TuS Ferndorf

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TuS Ferndorf
TuS Ferndorf
Voller Name Turn- und Sportverein Ferndorf e.V.
Gegründet 1888
Vereinsfarben Rot-Weiß
Halle Dreifachhalle Stählerwiese
Plätze 1.200
Trainer Michael Lerscht[1]
Liga 2. Handball-Bundesliga
2017/18
Rang 1. Platz (3. Liga)
DHB-Pokal Achtelfinale
Website tus-ferndorf.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Westdeutscher Meister (Feldhandball) 1970, 1972

Westfalenmeister (Feldhandball) 1968, 1969
Westfalenmeister (Hallenhandball) 2008
Staffelsieger 3. Liga West 2011, 2012, 2015

Der TuS Ferndorf e.V. ist ein Sportverein aus dem nordrhein-westfälischen Kreuztal-Ferndorf. Er wurde im Jahre 1888 gegründet.

Die mehr als 1500 Mitglieder betreiben überwiegend Breitensport. Vor allem im Handball, aber auch in der Leichtathletik sowie im Tennis und Tischtennis wird auch Leistungssport betrieben.

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendste Abteilung stellen die Handballer. Derzeit gibt es dort vier Herren-, zwei Damen- und neun Jugendmannschaften. Die erste Herrenmannschaft spielt seit dem Abstieg aus der 2. Liga in der Saison 2016/17 in der 3. Liga. Die zweite Mannschaft spielt zur Zeit (Saison 2017/18) in der viertklassigen Oberliga Westfalen. Die Heimspiele finden in der Dreifachhalle Stählerwiese des Schulzentrums Kreuztal statt, die regulär 600 Sitz- und über 400 Stehplätze bietet; bei den Spitzenspielen werden bis zu 1200 Zuschauer gezählt. Weiterhin nutzt der TuS Ferndorf die Zweifachhalle in Kreuztal mit 200 Sitzplätzen und eine kleine Sporthalle in Ferndorf. Seit vielen Jahren gibt es den Fanclub Ferndorfer Füchse e.V., seit 2003 besteht die Brigade C.

Feldhandball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den 1950er-Jahren gehörte der TuS für einige Jahre der Oberliga Westfalen als der damals höchsten Spielklasse an. Mit dem letzten Aufstieg 1963 etablierte sich die Mannschaft dort, verpasste 1966 jedoch klar die Qualifikation zur neu eingeführten Bundesliga. 1968 und 1969 verpassten die Kreuztaler jeweils als Westfalenmeister zwei Mal den Aufstieg über die Westdeutsche Meisterschaft, qualifizierten sich aber für die ab 1970 eingeführte Regionalliga West. Von dort gelang gleich in der ersten Spielzeit als Westdeutscher Meister der Aufstieg in die Bundesliga. In der einzigen Bundesligasaison belegte der TuS mit nur sieben Punkten aus vierzehn Spielen den letzten Platz der Nordstaffel und stieg damit umgehend wieder ab. 1972 gelangen zwar erneut Staffelsieg und Meisterschaft in der Regionalliga West, jedoch war aufgrund der besonderen Regelungen anlässlich der Olympischen Spiele 1972 (bei denen Handball nur in der Halle gespielt wurde, sodass die Feldhandballsaison nur unter eingeschränkten Bedingungen und ohne Nationalspieler ausgetragen wurde) der Aufstieg in die Bundesliga ausgesetzt. 1973 wurde der TuS Ferndorf erneut Staffelsieger und anschließend Westdeutscher Vizemeister hinter dem TSV Altenhagen 03. Da die Bundesliga nach dieser Saison abgeschafft war, stieg niemand mehr dorthin auf. In der letzten Spielzeit der Feldhandball-Regionalliga West wurde der TuS Ferndorf 1975 ohne Punktverlust (24-0 Punkte) wiederum Staffelsieger, verpasste aber durch eine 20:27-Niederlage gegen den TuS Nettelstedt in der Westdeutschen Endrunde die Qualifikation zur letzten Deutschen Meisterschaft im Feldhandball.

Aktuelle Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2011 wurde beschlossen, die erste Mannschaft aus haftungs- und finanztechnischen Gründen in eine Marketing-GmbH auszulagern. Die Mannschaft gewann 2011 die Staffel West der 3. Liga, hatte aber schon vorher bekanntgegeben, aus finanziellen Gründen nicht in der 2. Liga spielen zu wollen.[2] Die folgende Saison stand dann aber ganz im Zeichen der Aufstiegsvorbereitung.[3][4] Es gelang frühzeitig, den Etat mit Hilfe der Sponsoren für die nächste Saison um 35 % zu steigern. Nach der Saison 2012/2013 in der 2. Handball-Bundesliga stieg das Team in die 3. Liga ab.[5] 2015 erfolgte der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Nach zwei Spielzeiten in der 2. Bundesliga stieg die Mannschaft am Ende der Saison 2016/2017 wieder in die 3. Liga West ab.

Die A-Jugend des Vereins nahm seit der Saison 2011/12 vier Mal an der A-Jugend-Bundesliga teil.[6]

Im DHB-Pokal erreichte der Verein in der Spielzeit 2017/18 erstmals das Achtelfinale. Das Heimspiel gegen den Deutschen Meister Rhein-Neckar-Löwen wurde am 18. Oktober 2017 in der Schwalbe-Arena in Gummersbach ausgetragen. Dort erreichte man mit rund 3.500 Zuschauern mehr Besuch als in der heimischen Sporthalle in Kreuztal möglich gewesen wäre. Ferndorf unterlag 24:28. Zuvor hatte man in der ersten Runde des Turniers mit Bundesligist GWD Minden und Zweitligist TV Emsdetten zwei höherklassige Mannschaften ausgeschaltet.

Die Saison 2017/18 beendete man mit 59:1 Punkten als Meister und schaffte somit den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Erst am letzten Spieltag gab es mit einem 18:18 Unentschieden gegen die SG Schalksmühle-Halver den ersten Punktverlust der Saison.

Die zweite Mannschaft des TuS Ferndorf schaffte in der Saison 2017/18 sensationell den Klassenerhalt in der viertklassigen Oberliga Westfalen. Damit begehen die "Youngsters" in der Saison 2018/19 nach der Saison 2015/16 ihre dritte Spielzeit in der Oberliga, in der die 1. Mannschaft bis 2008 noch selbst spielte.

Saisonbilanzen seit 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel in der „Stählerwiese“
Saison Spielklasse Platz Sp S U N Tore Diff. Punkte
2001/02 Oberliga Westfalen 04 28 17 5 06 0827:0767 +060 39:17
2002/03 Oberliga Westfalen 02 24 21 0 03 0750:0581 +169 42:06
2003/04 Oberliga Westfalen 02 24 18 3 03 0778:0672 +106 39:09
2004/05 Oberliga Westfalen 05 26 16 3 07 0798:0736 +062 35:17
2005/06 Oberliga Westfalen 06 26 13 4 09 0782:0736 +046 30:22
2006/07 Oberliga Westfalen 03 26 18 2 06 0882:0774 +108 38:14
2007/08 Oberliga Westfalen 01 26 24 0 02 0989:0814 +175 48:04
2008/09 Regionalliga West 05 30 18 2 10 1088:1011 +077 38:22
2009/10 Regionalliga West 07 30 15 3 12 1047:0979 +068 33:27
2010/11 3. Liga West* 01 30 20 5 05 0950:0819 +131 45:15
2011/12 3. Liga West 01 30 21 5 04 0896:0784 +112 47:13
2012/13 2. Handball-Bundesliga 19 36 07 3 26 0985:1114 −129 17:55
2013/14 3. Liga West 02 30 23 1 06 0941:0829 +112 47:13
2014/15 3. Liga West 01 30 28 0 02 0990:0755 +235 56:04
2015/16 2. Handball-Bundesliga 17 40 12 6 22 1032:1121 −89 30:50
2016/17 2. Handball-Bundesliga 18 38 9 4 25 0927:1021 −94 22:54
2017/18 3. Liga West 1 30 29 1 0 0881:620 +261 59:1
Aufstieg
Abstieg

* Verzicht auf Aufstieg aus finanziellen Gründen

Kader der Saison 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Position Geburtsdatum Größe Im Verein seit Letzter Verein
01 DeutscherDeutscher Kai Rottschäfer Tor 4. August 1984 1,88 m 2006 TV Rodt-Mühlenbach
12 DeutscherDeutscher Lucas Puhl Tor 2. Juli 1992 1,91 m 2014 VfL Gummersbach
16 DeutscherDeutscher Tim Hottgenroth Tor 21. Februar 1998 1,92 m 2018 TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg
5 DeutscherDeutscher Jonas Faulenbach Rückraum links 4. November 1989 1,92 m 2017 HG Saarlouis
39 DeutscherDeutscher Jonas Müller Rückraum links 2. April 1996 1,91 m 2018 HSG Rodgau Nieder-Roden
10 KroatienKroatien Marijan Bašić Rückraum Mitte 6. August 1986 1,89 m 2017 Neusser HV
32 SchwedenSchweden Julius Lindskog Andersson Rückraum Mitte 21. Juli 1994 1,83 m 2018 HG Saarlouis
27 DeutscherDeutscher Julian Schneider Rückraum Mitte 30. August 1992 1,90 m 1999 eigene Jugend
14 DeutscherDeutscher Erik Irle Rückraum Rechts 23. Februar 1998 1,92 m eigene Jugend
23 DeutscherDeutscher Jan Wörner Rückraum Rechts 10. November 1994 1,89 m 2018 TV Hüttenberg
11 DeutscherDeutscher Lucas Schneider Rückraum Rechts 25. August 1995 1,88 m 2015 GWD Minden
28 DeutscherDeutscher Moritz Barwitzki Linksaußen 10. Oktober 1994 1,87 cm 2015 Bergischer HC
DeutscherDeutscher Magnus Neitsch Linksaußen 3. April 1998 1,80 m 2017 VfL Gummersbach
24 DeutscherDeutscher Lukas Zerbe Rechtsaußen 17. Januar 1996 1,84 m 2018 HSG Handball Lemgo
22 DeutscherDeutscher Jan Wicklein Rechtsaußen 11. Februar 1990 1,87 m 2018 HSC Bad Neustadt
DeutscherDeutscher Mattis Michel Kreis 13. März 1998 1,89 m eigene Jugend
34 KroatienKroatien Branimir Koloper Kreis 31. Oktober 1985 1,96 m 2017 TuS N-Lübbecke
38 DeutscherDeutscher Thomas Rink Kreis 20. Mai 1993 1,98 m 2017 VfL Eintracht Hagen

Zugänge vor der Saison 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. tus-ferndorf.de: TuS stellt Weichen für die Zukunft, abgerufen am 19. Juni 2015
  2. Pressemitteilung des TuS Ferndorf, 1. Mai 2011
  3. Lizenz beantragt
  4. Pressekonferenz zum Thema 2. Liga
  5. „Ferndorf ist abgestiegen“, www.zweitewelle.de, 26. Mai 2013
  6. A-Jugend des TuS erstligareif
  7. handball-world.news: TuS Ferndorf holt Linkshänder vom 10. April 2018, abgerufen am 10. April 2018
  8. handball-world.news: Zweitliga-Aufsteiger Ferndorf holt Linkshänder aus Lemgo, abgerufen am 26. April 2018
  9. handball-world.news: Junioren-Nationalspieler Hottgenroth wechselt zu Zweitligaaufsteiger, abgerufen am 26. April 2018
  10. handball-world.news: Aufsteiger TuS Ferndorf verpflichtet Spielmacher aus Saarlouis, abgerufen am 5. Juni 2018
  11. handball-world.news: Ferndorf hält Hüttenberger Linkshänder nach Ablauf des Doppel-Spielrechts, abgerufen am 16. Juni 2018