Tschechische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der tschechischen Fußballnationalmannschaft der Männer. Für das Team der Frauen siehe Tschechische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Tschechische Republik
Česká republika
Verband Fotbalová asociace České republiky
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Puma
Trainer Pavel Vrba
Kapitän Tomáš Rosický, seit 2006
Rekordtorschütze Jan Koller (55)
Rekordspieler Petr Čech und Karel Poborský (je 118)
Heimstadion Wechselnde Stadien
FIFA-Code CZE
FIFA-Rang 29. (810 Punkte)
(Stand: 7. April 2016)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
245 Spiele
140 Siege
47 Unentschieden
57 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
TurkeiTürkei Türkei 1:4 Tschechische Republik TschechienTschechien
(Istanbul, Türkei; 23. Februar 1994)
Höchste Siege
TschechienTschechien Tschechische Republik 8:1 Andorra AndorraAndorra
(Liberec, Tschechische Republik; 4. Juni 2005)
TschechienTschechienTschechische Republik 7:0 San Marino San MarinoSan Marino
(Liberec, Tschechische Republik; 7. Oktober 2006)
TschechienTschechienTschechische Republik 7:0 San Marino San MarinoSan Marino
(Uherské Hradiště, Tschechische Republik; 9. September 2009)
Höchste Niederlage
SchweizSchweiz Schweiz 3:0 Tschechische Republik TschechienTschechien
(Zürich, Schweiz; 20. April 1994)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2006)
Beste Ergebnisse Vorrunde (2006)
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 5 (Erste: 1996)
Beste Ergebnisse Vizemeister (1996)
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 1997)
Beste Ergebnisse Dritter 1997
(Stand: 17. November 2015)
Mannschaft beim Spiel gegen Österreich 2014

Die tschechische Fußballnationalmannschaft ist formal Nachfolgerin der tschechoslowakischen Fußballnationalmannschaft, die nach der Aufspaltung der Tschechoslowakei in Tschechien und Slowakei zum 1. Januar 1993 noch bis Ende 1993 existierte, bis zum (erfolglosen) Abschluss der laufenden Qualifikationsrunde zur WM'94.

Als Auswahlmannschaft des Böhmisch-Mährischen Fußballverbands wurde das tschechische Team 1994 neu formiert. Schon bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 in England, als man erst in der Verlängerung des Finales der Deutschen Mannschaft unterlag, feierte die tschechische Elf einen Erfolg, ihren bislang größten. Bei der Europameisterschaft 2000 und 2008 schied das Team bereits in der Vorrunde aus, während es bei der EM 2004 den Halbfinaleinzug schaffte, und 2012 das Viertelfinale.

Für die WM 2006 konnte sich Tschechien - nach zwei Relegationsspielen gegen Norwegen - erstmals für die Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren. Im Turnier schied die Mannschaft nach der Vorrunde aus.

Ebenso wie für die Slowakei berücksichtigt die FIFA auch für Tschechien die Ergebnisse des tschechoslowakischen Teams, wie den Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1976 sowie das Erreichen der Endspiele der Weltmeisterschaften 1934 und 1962.[2]

Die Nationalmannschaft konnte sich für alle Europameisterschafts-Endrunden seit 1996 qualifizieren und nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland teil.

Kader der tschechischen Fußballnationalmannschaft 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Verein Geburtsdatum Länderspiele Tore Letzter Einsatz
Tor
Petr Čech EnglandEngland FC Arsenal 20.05.1982 000000000000118.0000000000118 000000000000000.00000000000 13.10.2015
Tomáš Koubek TschechoslowakeiTschechoslowakei FC Slovan Liberec 26.08.1992 000000000000000.00000000000 000000000000000.00000000000 n.n.
Tomáš Vaclík SchweizSchweiz FC Basel 29.03.1989 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 10.10.2015
Abwehr
Pavel Kadeřábek DeutschlandDeutschland TSG 1899 Hoffenheim 25.04.1992 000000000000012.000000000012 000000000000002.00000000002 13.10.2015
Michal Kadlec TurkeiTürkei Fenerbahçe Istanbul 13.12.1984 000000000000061.000000000061 000000000000008.00000000008 13.10.2015
David Limberský TschechoslowakeiTschechoslowakei Viktoria Pilsen 06.10.1983 000000000000034.000000000034 000000000000001.00000000001 06.09.2015
Daniel Pudil EnglandEngland Sheffield Wednesday 27.09.1985 000000000000027.000000000027 000000000000002.00000000002 16.11.2014
Theodor Gebre Selassie DeutschlandDeutschland SV Werder Bremen 24.12.1986 000000000000032.000000000032 000000000000001.00000000001 13.10.2015
Tomáš Sivok TurkeiTürkei Bursaspor 15.09.1983 000000000000049.000000000049 000000000000004.00000000004 12.06.2015
Marek Suchý SchweizSchweiz FC Basel 29.03.1988 000000000000024.000000000024 000000000000000.00000000000 13.10.2015
Mittelfeld
Bořek Dočkal TschechoslowakeiTschechoslowakei Sparta Prag 30.09.1988 000000000000020.000000000020 000000000000006.00000000006 10.10.2015
David Pavelka TschechoslowakeiTschechoslowakei FC Slovan Liberec 18.05.1991 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 13.10.2015
Jaroslav Plašil FrankreichFrankreich FC Girondins de Bordeaux 05.01.1982 000000000000095.000000000095 000000000000006.00000000006 13.10.2015
Jiří Skalák TschechoslowakeiTschechoslowakei FK Mladá Boleslav 12.03.1992 000000000000003.00000000003 000000000000000.00000000000 13.10.2015
Kamil Vacek PolenPolen Piast Gliwice 18.05.1987 000000000000006.00000000006 000000000000000.00000000000 07.10.2011
Angriff
Vladimír Darida DeutschlandDeutschland Hertha BSC 08.08.1990 000000000000029.000000000029 000000000000001.00000000001 13.10.2015
Tomáš Necid TurkeiTürkei Bursaspor 13.08.1989 000000000000032.000000000032 000000000000008.00000000008 13.10.2015
Josef Šural TschechoslowakeiTschechoslowakei FC Slovan Liberec 30.05.1990 000000000000005.00000000005 000000000000001.00000000001 13.10.2015
Milan Škoda TschechoslowakeiTschechoslowakei Slavia Prag 16.01.1986 000000000000005.00000000005 000000000000002.00000000002 13.10.2015
Matěj Vydra EnglandEngland FC Reading 01.05.1992 000000000000015.000000000015 000000000000004.00000000004 10.10.2014

