Trumpf Schokolade

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Trumpf Schokolade ist eine Schokoladenmarke, die von der Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG hergestellt wird; Ludwig Schokolade wiederum gehört zur Krüger-Gruppe mit Sitz in Bergisch Gladbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1857 begann Leonard Monheim am Hühnermarkt in Aachen mit der Herstellung von Schokolade. Im selben Jahr stellte er einen italienischen Chocolatier zur handwerklichen Herstellung von Schokolade ein. Die Umstellung auf maschinelle Produktion im Jahre 1865 ermöglichte eine Erweiterung des Kundenkreises. 1903 wurde unter der Leitung von Hermann Joseph Monheim in Aachen-Süsterfeld die Fabrikation aufgenommen.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Aachen durch die Alliierten besetzt. Um die rechtsrheinischen Kunden ohne Einschränkungen beliefern zu können, erhielten die Söhne von Hermann Joseph Monheim den Auftrag, in Berlin-Weißensee ein Schokoladenwerk aufzubauen, das 1921 in Betrieb ging.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Trumpf Schokoladenwerk Weißensee zwangsenteignet und zuerst als VEB Trumpf bis 1954 weitergeführt,[2] bevor es in dem VEB Elfe Berliner Schokoladenwerk[1] aufging, unter dem bereits die ebenfalls verstaatlichte Schokoladenfabrik Gustav Cyliax in Berlin-Prenzlauer Berg betrieben wurde.

1936 wurde mit Lindt & Sprüngli ein Lizenzvertrag für die Fertigung in Deutschland geschlossen. 1951 wurde in Quickborn die Produktion aufgenommen. Nach der Heirat mit Irene Monheim im Jahre 1951 trat Peter Ludwig in die Firmenleitung ein. 1958 wurde der Markenname Mauxion durch die Leonhard Monheim AG übernommen, nachdem die Schokoladenfabrik Mauxion in Saalfeld 1948 enteignet und als Volkseigener Betrieb (VEB) fortgeführt worden war. Die nach Westdeutschland geflohene Eigentümerfamilie Hüther erhielt 1954 die Namensrechte zugesprochen. Der Betrieb in der DDR erhielt ab 1955 die Bezeichnung Rotstern.

Im Jahr 1960 trat Leonard Monheims Urenkel Bernd Monheim als persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer in das Familienunternehmen Leonard Monheim KG ein. 1979 wurde er daselbst Vorstandsmitglied und gehörte dem Vorstand bis zum Teilverkauf der Firmengruppe an Chocolat Suchard (heute Mondelēz International) an.

Seit 1986 firmiert das Unternehmen als Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG, die im Jahre 1998 in die Krüger-Gruppe eingegliedert wurde.

Luftwerbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924 begann die Monheim AG mit Flugzeugen Werbung für Trumpf zu fliegen. 1929 kamen zwei Werbeluftschiffe hinzu, die Parseval D-PN 28 und die (Parseval) Raab-Katzenstein RK 27. Im Herbst 1955 wurde in den Trumpf-Werken mit dem Bau eines Kleinluftschiffes begonnen, das am 24. November 1956 seine Jungfernfahrt machte, aber schon 1957 verlorenging. Das Luftschiff mit der Kennzeichnung D-LEDA war ein Prallluftschiff von 57 m Länge, 13,6 m Durchmesser und 5120  Inhalt. 1958 baute Zeppelin in Friedrichshafen für Trumpf ein neues Reklame-Luftschiff, das bis 1972 im Einsatz war.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekanntesten unter der Marke Trumpf vertriebenen Produkte sind die Schogetten, eine portionierte Tafelschokolade, die Luftschokolade Aero und Edle Tropfen in Nuss, eine alkoholgefüllte Pralinenmischung. Die Herstellung erfolgt in Saarlouis, Saarwellingen, Tuczno und Skoczów.

Weitere Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen ist mit rund 1500 Mitarbeitern einer der größten Hersteller für preiswerte Schokoladen in Deutschland. Neben der Marke Trumpf werden die Marken Novesia, Mauxion und Regent vertrieben. Produziert werden außerdem die Kakaomarke Tropengold und die Kaustreifen Fritt.

Das Unternehmen beliefert alle Markenhändler (z. B. Rewe, Kaufland, Spar) sowie ebenfalls Discounter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Birling: Trumpf bringt Freude. Trumpf 1857–1957. Aachen 1957.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Joachim Bennewitz: Die Industrie in Weißensee. In: Berlinische Monatsschrift. Heft 8, 1999, S. 98ff.
  2. Genosse Mihal Prifti bei den Arbeitern des VEB Trumpf. In: Neues Deutschland. 9. April 1954 (Digitalisat [Anmeldung erforderlich für Volltext]).