Tulipa bakeri

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Tulipa bakeri
Tulipa bakeri

Tulipa bakeri

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
Unterfamilie: Lilioideae
Gattung: Tulpen (Tulipa)
Art: Tulipa bakeri
Wissenschaftlicher Name
Tulipa bakeri
A.D.Hall

Tulipa bakeri ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Tulpen (Tulipa) in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Sie ist nach dem Pflanzensammler George Percival Baker (1856–1951) benannt.[1][2] Die Art wird oft nicht von der Felsen-Tulpe getrennt, weil sie mit dieser sowie mit Tulipa cretica leicht hybridisiert und Übergangspopulationen bildet.[3] Die oft kultivierte, vielfach als „Tulipa bakeri“ etikettierte Sorte 'Lilac Wonder' gehört zur Felsen-Tulpe (Tulipa saxatilis).[4]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tulipa bakeri ist ein ausdauernder Zwiebel-Geophyt, der Wuchshöhen von 5 bis 25 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind matt oder etwas glänzend grün. Die Blütenblätter sind mehr oder weniger kurz und dunkelrosapurpurn. Auf der Innenseite befindet sich am Grund ein in einem hellen Ring verlaufender gelber Fleck. Die Staubbeutel sind gelb. Die Kapsel weist im oberen Teil meist deutlich sichtbare Queradern auf.[4]

Die Blütezeit reicht von April bis Mai.[4]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.[5]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tulipa bakeri ist auf Kreta endemisch. Die Art wächst auf Felshängen, Schutthalden, Äckern, Brachland und Flussufern in Höhenlagen von 650 bis 2200 Meter.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfred Daniel Hall: Three new species of tulips. In: Journal of Botany, British and Foreign. Band 76, 1938, S. 313–319.
  2. Ray Desmond, Christine Ellwood: Dictionary of British and Irish botanists and horticulturists: including plant collectors, flower painters, and garden designers. 2. Auflage. Taylor & Francis, London 1994, ISBN 0-85066-843-3, S. 35
  3. Karin Persson: Tulipa L. In: Arne Strid, Kit Tan (Hrsg.): Mountain Flora of Greece. Volume Two. Edinburgh University Press, Edinburgh 1991, ISBN 0-7486-0207-0, S. 667–672 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c d Ralf Jahn, Peter Schönfelder: Exkursionsflora für Kreta. Mit Beiträgen von Alfred Mayer und Martin Scheuerer. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1995, ISBN 3-8001-3478-0.
  5. Tulipa bakeri bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tulipa bakeri – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien