Tschappina

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Tschappina
Wappen von Tschappina
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Viamala
BFS-Nr.: 3669i1f3f4
Postleitzahl: 7428
Koordinaten: 748765 / 172078Koordinaten: 46° 41′ 0″ N, 9° 23′ 0″ O; CH1903: 748765 / 172078
Höhe: 1500 m ü. M.
Fläche: 24,67 km²
Einwohner: 128 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 5 Einw. pro km²
Website: www.tschappina.ch
Häusergruppe in Tschappina

Häusergruppe in Tschappina

Karte
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Tschappina ist eine politische Gemeinde der Region Viamala im Schweizer Kanton Graubünden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streusiedlungen

Tschappina liegt am Fuss des Piz Beverin und ist Ausgangspunkt des Saumpfades über den Glaspass ins Safiental. Tschappina ist ein Streudorf. Es gliedert sich in die Dorfteile Untertschappina (1400 m ü. M.), Obertschappina (1580 m ü. M.) sowie in die drei Fraktionen Obergmeind (1810 m ü. M.), Ausserglas (1846 m ü. M.) und Innerglas (1820 m ü. M.). In der Obergmeind besteht ein kleines, lawinensicheres Skigebiet mit drei Skiliften. Im Sommer lassen sich von Tschappina aus zahlreiche Wanderungen und Bergtouren unternehmen. Südlich oberhalb des Dorfes liegt die aufgegebene Siedlung Masügg.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot über goldenem (gelbem) Stufengiebel eine goldene Glocke

Über dem Stufengiebel als Hinweis auf den Aufstieg zum Glaspass, auch Scala oder Stäga genannt, hängt die dem Heiligen Theodul gewidmete Glocke, dem eine Kapelle geweiht war.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gehört seit dem Spätmittelalter zu den deutschsprachigen Gemeinden des Kantons Graubünden (siehe Kapitel Geschichte). Dies belegt auch unten stehende Tabelle:

Sprachen in Tschappina GR
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 151 96,79 % 138 98,57 % 148 98,01 %
Rätoromanisch 3 1,92 % 2 1,43 % 2 1,32 %
Einwohner 156 100 % 140 100 % 151 100 %

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Ende 2005 160 Bewohnern waren 153 Schweizer Staatsangehörige.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname findet sich erstmals 1396 in einer Urkunde als in Schipinen oder in Stipinen und 1448 als uff Tschuppinen bezeugt. Er entspricht dem bündnerromanischen Gattungswort tschuppina, was «gerodete Parzelle» bedeutet und von tschep «Baumstrunk, Hackstock, dickes Holzstück» (zu lateinisch cipus «Grenzstein, Pfahl») abgeleitet ist.[2]

Der Ort wurde im 14. Jahrhundert von den höchstalemannischsprachigen Walsern vom Safiental her besiedelt. Bis ins 20. Jahrhundert war der Kontakt zu den Safiern über den Glaspass hinweg enger als derjenige zum rätoromanischen Heinzenberg und Domleschg. Die Strasse nach Thusis im Domleschg wurde erst 1900/1091 erstellt.

Nach 1515 führte Tschappina die Reformation ein. Bis 1851 bildete die Gemeinde eine eigene Gerichtsgemeinde im Grauen Bund.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Denkmalschutz steht die reformierte Dorfkirche.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
  • Jürg Simonett: Tschappina. In: Historisches Lexikon der Schweiz..

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tschappina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. Rätisches Namenbuch. Bearb. von Andrea Schorta. Band II, Bern 1964, S. 94. Darnach Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 887.