Tuntenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tuntenhausen
Tuntenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tuntenhausen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 56′ N, 12° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 508 m ü. NHN
Fläche: 69,01 km2
Einwohner: 7258 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83104
Vorwahlen: 08067, 08065Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 179
Gemeindegliederung: 57 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Graf-Arco-Straße 18
83104 Tuntenhausen
Website: www.tuntenhausen.de
Erster Bürgermeister: Georg Weigl (CSU / FW)
Lage der Gemeinde Tuntenhausen im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am InnKarte
Über dieses Bild
Wallfahrtskirche in Tuntenhausen

Tuntenhausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 57 Gemeindeteile:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baiern Aßling, Emmering Rotter Forst-Nord
(Gemeindefreies Gebiet)
Kompass Rotter Forst-Süd
(Gemeindefreies Gebiet)
Bruckmühl Bad Aibling Großkarolinenfeld

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname ist in den Regensburger Urkundenregistern von ca. 1000 n. Chr. als Tontinhusa ersturkundlich genannt. Er weist auf einen bajuwarischen Ursiedler namens Tonto/Tunti/Tunto hin, dessen Name seit etwa 770 überliefert ist. Die Endung „-hausen“ bezeichnet eine befestigte Wohnanlage oder eine Burg.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marienwallfahrt Tuntenhausen gibt es seit 1441, dem Jahr des ersten nachgewiesenen Mirakels. Seither ist Tuntenhausen Ziel von Wallfahrern aus allen Teilen Altbayerns und Tirols. Die Pfarreien Tuntenhausen und Schönau wurden in der Mitte des 13. Jahrhunderts dem Augustiner-Chorherrenstift Beyharting einverleibt. Das Kloster war eine selbstständige Hofmark und konnte auch bestimmte Rechte ausüben. Übergeordnete juristische Organisationen waren die Landgerichte Rosenheim, Aibling und Schwaben (Markt Schwaben). Nach der Säkularisation 1803 entstanden Verwaltungseinheiten. Die Gemeinde Tuntenhausen wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gemeindegebietsreform um die Gemeinden Beyharting und Hohenthann sowie den größeren Teil der Gemeinde Lampferding erweitert.[4]

Der Wallfahrtsort ist auch bekannt für die alljährlich zweimal stattfindende Tagung des Katholischen Männervereins Tuntenhausen, zu der sich auch führende bayerische Politiker der CSU einfinden.[5]

Ebenfalls in Tuntenhausen fand lange Jahre das seit dem 19. Jahrhundert jährlich durchgeführte Treffen des Bayrisch-Patriotischen Bauernbundes statt.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Einwohnerzahl der Gemeinde von 4603 auf 7150 um 2547 Personen bzw. um 55,3 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergaben folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:

Partei/Liste 2020[7] 2014[8]
% Sitze Sitze
CSU und Freie Wählergemeinschaft (CSU/FWG) 24,4 5 6
Frauenliste (FL) 8,0 2 2
Freie Wählergemeinschaft Beyharting (FWG Beyharting) 13,1 2 2
Parteifreie Wählergemeinschaft Schönau und Umgebung (PF Schönau) 12,2 2 3
Unabhängige Wähler Ostermünchen und Umgebung (UW Ostermünchen) 13,5 3 3
Wählergemeinschaft Hohenthann und Umgebung (WG Hohenthann) 11,9 2 3
Die Liste 83104 9,0 2
Unabhängige Liste Tuntenhausen (ULT) 7,9 2
SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Freie Wählerschaft (SPD, B'90/Die Grünen, FWS) 1
Gesamt 100 20 20

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Tuntenhausen COA.svg
Blasonierung: „In Grün die zweitürmige silberne Fassade der Wallfahrtskirche Tuntenhausen, rechts oben eine silberne Osterfahne mit durchgehendem rotem Kreuz, links oben ein goldener Tannenbaum.“[9]

Wappenführung seit 1983

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Maxlrain
Kirche in Ostermünchen

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marianne Eckardt, Werner Katzlmeier: Chronik der Gemeinde Tuntenhausen. Gemeinde Tuntenhausen, Tuntenhausen 1998, ISBN 3-932665-99-6.
  • Tuntenhausen: vom Herrenhof zum Wallfahrtsdorf. Geschichtliche Grundlagen seiner Dorfentwicklung. Konrad, Weißenhorn 1991, ISBN 3-87437-308-8.
  • Carl Amery: Die Wallfahrer. Roman, München 1986, ISBN 3-630-62048-5.
  • J. B. Mehler Unsere Liebe Frau von Tuntenhausen. Promberger, Tuntenhausen 1901.
  • Sebastian Meidinger: Historische Beschreibung der kurfürstl. Haupt= und Regierungs=Städte in Niederbaiern Landshut und Straubing, Landshut 1787, S. 320 (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tuntenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Tuntenhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. C.H.Beck, München 2006, ISBN 3-406-55206-4, S. 280.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588.
  5. Geschichte des Katholischen Männervereins
  6. Bericht über das Treffen des Bauernbundes 1905, Berliner Tageblatt, 26. September 1905.
  7. Gemeinderatswahl Tuntenhausen 15. März 2020, Amtliches Endergebnis. 31. März 2020, abgerufen am 8. Januar 2021.
  8. https://www.tuntenhausen.de/politik/mitglieder/gremium/8799/Gemeinderat
  9. Eintrag zum Wappen von Tuntenhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte