TuS N-Lübbecke

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TuS N-Lübbecke
TuS Logo.png
Voller Name TuS N-Lübbecke GmbH
Gegründet 1912/1945
Vereinsfarben schwarz/rot
Halle Merkur Arena
Plätze 3.250
Präsident Paul Gauselmann
Geschäftsführer Torsten Appel
Trainer Aaron Ziercke
Liga 2. Handball-Bundesliga
2015/16
Rang 17. Platz Bundesliga
DHB-Pokal Achtelfinale
Website tus-n-luebbecke.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National DHB-Pokalsieger
1981
International Europapokal der Pokalsieger
1981
Euro-City-Cup
1997, 1998

TuS N-Lübbecke ist der Name der ersten Männermannschaft des deutschen Handballvereins TuS Nettelstedt aus der Stadt Lübbecke in Nordrhein-Westfalen und des wirtschaftlichen Trägers (TuS N-Lübbecke GmbH) der Profimannschaft. Die Namensgebung erfolgte auf Betreiben des Hauptsponsors Paul Gauselmann. Der Verein spielt seit 2016 in der 2. Handball-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Logo der TuS Nettelstedt

Schon auf dem Großfeld in den 1940er Jahren spielte man in dem 2000-Einwohner-Dorf in der damals höchsten Spielklasse. 1970 sorgte der Verein bundesweit für Aufsehen, als Herbert Lübking, seinerzeit Kopf der deutschen Nationalmannschaft, von Grün-Weiß Dankersen (heute GWD Minden) aus der Bundesliga in die Kreisliga zum TuS Nettelstedt wechselte. Aus diesem Wechsel resultierte ein bis heute anhaltendes Konkurrenzverhältnis zum Kreisrivalen GWD Minden.

Mit Lübking und anderen prominenten Verstärkungen marschierte der Verein durch die Ligen. Beim Endspiel um die Deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1975, dem letzten Meisterschaftsspiel auf dem Großfeld überhaupt, unterlag TuS Nettelstedt auf eigenem Platz der TSG Haßloch knapp mit 14:15. 1976 erreichte man mit dem sechsten Aufstieg in Folge seit 1970/71 die Hallenhandball-Bundesliga. Der TuS Nettelstedt wurde 1977 Gründungsmitglied der eingleisigen Handball-Bundesliga und war deren erster Tabellenführer.

1981 gewann der Verein den DHB-Pokal und den Europapokal der Pokalsieger, an dem man als Vizepokalsieger 1980 teilgenommen hatte. 1983 stieg der Verein in die zweite Bundesliga ab; erst elf Jahre später gelang der Wiederaufstieg. 1997 und 1998 gewann der TuS den City-Cup, 1999 erreichte man erneut das Halbfinale dieses Wettbewerbs. 2001 stieg der Verein mit hohen Schulden erneut in die zweite Liga ab. Unter dem Namen TuS N-Lübbecke gelang der sofortige Wiederaufstieg, dem sich der erneute Abstieg anschloss. In der Saison 2003/04 stellte der TuS N-Lübbecke einen Rekord auf, als der Verein mit 68:0 Punkten die Zweitligasaison abschloss. Der TuS blieb damit als zweites Team nach der SG Flensburg-Handewitt 1991/92 in einer ganzen Zweitligasaison ohne Verlustpunkt (wobei die SG Flensburg in ihrer Rekordsaison auch noch das Finale im DHB-Pokal erreicht hatte). Am 17. März 2007 absolvierte der TuS sein 500. Spiel in der eingleisigen Bundesliga und hielt anschließend nach erfolgreicher Relegationsrunde die Klasse. Als die Mannschaft am 24. Februar 2008 auf den letzten Tabellenplatz fiel, trat Trainer Velimir Kljaić zurück; an seiner Stelle übernahm Teammanager Zlatko Ferić den Trainerposten. Ferić war bereits ein Jahr zuvor nach der Beurlaubung von Coach Jens Pfänder als Ersatz eingesprungen. Dennoch stieg der Verein aus der Bundesliga ab. Am 25. April 2009 gelang dem TuS der direkte Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Zum ersten Saisonheimspiel 2009/10 wurde die Kreissporthalle Lübbecke umgebaut, seitdem ist sie mit einer VIP-Lounge ausgestattet (Merkur-Arena) und beherbergt eine Sportbar. Am 6. Februar 2010 zog der TuS N-Lübbecke durch einen 26:22-Auswärtssieg beim Bergischen HC erstmals ins Final Four des DHB-Pokals in Hamburg ein. Dort gewann man das „kleine Finale“ gegen den VfL Gummersbach und wurde Dritter. Die Bundesliga-Saison wurde mit einem zehnten Platz abgeschlossen. Auch in den beiden Folgejahren platzierte man sich mit dem zwölften und neunten Rang im Mittelfeld, stieg am Ende der Spielzeit 2015/16 als Tabellenletzter mit nur 8 Punkten jedoch erneut in die 2. Bundesliga ab. In der Ewigen Tabelle der 1. Bundesliga weist der TuS mit dem Ende der Saison 2015/16 exakt 800 absolvierte (gewertete) Partien auf. 283 davon wurden gewonnen, 439 gingen verloren. 78 Mal war Nettelstedt an einem Remis beteiligt. Hinzu kommen vier ausgetragene, jedoch später annullierte Spiele, von denen die TuS zwei gewonnen (1982 gegen PSV Hannover und 1997 gegen OSC Rheinhausen) und zwei verloren (beide 2015/16 gegen den HSV Hamburg) hatte.

Mit Niclas Pieczkowski stieß ein Spieler der TuS N-Lübbecke im Januar 2016 zum Kader der deutschen Handballnationalmannschaft, welche die EM-Endrunde 2016 in Polen gewann.

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herbert Lübking, Dieter Waltke, Rainer Niemeyer (beide Weltmeister 1978), Peter Pickel, Gennadij Chalepo, Zbigniew Tłuczyński, Bogdan Wenta, Zoran Mikulić, Talant Dujshebaev, Sven Lakenmacher, Andrei Lawrow, Frank Løke, Abas Arslanagić (Olympia-Sieger 1972), Zoran Živković (Olympia-Sieger 1972 als Spieler und 1984 als Trainer, 1986 Weltmeister als Trainer), Velimir Kljaić (Olympia-Sieger 1996 als Trainer), Milan Lazarević und Zdravko Miljak (Olympia-Sieger 1972), Slavko Goluža (Olympia-Sieger 1996), Risto Arnaudovski, Tomasz Tłuczyński, Oleg Gagin (Weltmeister 1982)

Kader des TuS N-Lübbecke 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nationalität Name Position
1 KroateKroate Nikola Blažičko (C)Kapitän der Mannschaft TW
12 UngarUngar Péter Tatai TW
16 DeutscherDeutscher Jan Wesemann TW
5 DeutscherDeutscher Jó Gerrit Genz RR
7 KroateKroate Ante Kaleb RM
8 DeutscherDeutscher Jens Bechtloff LA
9 PolePole Piotr Grabarczyk KM
10 PolePole Łukasz Gierak RM
11 DeutscherDeutscher Ramon Tauabo RA
15 DeutscherDeutscher René Gruska RA
18 DeutscherDeutscher Nils Torbrügge KM
27 SchwedenSchweden Pontus Zetterman RR
55 DeutscherDeutscher Kenji Hövels KM
85 NiederländerNiederländer Tim Remer LA
DeutscherDeutscher Aaron Ziercke Trainer
KroateKroate Zlatko Ferić Teammanager

Zugänge 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgänge 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Zugänge 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. handball-world.com: Lübbecke verpflichtet Spielmacher-Talent vom 26. Februar 2015, abgerufen am 26. Februar 2015
  2. handball-world.com: Lübbecke verpflichtet Rückraumspieler von Dormagen vom 16. März 2016, abgerufen am 16. März 2016
  3. handball-world.com: Unabhängig von der Ligazugehörigkeit: TuS N-Lübbecke treibt Kaderplanung voran vom 3. Mai 2016, abgerufen am 3. Mai 2016
  4. a b handball-world.com: Drei Neuverpflichtungen: Lübbecke plant für 2. Bundesliga - Schagen-Abgang bestätigt vom 24. Mai 2016, abgerufen am 24. Mai 2016
  5. handball-world.com: Absteiger Lübbecke verpflichtet Keeper aus Göppingen vom 2. Juni 2016, abgerufen am 2. Juni 2016
  6. handball-world.com: Kreisläufer wechselt von Minden nach Nettelstedt-Lübbecke vom 7. Juni 2016, abgerufen am 7. Juni 2016
  7. a b c d e f g kreiszeitung.de: Ziercke: Direkter Wiederaufstieg keine Pflicht vom 22. Juli 2016, abgerufen am 6. August 2016
  8. handball-world.com: Lemgo verpflichtet Kreisläufer aus Lübbecke vom 30. November 2015, abgerufen am 30. November 2015
  9. sport1.de: Melsungen verstärkt sich mit Langhans vom 13. Januar 2016, abgerufen am 13. Januar 2016
  10. handball-world.com: Stuttgart verpflichtet Rechtsaußen aus Lübbecke vom 24. Mai 2016, abgerufen am 24. Mai 2016
  11. handball-world.com: Ex-HSV-Profi Wetzel nach Coburg vom 8. Juni 2016, abgerufen am 8. Juni 2016
  12. handball-world.com: Bundesliga-Spieler wechselt zu Vardar Skopje vom 20. Juni 2016, abgerufen am 20. Juni 2016
  13. rokometna-zveza.si: Cingesar, Miklavčič in Skok podpisali za Zagreb vom 8. Juli 2016, abgerufen am 28. Juli 2016
  14. www.handball-world.com Kreisläufer verstärkt TuS N-Lübbecke vom 30. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017
  15. handball-world.com: Junioren-Nationalspieler Birlehm kommt bei Lübbecke unter vom 2. März 2017, abgerufen am 2. März 2017.
  16. handball-world.com: Ein Neuzugang und eine Vertragsverlängerung beim TuS N-Lübbecke vom 21. März 2017, abgerufen am 21. März 2017.

Koordinaten: 52° 18′ 16,08″ N, 8° 36′ 59,74″ O