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele EM-Spiele
01. Karel Poborský 118 8 Mittelfeld 1994–2006 3 14
Petr Čech 118 0 Tor 2002- 3 11
03. Tomáš Rosický 100 22 Mittelfeld 2000- 3 8
04. Jaroslav Plašil 97 6 Mittelfeld 2004- 3 8
05. Milan Baroš 93 41 Angriff 2001–2012 1 10
06. Jan Koller 91 55 Angriff 1999–2009 1 10
Pavel Nedvěd 91 18 Mittelfeld 1994–2006 3 12
08. Vladimír Šmicer 80[3] 27 Mittelfeld 1994–2005 0 11
09. Marek Jankulovski 78 11 Abwehr/Mittelfeld 2000–2009 3 9
Tomáš Ujfaluši 78 2 Abwehr 2001–2009 2 7

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM-Tore EM-Tore
01. Jan Koller 55 91 0,60 1999–2009 1 3
02. Milan Baroš 41 93 0,44 2001–2012 0 5
03. Vladimír Šmicer 27 80[3] 0,34 1994–2005 0 4
04. Pavel Kuka 22[4] 63[5] 0,35 1984–1997 0 1
05. Tomáš Rosický 22 100 0,22 2000- 2 0
06. Pavel Nedvěd 18 91 0,20 1994–2006 0 1
Patrik Berger 18 42[6] 0,43 1994–2001 0 1
08. Vratislav Lokvenc 14 74 0,19 1983–1993 0 0
09. Marek Jankulovski 11 78 0,14 2000–2009 0 0

Quellen: fotbal.cz: Statistiky reprezentace - hráči (Stand: 17. November 2015) und eu-football.info: Player Czech Republic

Stand: 17. November 2015

Liste der Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Liste aller Nationalspieler findet sich unter Liste der tschechischen Fußballnationalspieler.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Posten des Nationaltrainers hielt bis Oktober 2009 Ivan Hašek inne, der zugleich auch Vorsitzender des tschechischen Fußballverbandes ČMFS ist. Als Trainer-Berater fungieren der langjährige ehemalige Nationaltrainer Karel Brückner sowie Michal Bílek, der bis 2008 den tschechischen Rekordmeister Sparta Prag trainierte und danach Trainer des slowakischen Erstligisten MFK Ružomberok war.[7] Hašek übernahm das Amt nach František Straka, der die Mannschaft kurzzeitig von Mitte Mai 2009 bis Ende Juni 2009 (und in diesem Zeitraum bei lediglich einem Freundschaftsspiel gegen Malta - Ergebnis 1:0) betreute, nachdem dessen Vertrag nicht verlängert wurde.[8] Nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation trat Hašek zurück. Dessen Nachfolge trat Michal Bílek im Oktober 2009 an.[9]

Trainer seit 1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahmen bei Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tschechien war während der bis 1990 ausgetragenen WM-Turniere Teil der Tschechoslowakei und stellte eine Vielzahl von Spielern für die Nationalmannschaft bei diesen Turnieren, die zweimal (1934 und 1962) den zweiten Platz belegte. Nach der Trennung von der Slowakei konnte sich die Mannschaft erst einmal bei fünf Anläufen für eine WM qualifizieren. Dabei traf Tschechien in der Qualifikation für die WM 1998 und 2010 auf die Slowakei.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[10] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Jugoslawien gescheitert.
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Relegationsspielen der Gruppenzweiten an Belgien gescheitert, nachdem in der Gruppenphase hinter Dänemark der 2. Platz belegt wurde.
2006 Deutschland Vorrunde Italien, Ghana, USA 20. Karel Brückner
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Slowakei und Slowenien gescheitert.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Dänemark, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte, gescheitert.
2018 Russland In der Qualifikation trifft Tschechien auf den amtierenden Weltmeister Deutschland, Nordirland, Norwegen, Aserbaidschan und San Marino

Teilnahmen bei Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tschechien nahm als Teil der Tschechoslowakei an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. 1976 gewann die tschechoslowakische Mannschaft den Titel als im ersten Elfmeterschießen der EM-Geschichte Titelverteidiger Deutschland bezwungen wurde. In der Europameistermannschaft standen die tschechischen Spieler Ivo Viktor, Antonín Panenka, František Veselý und Zdeněk Nehoda. Nach der Aufspaltung der Tschechoslowakei in zwei selbständige Staaten nahm Tschechien erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil und konnte sich seitdem immer qualifizieren, während es die Slowakei bisher nicht schaffte, sich für eine Endrunde zu qualifizieren.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England Finale Deutschland 2. Platz Niederlage durch Golden Goal
2000 Niederlande und Belgien Vorrunde Niederlande, Frankreich, Dänemark - Nach zwei Niederlagen und einem Sieg als Gruppendritter ausgeschieden.
2004 Portugal Halbfinale Griechenland - Niederlage in der Verlängerung
2008 Österreich und Schweiz Vorrunde Schweiz, Portugal, Türkei - Nach einem Sieg und zwei Niederlagen als Gruppendritter ausgeschieden.
2012 Polen und Ukraine Viertelfinale Portugal - Gruppensieger nach einer Auftaktniederlage gegen Russland und zwei anschließenden Siegen, Aus im Viertelfinale gegen Portugal (0:1)
2016 Frankreich qualifiziert In der Qualifikation traf Tschechien auf die Niederlande, die Türkei, Lettland, Island und erstmals auf Kasachstan. Bereits nach 8 Spielen stand die Qualifikation für die Endrunde fest.

Spiele gegen deutschsprachige Nationalteams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Ergebnisse aus tschechischer Sicht)

Länderspiele gegen Deutschland

  1. 9. Juni 1996 in Manchester (EM-Vorrunde): 0:2 (0:2)
  2. 30. Juni 1996 in London (EM-Finale): 1:2 (0:0, 1:1) n.GG.
  3. 3. Juni 2000 in Nürnberg: 2:3 (0:1)
  4. 23. Juni 2004 in Lissabon (EM-Vorrunde): 2:1 (1:1)
  5. 24. März 2007 in Prag (EM-Qualifikation): 1:2 (0:1)
  6. 17. Oktober 2007 in München (EM-Qualifikation): 3:0 (2:0)
  7. 8. Oktober 2016 in Hamburg (WM-Qualifikation): -:-
  8. 1. September 2017 in Tschechien (WM-Qualifikation): -:-

Länderspiele gegen die Schweiz

  1. 20. April 1994 in Zürich 0:3 (0:3)
  2. 1. Juni 1996 in Basel 2:1 (1:1)
  3. 18. August 1999 in Drnovice 3:0 (0:0)
  4. 7. Juni 2008 in Basel 1:0 (0:0)

Länderspiele gegen Österreich

  1. 29. Mai 1996 in Salzburg 0:1 (0:0)
  2. 2. April 2003 in Prag 4:0 (2:0) (EM-Qualifikation)
  3. 11. Oktober 2003 in Wien 3:2 (1:0) (EM-Qualifikation)
  4. 22. August 2007 in Wien 1:1 (1:0)
  5. 3. Juni 2014 in Olmütz 1:2 (1:1)

Länderspiele gegen Liechtenstein

  1. 12. Oktober 2010 in Vaduz 2:0 (2:0) (EM-Qualifikation)
  2. 29. März 2011 in České Budějovice 2:0 (1:0) (EM-Qualifikation)

Aktuelle Länderspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, 7. April 2016. Abgerufen am 7. April 2016
  2. Die FIFA berücksichtigt bei der Tschechischen Nationalmannschaft auch die Erfolge der früheren tschechoslowakischen Fußballnationalmannschaft http://de.fifa.com/associations/association=cze/index.html
  3. a b Zudem ein Spiel für die Mannschaft der Tschechoslowakei
  4. Zudem sieben Tore für die Mannschaft der Tschechoslowakei
  5. Zudem 24 Spiele für die Mannschaft der Tschechoslowakei
  6. Zudem zwei Spiele für die Mannschaft der Tschechoslowakei
  7. Sport.cz: http://fotbal.sport.cz/fotbal/reprezentace/152877-hraci-ani-treneri-problem-v-koucich-haskovi-a-brucknerovi-nevidi.html. (tsch.) Stand 8. Juli 2009.
  8. Sport.de: http://sport.rtl.de/sportartikel/fussball/fussball_45387_1335153.php. Stand 8. Juli 2009.
  9. goal.com: Bilek neuer Trainer in Tschechien
  10. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF-Datei; 195 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tschechische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien