 1 0
 Distanzrennen 6 3 7
 

Trude Dybendahl (* 8. Januar 1966 in Drammen) ist eine ehemalige norwegische Skilangläuferin. Ihre größten Erfolge waren der Weltmeistertitel 1991 und der Gewinn von drei olympischen Silbermedaillen. Zudem ist sie 19-fache Norwegische Meisterin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dybendahl gab ihr Debüt im Skilanglauf-Weltcup am 2. März 1986. Im Jahr zuvor hatte sie bei den den Norwegischen Meisterschaften 1985 mit der Staffel ihren ersten nationalen Titel gewonnen. Bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary gewann sie gemeinsam mit Marit Mikkelsplass, Anne Jahren und Marianne Dahlmo die Silbermedaille in der Staffel über 4 mal 10 km. 1989 gewann sie im Sprint auch ihren ersten nationalen Einzeltitel. Ein Jahr später gewann sie am 14. Januar 1990 in Moskau ihren ersten Weltcup-Sprint über 7,5 km. Im März feierte Dybendahl in Örnsköldsvik und Vang zwei weitere Weltcupsiege. Mit Rang drei im Gesamtweltcup erreichte sie in der Saison 1989/90 das beste Saisonresultat ihrer Karriere.

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1991 im Val di Fiemme sicherte Dybendahl sich den Weltmeistertitel über 5 km im klassischen Stil. Zudem gewann sie Silber über 15 km und Bronze mit der Staffel. Bei ihren zweiten Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville gewann Dybendahl erneut Silber mit der norwegischen Langlauf-Staffel. Erstmals trat sie auch bei den Einzeldisziplinen an. Ihr bestes Einzelresultat war Rang acht über 15 km. Ein Jahr später startete Dybendahl bei den Weltmeisterschaften 1993 im schwedischen Falun. Ihren Titel aus dem Jahre 1991 konnte sie nicht verteidigen und fuhr lediglich mit zwei Bronzemedaillen nach Hause. Im März 1993 feierte Dybendahl in Lillehammer ihren fünften Weltcupsieg.

In die Weltcup-Saison 1993/94 startete Dybendahl schwach, schaffte aber problemlos die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer. Gemeinsam mit Inger Helene Nybråten, Anne Jahren und Marit Mikkelsplass gewann sie in der Staffel ihre dritte olympische Silbermedaille. In den Einzelrennen ging sie erneut leer aus. Nach den Spielen heiratete sie den Skilangläufer Ebbe Hartz und nahm dessen Namen als Doppelnamen an. Im November 1994 nahm Dybendahl-Hartz erstmals am Skilanglauf-Continental-Cup teil und wurde in Beitostølen Vierte. Sie verblieb aber trotz immer schwächer werdender Ergebnisse weiter im Weltcup-Kader. Bei den Weltmeisterschaften 1995 in Thunder Bay blieb sie erstmals ohne eine Medaille. Am 18. Dezember 1996 gewann sie in Oberstdorf ihren sechsten Weltcup. Im gleichen Winter gelang Dybendahl-Hartz in Sunne auch der siebente und letzte Weltcupsieg. Im Weltcup 1996/97 konnte sie so am Ende noch einmal Rang fünf im Sprintweltcup erreichen. Bei ihren vierten und letzten Olympischen Winterspielen 1998 startete die nunmehr 32-jährige Dybendahl-Hartz noch einmal in den Einzeldisziplinen, blieb dabei jedoch chancenlos und musste schlussendlich über die 30-km-Distanz das Rennen vorzeitig abbrechen. Mit dem Ende der Saison 1997/98 beendete sie ihre aktive Weltcup-Karriere, startete aber weiter national und international bei Langlaufveranstaltungen.

Bei den Norwegischen Meisterschaften 1999 startete sie noch einmal in der Staffel und sicherte sich noch einen weiteren nationalen Titel. Insgesamt gewann sie damit auf nationaler Ebene 19 Gold-, elf Silber- und acht Bronzemedaillen.

Dybendahl ließ sich nach dem Ende ihrer Karriere wieder scheiden und nahm ihren Geburtsnamen wieder an. Sie wurde Ski- und Mentaltrainerin und gründete die Trude Dybendahl AS, ein Unternehmen, zu dem eine Skischule und eine Beratungsfirma für die Entwicklung von Talenten gehören.[1] Mit ihrer Skischule ist sie im Winter wie auch im Sommer aktiv.[2] 2007 veröffentlichte sie das Buch Større Skiglede med Bedre Teknikk, welches im Kagge Forlag erschien. Zudem veröffentlichte sie mehrere DVDs mit Trainingsvideos. Bereits während ihrer aktiven Zeit engagierte sich Dybendahl caritativ und wurde bereits 1990 vom Norwegischen Roten Kreuz ausgezeichnet.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norwegische Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Silber mit der Staffel
  • 1983: Silber mit der Staffel
  • 1985: Gold mit der Staffel
  • 1986: Gold mit der Staffel
  • 1987: Silber mit der Staffel
  • 1988: Gold mit der Staffel
  • 1989: Gold über 5 km, Gold mit der Staffel, Bronze über 10 km
  • 1990: Gold über 30 km, Gold mit der Staffel, Silber über 5 km, Silber über 10 km
  • 1991: Gold über 5 km, Gold über 30 km, Gold mit der Staffel, Bronze über 10 km
  • 1992: Gold über 5 km, Gold mit der Staffel, Bronze über 10 km, Bronze über 15 km, Bronze über 30 km
  • 1993: Gold über 5 km, Gold mit der Staffel, Silber über 10 km, Silber über 15 km
  • 1994: Gold mit der Staffel, Silber über 5 km
  • 1995: Silber über 15 km, Bronze über 10 km, Bronze über 30 km
  • 1996: Gold mit der Staffel, Silber über 5 km, Bronze über 10 km
  • 1997: Gold mit der Staffel, Silber über 15 km
  • 1998: Gold mit der Staffel
  • 1999: Gold mit der Staffel

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 14. Januar 1990 SowjetunionSowjetunion Moskau 7,5 km klassisch
2. 10. März 1990 SchwedenSchweden Örnsköldsvik 10 km klassisch
3. 17. März 1990 NorwegenNorwegen Vang 20 km Verfolgung
4. 12. Februar 1991 ItalienItalien Val di Fiemme 5 km klassisch1
5. 9. März 1993 NorwegenNorwegen Lillehammer 5 km klassisch
6. 18. Dezember 1996 DeutschlandDeutschland Oberstdorf 10 km klassisch
7. 11. März 1997 SchwedenSchweden Sunne Sprint Freistil
1 Nordische Skiweltmeisterschaften 1991.

Platzierungen im Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Langdistanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
1985/86 11 27. - - - -
1986/87 10 32. - - - -
1987/88 44 12. - - - -
1988/89 31 15. - - - -
1989/90 136 3. - - - -
1990/91 88 6. - - - -
1991/92 87 7. - - - -
1992/93 396 6. - - - -
1993/94 319 9. - - - -
1994/95 290 10. - - - -
1995/96 235 14. - - - -
1996/97 334 9. 44 19. 225 5.
1997/98 333 8. 89 13. 244 6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ole Jonny Eriksrud Hansen: Hva gjør du nå, Trude Dybendahl? In: nettavisen.no. Abgerufen am 9. September 2016 (norwegisch).
  2. Stor stemning og innsats på Trude Dybendahl Sommerskiskole. In: langrenn.com. Abgerufen am 9. September 2016 (norwegisch).
  3. Trude Dybendahl, CEO Education, Young Leadership Academy. In: pfchange.org. 21. April 2015, abgerufen am 9. September 2016 (englisch).