Tschadan

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Stadt
Tschadan
Чадан (russisch)
Чадаана (tuwinisch)
Föderationskreis Sibirien
Republik Tuwa
Rajon|Koschuun Dsun-Chemtschikski
Gegründet vor 1873
Stadt seit 1945
Fläche 104 km²
Bevölkerung 9035 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 87 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 820 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 39434
Postleitzahl 668110, 668111
Kfz-Kennzeichen 17
OKATO 93 215 501
Geographische Lage
Koordinaten 51° 17′ N, 91° 34′ OKoordinaten: 51° 17′ 0″ N, 91° 34′ 0″ O
Tschadan (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Tschadan (Republik Tuwa)
Red pog.svg
Lage in Tuwa
Liste der Städte in Russland

Tschadan (russisch Чадан; tuwinisch Чадаана, Tschadaana) ist eine Stadt in der autonomen Republik Tuwa (Südsibirien, Russland) mit 9035 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Tuwinischen Becken zwischen Westsajan und Tannu-ola-Gebirge, etwa 225 km westlich der Republikshauptstadt Kysyl, am Fluss Tschadan, einem rechten Nebenfluss des in den Jenissei mündenden Chemtschik. Das Klima ist hochkontinental.

Die Stadt Tschadan ist Verwaltungszentrum des Koschuun (Rajons) Dsun-Chemtschik.

Tschadan liegt an der Straße A162 Kysyl–Ak-Dowurak.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Siedlung an Stelle der heutigen Stadt Tschadan ist seit 1873 bekannt. 1945, nach der Angliederung Tuwas an die Sowjetunion, erhielt der Ort Stadtrecht. Tschadan bezeichnet auf Tuwinisch niedrigwüchsiges Buschland.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 4.709
1970 7.589
1979 8.985
1989 10.775
2002 9.454
2010 9.035

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tschadan gibt es ein kleines Heimatmuseum mit den Schwerpunkten Ethnographie und Ortsgeschichte.

Im Ort wird alljährlich das Weltmusik-Festival Ustuu-Churee (Устуу-Хурээ) durchgeführt, benannt nach dem gleichnamigen nahe gelegenen buddhistischen Kloster, welches zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und zu Sowjetzeiten zerstört wurde, aber wieder aufgebaut werden soll.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ortsnähe wird im Tagebau Cholbodscha (Холбоджинский разрез) Steinkohle gefördert. In der Stadt selbst gibt es Lebensmittelindustrie, basierend auf der im Rajon betriebenen Landwirtschaft (Getreide, Rinder, Schafe).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sergei Schoigu (* 1955), russischer Politiker und Armeegeneral, seit 2012 Verteidigungsminister
  • Opan Sat (* 1987), russischer, danach türkischer Ringer und dreifacher Europameister

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]