Trzebinia

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Trzebinia
Wappen von Trzebinia
Trzebinia (Polen)
Trzebinia
Trzebinia
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Chrzanowski
Gmina: Trzebinia
Fläche: 31,30 km²
Geographische Lage: 50° 10′ N, 19° 28′ OKoordinaten: 50° 9′ 35″ N, 19° 28′ 14″ O
Höhe: 270–470 m n.p.m.
Einwohner: 20.007 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 32-540
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: KCH
Wirtschaft und Verkehr
Straße: A4: KattowitzKrakau
Schienenweg: Jaworzno Szczakowa–Krakau
Trzebinia–Oświęcim
Nächster int. Flughafen: Krakau



Trzebinia ist eine Stadt in Polen im Powiat Chrzanowski der Woiwodschaft Kleinpolen, 36 km westlich von Krakau gelegen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwas mehr als 34.000 Einwohnern.

Primo Levi erwähnt die Stadt in seinem autobiographischen Buch „Die Atempause“, nachdem er Auschwitz nach der Befreiung verlassen hat, auf dem Rückweg nach Italien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Grenze des Krakau-Tschenstochauer Jura im Osten und des Schlesischen Hochlands im Westen. Die Nachbarorte sind die Stadt Chrzanów im Südwesten, Luszowice und die Stadt Jaworzno im Westen, die Stadt Bukowno im Norden, Czyżówka, Myślachowice und Młoszowa im Osten, sowie Piła Kościelecka im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz

Der Ort wurde 1326 erstmals urkundlich als die Pfarrei Trebina im Peterspfennigregister im Dekanat Auschwitz des Bistums Krakau erwähnt. Der Name bezeichnet einen Ort, der nach der Rodung in einem Wald entstand, kann aber ein besitzanzeigender Name vom Personennamen Trzeba abgeleitet sein.

Ab 1415 gehörte der Ort zu Mikołaj (Nikolaus) Kezinger aus Krakau, der vom König Władysław II. Jagiełło das Bergbau- und Magdeburger Recht für Trzebinia erhielt.

Der Ort gehörte zunächst zum Königreich Polen (ab 1569 in der Adelsrepublik Polen-Litauen), Woiwodschaft Krakau, Kreis Proszowice (später Kreis Kraków). Bei der dritten Teilung Polens wurde Trzebinia 1795 Teil des habsburgischen Kaiserreichs. In den Jahren 1815–1846 gehörte die Stadt zur Republik Krakau, 1846 wurde es als Teil des Großherzogtums Krakau wieder in die Länder des Kaisertums Österreich annektiert. Ab dem Jahr 1855 gehörte Trzebinia zum Bezirk Chrzanów. Damals entwickelte sich dort die Industrialisierung, die als Zagłębie Krakowskie (= Krakauer Bergbaurevier, vergleiche auch Zagłębie Dąbrowskie in Kongresspolen) zusammengefasst wurde. Viele Juden siedelten sich in Trzebinia an, und 1870 machten die Mehrheit der Stadtbewohner aus.[1]

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, wurde Trzebinia Teil Polens. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Es gehörte dann zum Landkreis Krenau im Regierungsbezirk Kattowitz in der Provinz Schlesien (seit 1941 Provinz Oberschlesien). Von 1975 bis 1998 gehörte Trzebinia zur Woiwodschaft Katowice.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) gehören neben der Stadt Trzebinia zehn Dörfer mit Schulzenämtern.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Blau pfahlweis ein gespaltenes und geteiltes rot-goldenes eingekerbtes schmales Tatzenkreuz über einen liegenden rot-gold geteilten Halbmond und einem in diesen Tinkturen facettierten sechszackigen Stern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Trzebinia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Stadt auf der Seite sztetl.org.pl